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Adventkalender 2009 - Die Kraft des Augen-Klicks

Es gibt Augenblicke, die die Kraft haben Geschichten zu erzählen, Gefühle und Stimmungen festzuhalten und vielleicht sogar ein bisschen die Welt zu verändern. Fotos, die solche Augenblicke mit behinderten Menschen einfangen, haben wir für unseren heurigen Fotowettbewerb "Die Kraft des Augen-Klicks" gesucht und gefunden, schreibt Franz-Joseph Huainigg in der Ankündigung der Aktion.

Wettbewerb: Sie haben die Möglichkeit bis 31. Januar 2010 für ihre Lieblings-Fotos abzustimmen. Das beliebteste Foto wird im Februar 2010 mit einem Anerkennungspreis von € 100.- ausgezeichnet.

("Die Kraft des Augen-Klicks", in Kooperation mit BIZEPS - Zentrum für Selbstbestimmtes Leben und der Zeitschrift behinderte Menschen)

24. Dezember 2009


24. Dezember 2009Anmerkungen zu „Blind Mickey“:

Der von Dr. Franz-Joseph Huainigg ausgeschriebene Fotowettbewerb „Die Kraft des Augenklicks“, der das von vielen Klischees bestimmte mediale Bild von behinderten Menschen in der Öffentlichkeit thematisieren will, hat mich aus mehreren Gründen zum Nachdenken und in der Folge zur Teilnahme herausgefordert.

Zum einen stellte sich für mich die Frage nach den Definitionen von „Behinderung“, insbesondere nach den entsprechenden Stigmatisierungen, die diesen Definitionen folgen, zum anderen bleibt immer die Position des – zumindest in Teilbereichen – „Nicht-Behinderten“, der sich über die Situation von „Behinderten“ Gedanken, bzw. in diesem Fall: von diesen Situationen Fotos machen soll.

„Sehen“ ist für mich als Grafiker und bildenden Künstler eine zentrale Voraussetzung für meine Arbeit, die Vorstellung der eigenen Erblindung nur schwer erträglich, der Anblick blinder Menschen demnach im Grunde eine Provokation.

Ich habe mich deshalb zu einer kleinen Aktion entschlossen, in der „Blindheit“ in einer möglicherweise provokativen, ambivalenten Form thematisiert wird:

2 sehr starke und sehr bekannte Zeichen – die 3 schwarzen Punkte auf gelbem Grund und die Form der Mickey Mouse – wurden verfremdet zu einer Maske und Pullover zusammengefügt. So ausgestattet, bin ich als „Blind Mickey“ mit Blindenstock für kurze Zeit auf die Straße, in die Öffentlichkeit, gegangen. Für kurze Zeit wollte ich selbst Provokateur und Provozierter in einer Person sein.

Das Ergebnis ist diese Fotoserie, welche vielleicht für manche eine Provokation ist und auch sein soll: Eine Provokation dazu, der Frage der eigenen Behinderungen nachzugehen. Ich danke Lena Winkler sehr herzlich für die fotografische Begleitung. Diese Fotoserie ist denjenigen gewidmet, die sie nicht sehen können.

Foto von: Peter Putz

Bild 24 meine Stimme geben


23. Dezember 2009


23. Dezember 2009Das Foto entstand im Sommer 2009 in der Slowakei in Piestany und zeigt meinen Sohn Marc als Spiderman. Er trägt ein Spiderman T-Shirt, gleichzeitig ahmt er mit seinen Händen die Bewegungen von Spiderman nach. Auf der Wand hinter ihm steht der Schriftzug HARMONY geschrieben.

Mein Sohn erblickte im frühling 2004 als Frühgeburt das Licht der Welt, sein Zwillingsbruder starb aufgrund des fetofetalen Transfusionssyndroms.

bei Marc wurde infantile Zerebralparese diagnostiziert – daher prägen Therapien seine Kindheit, wie z.B. alternative Medizin, Naturheilmethoden, Botox, physio, hippo, adeli Methode um nur einige zu nennen.

Foto von: Andreas Pflanzl

Bild 23 meine Stimme geben


22. Dezember 2009


22. Dezember 2009Ich betreue 2 mal die Woche Herrn F. , einen Schlaganfallspatienten, mit meinem Hund Kaya. Ich habe in Photoshop eine Arbeit erstellt die zeigen soll, dass auch (in meinem Fall mit Herrn F.) Menschen im Rollstuhl genauso aktiv und lebensfroh ihr Leben gestalten und meistern. Ich möchte mit meinem Beitrag die Menschen wachrütteln und aufzeichnen, das die oftmalige Meinung von Einsamkeit nicht zutrifft.

