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BIZEPS-INFO > Nachrichten > Artikel

Text: Martin Ladstätter · 14. August 2009 15:57 Uhr

Deutschland: Wie Arbeitslose plötzlich als "geistig behindert" gelten

Das ARD-Magazin "Monitor" berichtet am 13. August 2009 über einen fast unglaublichen Vorfall. Der Beitrag "Behindert nach Aktenlage" fördert kaum zu glaubende Fakten zutage.

Behindert ist, wer behindert wird

"Es gibt Geschichten, die glaubt man wirklich erst, wenn man sie selbst gesehen hat. Was eine 41-jährige arbeitslose Frau in der Nähe von Magdeburg mit ihrer Arbeitsagentur erlebte, das sprengte selbst unsere Vorstellungskraft. Vor allem, als wir erfahren haben, dass es anderen Arbeitslosen in Deutschland genauso ergangen ist", beginnt ein aufrüttelnder Beitrag des Magazins "Monitor", den der WDR verständig transkribiert hat.

Die 41 jährige zweifache Mutter wurde "laut Gutachten nach Aktenlage" für "dauerhaft geistig behindert" eingestuft und die Arbeitsagentur in Magdeburg empfiehlt ihr, in einer Behindertenwerkstatt zu arbeiten.

Die Frau und ihre Kinder fühlen sich stigmatisiert und vor den Kopf gestoßen, die Nachbar können diese Information gar nicht glauben. Doch die ARD hat weiter geforscht und fand Folgendes:

Durch diese Vorgangsweise käme es zu "Einsparung beim Arbeitslosengeld" und es gäbe weniger arbeitslose Menschen in der Statistik. Laut dem Beitrag ist dieser Vorfall aber kein absurder Einzelfall. "Immer mehr Arbeitslose werden von der Bundesagentur für Arbeit an die Behindertenwerkstätten verwiesen. In den letzten fünf Jahren stieg diese Zahl um mehr als 4.500", fand die Redaktion heraus.

Die Agentur für Arbeit hat "zunehmend Menschen an eine Werkstatt für Behinderte verweisen, die eigentlich aufgrund ihrer persönlichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Wünsche einer Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachgehen möchten", heißt es im in der Folge.

Hier können Sie den Beitrag ansehen:


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Isabella Aigner · 4. Oktober 2009 12:12 Uhr

Diese Methode ist aus meiner Sicht einfach eine Frechheit! Mehr fällt mir dazu nicht ein.

Gertrude Sladek · 26. August 2009 09:11 Uhr

@Maner: Mir ist all das nicht fremd, was Sie hier anführen, ich bin eine Realistin. Was glauben Sie denn, weshalb mein Kommentar so scharf ausfiel?

Allerdings weiss ich noch viel mehr auch aus Österreich, das ich jedoch Ihnen und allen Forumsteilnehmern/innen hier ersparen möchte.

Insofern war Ihr Vorwurf, wonach auch mein Beitrag lächerlich und entbehrlich seie, vollkommen inadäquat. Man sollte sich vor Pauschalauswürfen hüten, wenn man nichts weiss, glauben Sie mir das!Ihre Verbitterung in Ehren, glücklicherweise bin ich trotz meines Wissens ob all der Brutalität in dieser Welt keinesfalls so verbittert wie Sie.

Maner · 26. August 2009 07:46 Uhr

@Sladek: "Wissen Sie es überhaupt, was das für ein Kind bedeutet:" Endlich hat das Kind DIE Chance, zu erkennen, dass es nach wie vor in einem eugenisch-rassistisch organisierten Staat lebt.

"da wurde zugunsten einer Statistik so ziemlich alles verletzt, was das Menschenrecht schützen sollte": Wissen Sie nicht, dass das österreichische AMS "Menschen mit Behinderung" und "KopftuchträgerInnen" in EINER Kategorie (Vermittlungsziel: "Zweiter" Arbeitsmarkt ohne Pensionsansprüche) führt.

"... Menschenwürde hergibt": Die Brutalität ist nach wie vor die Ungleichbehandlung in ersten und zweiten (angeblich "geschützten") Arbeitsmarkt. Und die damit verbundene Stigmatisierung.

Unter diesen Aspekten scheint mir Ihre Wortmeldung jetzt echt lächerlich und entbehrlich.

Gertrude Sladek · 25. August 2009 21:41 Uhr

@Andrea Gross: Es stimmt schon, dass alles, wie es auch Ihr Einwand beweist, sehr sehr komplex und individuell ist. Nur: In diesem im Artikel konkret beschriebenen und mittels Video dokumentierten Fall gibt es nur eine klare Position: Nein, da gibt es für mich keine Diskussion mehr. haben Sie sich das Video angesehen, haben Sie die 18-jährige Tochter angesehen, die es erfuhr, plötzlich eine geistig behinderte Mutter zu haben und-und-und?

Wissen Sie es überhaupt, was das für ein Kind bedeutet? Dann noch die auf pseudoempathisch abfahrende Psychologin, nein, da wurde zugunsten einer Statistik so ziemlich alles verletzt, was das Menschenrecht schützen sollte und die Wahrungspflicht der Menschenwürde hergibt.Unter diesen Aspekten scheint mir Ihre Wortmeldung jetzt echt lächerlich und entbehrlich.

