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Keine barrierefreie Umkleidekabine mehr

Stammdaten

  • Schlichtungswerber: Thomas Richter
  • Unterstützt von: Martin Ladstätter
  • Schlichtungspartner: Stadtgemeinde Gänserndorf
  • Zeitraum: 21. Feber 2008 bis 16. Mai 2008
  • Bundesland: Wien
  • Gesetzesgrundlage: BGStG
  • Einigung: ja

Schlichtungsantrag

Mein Name ist Thomas Richter und ich komme aus Marchegg, ich bin seit 1979 querschnittgelähmt und bin deshalb auf die Benützung eines Rollstuhls angewiesen. Ich wohne schon längere Zeit in Wien. Früher war ich öfters in dem Bad in Gänserndorf und habe es sehr geschätzt, dass es sowohl eine Umkleidekabine als auch eine Toilette für Menschen mit Behinderung gibt.

Anfang Jänner 2008 war ich als Konsument und zahlender Kunde wieder mal seit langem in dem Bad und musste feststellen, dass es nach einem Umbau diese Möglichkeit nicht mehr gibt, was mich sehr verärgert und auch wundert, es gibt ja seit einiger Zeit ein Gleichstellungsgesetz, das ja die Diskriminierung von behinderten Menschen verhindern soll.

Aus diesen Gründen fühle ich mich diskriminiert. Ich möchte das Bad wieder gleichberechtigt benützen können.

Schlichtungsvereinbarung

  1. Vergrößerung der Umkleidekabine
  2. Errichtung eines Behinderten-WCs
  3. Die Arbeiten werden während der Sperre des Hallenbades vom 18.8.2008 – 1.9.2008 durchgeführt

Vereinbarung eingehalten: ja

Anmerkungen / Bewertung

Anmerkungen:

“Wir möchten Ihnen erfreulicherweise mitteilen, dass in der Stadtratssitzung vom 6. Mai 2008 die Vergrößerung der Kabine und Errichtung eines Behinderten-WCs (bei den Herren WC-Anlagen) im Hallenbad, wie im Schlichtungsgespräch vom 17. April 2008 vereinbart, beschlossen wurde. Die Arbeiten werden während der Sperre des Hallenbades in der Zeit vom 18. August 2008 bis 1. September 2008 durchgeführt.”, teilt ein Vertreter der Stadtgemeinde Gänserndorf per Mail mit.


Bewertung durch Thomas Richter:

Für mich persönlich ist es wichtig die Menschen zu sensibilisieren, was auch gut ist bei Schlichtungen ist, dass man nach einem Konsens sucht mit dem beide Parteien leben können, und dass sich dadurch für alle Menschen mit Behinderung ein Vorteil ergibt.

Oft ist es den Menschen nicht bewusst, dass sie diskriminieren, oder sie wissen nicht wie sie es besser machen könnten.

Ich habe die Schlichtung eingereicht, weil ich nicht gut finde, dass sich ein Zustand nach einem Umbau verschlechtert. Wenn die Umkleidekabine vergrößert wird und das WC zusammengelegt wird, bin ich zufrieden.


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