Das Bild ist in 2 Teile aufgeteilt:

Teil 1 ("deine Vorstellung"): Ein Schatten eines Rollstuhlfahrers in einem leeren Raum ohne Fenster.

Teil 2 ("meine Wirklichkeit"): Ein Schatten eines Rollstuhlfahrers, ein Schatten eines Hundes, Bilder an der Wand, ein Fenster. Der ganze Raum ist heller als in Teil 1.

Foto von: David Lenhart

Bild 22 meine Stimme geben


21. Dezember 2009


21. Dezember 2009Entstanden ist das Foto in einem amerikanischen Sommercamp – für Erwachsene mit sogenannter geistiger Behinderung. Das Pärchen trifft sich täglich in der Früh beim hissen der amerikanischen Flagge. David verständigt sich non-verbal und macht seiner Freundin jeden Tag aufs neue einen Heiratsantrag.

Foto von: Romana Wachsenegger

Bild 21 meine Stimme geben


20. Dezember 2009


20. Dezember 2009Hier beweisen Irene (meine Tochter) und ihr Therapiehund Laurin, dass kuscheln wirklich müde machen kann.

Vielen Dank für Ihre Idee mit diesem Kalender. Irene ist "schwerst-mehrfachbehindert" und zeigt uns jeden Tag - trotz ihrer schlimmen Krampfanfälle und oft auch Schmerzen - wie schön und "lebenswert" das Leben ist.

Foto von: Franz Rauchenberger

Bild 20 meine Stimme geben


19. Dezember 2009


19. Dezember 2009Einander tragen

Die Partnerakrobatik auf diesem Bild haben wir beim letzten Geburtstagsfest unserer Werkstätte gemacht. 150 ZuschauerInnen haben dabei nicht mehr gewusst, wer da jetzt wie behindert wäre. Wir haben einfach gemeinsam Akrobatik gemacht, wie wir auch gemeinsam arbeiten, leben: Wir berühren einander beim Sport wie im Herzen. Das ist eigentlich auch das Ergebnis meines beruflichen Werdegangs. Es ist für mich sehr berührend, mich mit meinen mir bzw. uns anvertrauten oder sich anvertrauenden Menschen weiterentwickeln zu dürfen. Für mich ist das Leben mit ihnen und somit meines ein Erlebnis!

Am Foto ist ein Mann zu sehen, der an beiden beiden von 2 Frauen in der Luft gehalten wird, darunter befindet sich ein weiterer Mann der sich auf allen Vieren auf einer Turnmatte befindet.

Foto von: Sigi Mazal

Bild 19 meine Stimme geben


18. Dezember 2009


18. Dezember 2009Das war die Leichtathletikstaatsmeisterschaft in Linz - ist aber schon einige Jahre her. Für mich war es eine Herausforderung, die sportliche Leistung fotografisch im richtigen Moment zu erwischen. Dazu gehört auch, dass ich selber ein Sportlerherz habe und den ganzen Einsatz im Umfeld nachvollziehen kann.

Zu sehen ist ein Mann beim Hochsprung. Der Mann hat nur einen Arm und einen Fuß.

Zu "Nicht ins Dunkel":

Ich finde diese bewusste Korrektur sehr gut - mir ist in den letzten Jahren unangenehm aufgefallen, dass hauptsächlich für "niedliche Kinder mit Beeinträchtigungen" geworben worden ist. Die Realität ist aber, dass vor allem Jugendliche und Erwachsene enorme Probleme heben, einen geeigneten Ausbildungs/Beschäftigungs/Betreuungsplatz zu finden. Ohne hartnäckige Unterstützung von Angehörigen/Sachwaltern geht hier oft gar nichts. Bei uns in OÖ gibt es sehr lange Wartelisten in allen Bereichen, und momentan wird hart gespart und schon geplante Projekte werden auf Eis gelegt. Das kommt kaum in den Medien vor.

Foto von: Norbert Breuer

Bild 18 meine Stimme geben


17. Dezember 2009


17. Dezember 2009„Ab die Post“

Ein befreundeter Biker Club besucht uns (Kolping Wohnhaus & Werkstätte Mistelbach) regelmäßig und die größte Attraktion ist es, eine Runde mit dem Motorrad mitzufahren.