Andrea Gross · 25. August 2009 11:56 Uhr

Uns kann man´s aber auch wirklich nicht recht machen, wir Arbeitslose sind uns total uneinig und das ist schlecht für die AUSSENWAHRNEHMUNG:

Ich würde z.B. gerne in einer Werkstatt arbeiten, darf aber nicht - angeblich nicht langzeitarbeitslos (es soll dort natürlich kein Terror herrschen), die Meisten wollen nicht in normale Jobs, in 1€-Jobs schon gar nicht, gemeinnützige Arbeiten auch nicht, viele wollen überhaupt nix oder sagen nicht WAS sie WOLLEN, den Meisten ist es zu wenig bezahlt (stimmt ja auch) usw.

derpradler · 20. August 2009 18:18 Uhr

Wenn es ums Geld geht, kennt der Neoliberalismus keine Grenzen!

Plagosus · 20. August 2009 13:53 Uhr

Rollstuhlfahrer von Zug getötet, Gehörlose bei Zimmerbrand umgekommen, Spezialuntersuchter von Ferngutachter erledigt...Sommerloch randvoll und alle halten die Pappn... -:((

W. Kanetscheider · 19. August 2009 17:58 Uhr

Bei uns ist es nicht anders und in keiner Weise zu beschönigen. Bei mir hatte ein Gutachter sogar alle, klinischen Spezialuntersuchungsbefunde als "klinisch nicht nachvollziehbar" für Null und Nichtig erklärt.

Die können bei Gericht lügen, alles negieren und das unter dem Deckmantel der Judikatur. Es passiert ihnen nichts.

Ich bin der Meinung, solange sich das Gutachterwesen nicht ändert und diese Herrn Narrenfreiheit haben, bleibt der kleine Mann immer auf der Strecke.

Wo bleiben denn da die Menschenrechte, die für jeden Ausländer bei uns gelten, nur für einen österr. Staatsbürger nicht? Ich könnte diese wiederlichen Machenschaften noch um etliches erweitern, das aber den Rahmen sprengen würde. Und da spricht man von Deutschland.

Es gibt ein Sprichwort: Wer die Wahrheit nicht kennt, ist ein Dummkopf. Wer die Wahrheit kennt und sie Lüge nennt, ist ein Verbrecher. Zu Hr. Schrott .... mein Leben wurde durch solche Schikanen ebenfalls zerstört.

Franz Werfel · 19. August 2009 07:40 Uhr

Deutschland verteidigt seinen Ruf.

Gertrude Sladek · 15. August 2009 14:01 Uhr

Es ist fürwahr unfassbar, mit welch menschenverachtenden Maßnahmen hier die Statistik "geschönt" wird. Natürlich benötigt man hierzu die Mithilfe von Psychologen und Medizinern, eine Brut, die sich zum Zwecke ihrer Daseinsberechtigung für nichts - egal wie fragwürdig auch immer - zu schade ist und für alles hergibt. Das kennen wir doch schon aus der Zeit von vor 70 Jahren oder nicht?

@Herr Schott! Mein Mitgefühl ist Ihnen gewiss, da ich weiss, wovon Sie berichten. Behindert ist, wer behindert wird. Verhindert ist, wer verhindert wird!

Manner · 14. August 2009 21:24 Uhr

Tja Leute, in Österleich werden "unliebsame" ethnische Minderheiten beim AMS

1) In "blinkenden", brandmarkenden Datensätzen erfasst 2) deren sensible Daten schnurz "gerastert" und illegal verknüpft 3) mittels wöchentlicher "Gesichtskontrollen" schikaniert 4) wegen "Nomadentums" schnurz ins Zuständigkeits-Chaos gestürzt 5) am ersten Arbeitsmarkt NUR ins Ausland "vermittelt" (Abschiebung) 6) sollten sie hierbleiben wollen zur Lebenshilfe geschickt ...

Schott, Karl-Heinrich · 14. August 2009 19:04 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, ähnlich haben mich Ärzte und Professoren nach einer Impfung mit dem Impfstoff Pneumovax 23 abgestempelt, abgewertet, beleidigt und verleumdet. Im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchung wurde ich geimpft, weil über 60ig Jährige sich impfen lassen sollten. Eine Aufkärung über die Nebenwirkungem hat der impfende Arzt nicht vorgenommen. Zwei Tage nach der Impfung traten plötzlich schwere Ein- und Durchschlafstörungen auf, die ich nie im Leben hatte. Drei Tage nach der Impfung war ich beim Arzt in Behandlung auf die Impfung wurde nicht eingegangen, sondern ich wurde als eingebildeter Kranker, Simulant und Hypochonder hingestellt.

Es wurden Medikamente (Psychopharmaka, Hypnotika - Zoplicon - verordnet, die schwere Krankheiten zur Folge hatten. Die Unterlagen können Sie bei der Anwältin Anja Dornhoff einsehen, 57541 Kirchen /Sieg einsehen. Mein Leben und wurde regelrecht zerstört u. all dies ist in einem Rechtsstaat erlaubt. Schott, Karl-Heinrich, Diplomverwaltungswirt, geb. 01. 01. 32

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