Am Bild sieht man einen der Motorradfahrer auf seinem Motorrad und als Beifahrer einen unserer Bewohner.

Foto von: Sylvia Heinz

Bild 17 meine Stimme geben


16. Dezember 2009


16. Dezember 2009Zum Bild:

Florida/USA, Sea World Wasserpark, Die Mutter mit dem Jungen steht auf einer Brücke wo alle paar Minuten ein Wasserschwall drüber geht. Das ist ein nasses Abenteuer und Emotionen werden frei.

Zu "Nicht ins Dünkel":

Ich finde diese Bewusste Korrektur sehr gut - mir ist in den letzten Jahren unangenehm aufgefallen, dass hauptsächlich für "niedliche Kinder mit Beeinträchtigungen" geworben wurde. Die Realität ist aber, dass vor allem Jugendliche und Erwachsene enorme Probleme haben, einen geeigneten Ausbildungs/Beschäftigungs/Betreuungsplatz zu finden. Ohne hartnäckige Unterstützung von Angehörigen/Sachwaltern geht hier oft gar nichts. Bei uns in OÖ gibt es sehr lange Wartelisten in allen Bereichen, und momentan wird hart gespart und schon geplante Projekte werden auf Eis gelegt. Das kommt kaum in den Medien vor.

Foto von: Norbert Breuer

Bild 16 meine Stimme geben


15. Dezember 2009


15. Dezember 2009Entstanden bei unserem „Hippofest“ im Reit- und Therapiezentrum Kottingbrunn, wo sich der junge behinderte Reiter "Thomas" über seinen tollen Ritt freut. Betreuerinnen sind Nicole und Marion.

Foto von: Gaby Orac

Bild 15 meine Stimme geben


14. Dezember 2009


14. Dezember 2009Das Foto entstand während meines China-Urlaubs 2007. Es zeigt einen Wanderarbeiter, der im Bahnhof von Shanghai auf seinen Zug wartete.

Zum Einreicher:

Hermann Bauer, Jahrgang 1951, lebt in seiner Geburtsstadt München. Er arbeitete 30 Jahre als Grafiker in Werbeagenturen in Berlin und München.

Seit 1988 Veröffentlichungen von Kurzgeschichten, Reisereportagen, Märchen, Lyrik in Büchern, Anthologien, Zeitschriften, Zeitungen und Kalendern. Sendungen im Rundfunk. Tritt auch als Kabarettist auf.

"Vor 2 Jahren kam meine Mutter ins Pflegeheim. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich als Nicht-Behinderter sehr verunsichert im Umgang mit Behinderten. Das hat sich aber nun Gott sei Dank gelegt. Jetzt habe ich keine Berührungsängste mehr."

Foto von: Hermann Bauer

Bild 14 meine Stimme geben


13. Dezember 2009


13. Dezember 2009Das Foto zeigt Theresa M., eine Schülerin der ASO Bruck im 10. Schuljahr. Theresa ist ein ausgesprochen fröhlicher Mensch, mit dem man gut Pferde stehlen kann. Theresa ist ab dem 2. Halswirbel gelähmt und muss beatmet werden. Die Schule besucht sie mit der Assistenz einer Kinderkrankenschwester. Das Mädchen bewegt sich im Schulhaus selbstständig mit Hilfe einer Kinnsteuerung und arbeitet häufig am PC.

Anlässlich unseres Halloween Festes am 30.10. 09 gab es eine Schminkstation. Theresas Gesicht wurde nach ihren Wünschen geschminkt.

Zu "Licht ins Dunkel":

Mir gefällt die Aktion „Nicht ins Dunkel“, seit ich sie entdeckt habe. Es liegt mir sehr viel daran, dass Menschen mit Behinderung die Möglichkeit bekommen, ihre Selbstständigkeit zu entwickeln, ihre Selbstwirksamkeit zu erfahren und gleichberechtigt behandelt werden.

Alle „wellfare“ Aktionen betrachte ich sehr kritisch. Meiner Meinung nach verhindern sie das Recht auf Gleichstellung für z. B. Menschen mit Behinderung oder mit Mitgrationshintergrund.

Besonders ärgerlich finde ich die vorweihnachtliche Nähe und die Art, wie Menschen mit Behinderung dargestellt werden.

Foto von: Sabine Maurer

Bild 13 meine Stimme geben


12. Dezember 2009


12. Dezember 2009Richard Kotnauer führt als Motto zum Foto an: „Der eiserne Wille ist der Weg.“ Offenbar auch sein Lebensprinzip!

Das Foto zeigt Richard Kotnauer mit Krückenauf einem Wanderweg zu Palfneralm. Ein Schild zeigt "Palfneralm 3,9 km"

Foto von: Richard Kotnauer

Bild 12 meine Stimme geben


11. Dezember 2009


11. Dezember 2009Zu sehen ist eine Rollstuhlfahrerin, die ein Schaf streichelt.

Zu "Licht ins Dunkel":

Ich finde es schade, dass sich so viele Promis in den Dienst der "guten Sache" stellen und sich gar nicht bewusst sind wie verletzend diese Aktion für Menschen mit Behinderung ist. Ich habe seit längerem ein Projekt laufen, bei dem ich mit Nichtbehinderten Leuten einen Tag durch Wien fahre und ihnen dadurch vermitteln will wie es sich anfühlt Wien im Rollstuhl zu "erfahren".

Es kann nicht Aufgabe einer Spendenaktion sein Grundbedürfnisse zu stillen. Eine Idee ist vielleicht, dass sich jeder Promi um eine Sache annimmt wie Gehsteigabschrägungen, anstatt am Spendentelefon zu sitzen!!!!!!!!!!!

Foto von: Thomas Richter

Bild 11 meine Stimme geben


10. Dezember 2009


10. Dezember 2009Die Tänzerin T. aus Tirol hat im DanceAbility Workshop von Vera Rebl das Tanzen neu entdeckt.

Nach eigenen Angaben tanzt sie schon seit ihrer Kindheit, und zwar mit einem Bein und 2 Krücken, seit Neuestem auch mit Rollstuhl. Tanzen ist für die Studentin ein wichtiger Lebensinhalt. Das Foto entstand während der Probearbeit zu einem Tanzstück, das im Mai 2009 aufgeführt wurde. Zu sehen ist ein Teil der Tänzerin beim Tanzen mit einer Krücke.

Zu "Licht ins Dunkel":

Ich finde es schade, dass sich so viele Promis in den Dienst der "guten Sache" stellen und sich gar nicht bewusst sind wie verletzend diese Aktion für Menschen mit Behinderung ist. Ich habe seit längerem ein Projekt laufen, bei dem ich mit Nichtbehinderten Leuten einen Tag durch Wien fahre und ihnen dadurch vermitteln will wie es sich anfühlt Wien im Rollstuhl zu "erfahren".

Es kann nicht Aufgabe einer Spendenaktion sein Grundbedürfnisse zu stillen. Eine Idee ist vielleicht, dass sich jeder Promi um eine Sache annimmt wie Gehsteigabschrägungen, anstatt am Spendentelefon zu sitzen!!!!!!!!!!!

Foto von: Thomas Richter

Bild 10 meine Stimme geben


9. Dezember 2009


9. Dezember 2009Hier meine Tochter Antonia (12) auf dem Rasenmähertraktor beim alljährlichen Feuerwehrfest im Hindernisparcours - natürlich nur mit Hilfe. Alleine wäre das unmöglich, ist aber - wie man sieht - für sie eine herrliche Abwechslung. Übrigens: die eigentliche Fahrerin ist die Tochter der Stützkraft in Antonias I-Klasse. Bei uns in der Gemeinde Ottensheim wird Integration groß geschrieben und so wird auch unsere Tochter überall herzlich aufgenommen. Bekannt, wie ein bunter Hund - könnte man sagen.

Zu "Licht ins Dunkel":

Zur Darstellung von behinderten Menschen in den ORF-Sendungen kann man denken, wie man will. Manche Leute brauchen vielleicht "Schockerlebnisse" um Geldbörsen zu öffnen, andere bevorzugen eine dezentere Version - und andere brauchen gar keine solchen Sendungen.

Fakt ist, dass es sehr viele Menschen mit Behinderungen gibt - und man eigentlich erst dann viele mögliche Varianten von Behinderungen und die "betroffenen" Persönlichkeiten wirklich kennen lernt, wenn man selbst oder durch die Behinderung eines Familienmitgliedes direkten Bezug zu diesem Thema bekommt. meist wird Behinderung und Mitleid sehr eng verknüpft - und das ist natürlich sehr schade und auch falsch.

In diesem Fall zählt vor allem das Ergebnis und die daraus resultierenden Projekte, jammerschade allerdings, dass man dazu "Licht ins Dunkel" braucht und sich dadurch auch sehr viele behinderte Menschen vielleicht noch etwas mehr "ins Eck gestellt" fühlen, weil eben mit der Mitleidsmasche gearbeitet wird ... hier könnte man stunden diskutieren.

Foto von: Dieter Huber

Bild 9 meine Stimme geben


8. Dezember 2009


8. Dezember 2009Mit diesem Foto (lächelnder Mann im Rollstuhl hält sich bei Walter Uersch an) wollte ich nur mal zeigen, wie viel Spaß und Freude meine Arbeit auf beiden Seiten vermittelt. Mathias ist einer der lebensfrohsten und liebenswertesten Menschen, die ich je kennengelernt habe und ich freue mich seit nun über 8 Jahren jede Woche auf die Einheit mit ihm, zu der ich über 80km nach Pöllau anreise (es gibt noch 2 weitere Klienten dort mit denen ich arbeite). Mathias ist ein Mensch, der mit seinem Charme und seiner Fröhlichkeit sofort alle in seinem Umkreis aufleben lässt – sehr oft auch mich!

Zu "Licht ins Dunkel":

Dieser Punkt fällt mir schwer, da es ja gut ist Geld aufzutreiben für diese Zwecke, nur die Form der Bewerbung finde ich aus eigener Erfahrung nicht so gut. Ich hätte mir früher nie vorstellen können mit behinderten Menschen zu arbeiten, da ich immer ein eigenartiges Gefühl hatte in deren Gesellschaft, ich konnte einfach nicht umgehen damit. Und die Werbung für Licht ins Dunkel fördert bei mir dieses Gefühl. Ich bekomme Mitleid, Traurigkeit und beinahe Schuldgefühle - und aus diesem Grund was zu geben? Da geb ich meine Gefühle mit der Spende - ich glaube kein behinderter Mensch möchte das.

Mein Beitrag ist eher so zu helfen, daß sich die Menschen diese Arbeit, die ihnen gut tut, auch leisten können. Bei mir sollte nie Geldmangel der Grund sein, daß ich keine Stunden gebe. Ein fröhlicher Anblick der Menschen gibt mir viel mehr als ein steuerbegünstigter Einzahlungsschein den ich aus falschen Gründen in der Hand halte. Jetzt ist es so weit, daß ich mir die Arbeit ohne behinderte Menschen gar nicht mehr vorstellen könnte!

Foto von: Walter Uersch

Bild 8 meine Stimme geben


7. Dezember 2009


7. Dezember 2009EIN Behinderter in EINEM Behindertenfahrzeug benötigt EINEN Behindertenparkplatz.

WIEVIELE Behindertenparkplätze benötigen ZWEI Behinderte in EINEM Behindertenfahrzeug?

Auf dem Bild ist ein Polizeifahrzeug über zwei Behindertenparkplätze quer parkend zu sehen.

Foto von: Sepp Jakober

Bild 7 meine Stimme geben


6. Dezember 2009


6. Dezember 2009Entstanden ist das Foto in einem amerikanischen Sommercamp - für Erwachsene mit sogenannter geistiger Behinderung. Albert ist unser Sonnenschein und liebt es mit den Betreuern zu spielen und zu scherzen. Sein Lieblingsspiel ist Kung- Fu kämpfen und hat uns so manchen lustigen und schönen Moment beschert.

Romana Wachsenegger, geboren am 15. Juli 1986, in Wien studiert Psychologie und arbeitet nebenbei als Persönliche Assistentin. Ihre Sommermonate 2005 - 2007 verbrachte sie in Amerika in einem Sommercamp für sogenannte "geistig-behinderte" Menschen.

Foto von: Romana Wachsenegger

Bild 6 meine Stimme geben


5. Dezember 2009


5. Dezember 2009Auf dem Bild bin ich zu sehen: ... nach Jahrzehnten, habe ich zum ersten Mal auf einem Bein Tischtennis gespielt... Yeah! :-)

Regina Jung, 46 Jahre alt, gebürtige Piefkinesin, seit 2,5 Jahren aus ganzem Herzen Wahl-Wienerin. Vor 32 Jahren wurde mir wegen Knochenkrebs das rechte Bein genommen, doch im Laufe der Jahre habe ich, gerade wegen meines Anderssein, so viel gewonnen, ein reiches Leben mit vielen wunderschönen Erlebnissen und Begegnungen.

Foto von: Regina Jung

Bild 5 meine Stimme geben


4. Dezember 2009


4. Dezember 2009Das Foto zeigt einen Rollstuhlfahrer, der in einem Feld steht und per Fernglas ausschau hält.

Ein Foto, welches mir persönlich auch sehr gut gefällt. Habe dazu auch einen passenden Spruch ...

'Egal wie sich Menschen von einander unterscheiden, wichtig ist die Liebe zu sich selbst zu finden - im Herzen zu spüren und sie weiter zugeben.'

Foto von: Winfried Zwanziger

Bild 4 meine Stimme geben


3. Dezember 2009


3. Dezember 2009Das Foto habe ich bei der Weltmeisterschaft in Shizuoka/Japan gemacht.

Dort spielte die Gehörlosen Band „Bright Eyes“ als Rahmenprogramm und diese durfte ich fotografisch festhalten. Am Bild sieht man einen gebärdenden Sänger.

Die Schatten an der Wand, so empfinde ich, geben das spezielle Etwas dazu…

Foto von: Jörgis Maislinger (Joei M.)

Bild 3 meine Stimme geben


2. Dezember 2009


2. Dezember 2009Das Foto (Motorrad im Vordergrund, Rollstuhlfahrerin im Hintergrund) entstand durch Zufall bei einem Harleytreffen in der SolarCity 2005.

Eigentlich wollte ich nur eine Detailaufnahme von der Harley machen. Meine Freundin wartete am Wegrand und kam mir dann unter das Bild. Wir haben dann auch noch ein Schild auf einer Harley entdeckt, darauf war folgender Spruch von Harley Davidson "LIVE TO RIDE - RIDE TO LIVE". Passt perfekt zum Bild!

Foto von: Helmut Narnleitner

Bild 2 meine Stimme geben


1. Dezember 2009


1. Dezember 2009Im Rahmen eines Besuches im Kunsthaus Graz im Sommer 2007 ist dieses Bild entstanden. Ich besuchte gemeinsam mit einer Freundin die Ausstellung „China – Welcomes You ..“ Der genaue Name des Werks auf dem Foto lautet: Old Peoples Home, 2007 (Installation; verschiedene Materialien, Maße variabel. Sammlung Sigg, Schweiz). Das Kunstwerk zeigt zum Verwechseln ähnliche Diktatoren aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

Ich selbst war mit meinem Rollstuhl, den ich für längere Wegstrecken verwende, unterwegs. Da hat sich das Fotografieren natürlich angeboten. Das Bild zeigt mich inmitten mehrerer Wachsfiguren, die Diktatoren aus dem 20. und 21. Jahrhundert zum Verwechseln ähnlich schauen.

Zu "Licht ins Dunkel":

Die Aktion kenne ich natürlich. Schon als kleines Mädl bin ich darauf aufmerksam geworden. Wie stehe ich heute als erwachsene Frau dazu: ich habe einen großen Wunsch: Ich würde sehr gerne als Frau mit einer Behinderung bei dieser Aktion mal das Sagen haben. Mit meinen Augen die Sendung zu gestalten und die Menschen auffordern Geld zu spenden, damit Menschen mit Behinderung geholfen werden kann.

An der Aktion stört mich, wie könnte es anders sein, die Art und Weise wie Menschen mit Behinderung dargestellt werden. Bloß das Leid wird sichtbar und fast nie die "Normalität" die ein Leben als Mensch mit einer Behinderung auch möglich ist. Die "armen hascherl" werden vorgeführt und damit sollen Menschen bei ihrem schlechten Gewissen erwischt werden.

Warum nur aus dieser Motivation heraus die Bevölkerung um Spenden bitten. Das geht auch anders und darum würde ich sehr gerne einmal "das Sagen" dort haben. Dass mit den Geldern viel gutes passiert, dass find ich ganz großartig. Muss aber auch dazu sagen, dass es ganz wichtig wäre, die Unterstützung in manchen fällen besser zu hinterfragen.

Foto von: Sabine Jammernegg

Bild 1 meine Stimme geben


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