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BIZEPS-INFO > Nachrichten > Artikel

Text: DSA Manfred Srb · 22. Oktober 2009 13:43 Uhr

Pflegegeld: Geografie bestimmt die Höhe

Jetzt haben wir´s schwarz auf weiß: in Vorarlberg gibt´s im Monat gleich um mehr als 100 Euro mehr Pflegegeld als in Wien.

Pflegegeldstatistik nach Auszahlung pro Bundesland/Person

Wer hätte das gedacht: Im Bundesland mit dem höchsten Wohlstand Österreichs gibt´s am wenigsten Pflegegeld von allen Bundesländern: 4.354 Euro pro Jahr, gleich um 1.218 Euro im Jahr weniger als im westlichsten Bundesland. (Anmerkung: Die Höhe der einzelnen Pflegegeldstufen sind in allen Bundesländern gleich, aber die Einstufungen in den Bundesländern sind unterschiedlich.)

Damit ist Wien das Schlusslicht von allen Bundesländern, noch hinter Kärnten, Nieder- und Oberösterreich. Mit dieser Summe liegt Wien gleich um beinahe 300 Euro unter dem gesamtösterreichischen Durchschnitt.

Das wirft für den aufmerksamen Beobachter gleich einige Fragen auf: Leben in Wien vielleicht deutlich weniger schwer behinderte Menschen als jenseits des Arlbergs? Ist man im Ländle etwa großzügiger als im fernen Wien? Gibt es da einen Zusammenhang mit der Tatsache, dass Vorarlberg bereits vor der Einführung des bundeseinheitlichen Pflegegeldes ein höheres Pflegegeld auszahlte als die anderen Bundesländer?

Oder sind in Wien die begutachtenden Ärztinnen und Ärzte möglicherweise angehalten, bei ihrer Einschätzung des Bedarfs strengere, kleinlichere Maßstäbe anzulegen, auf dass sich das Land etwas erspart?

Ganz egal, woran es auch liegen mag. Ein Signal für die Aufgeschlossenheit gegenüber behinderten, pflegebedürftigen Menschen ist es jedenfalls nicht und so muss sich Wien die Frage gefallen lassen: Wie konnte es dazu kommen?

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anonym · 24. Oktober 2009 08:31 Uhr

kärnten is lei ans ... ?

W.K. · 23. Oktober 2009 12:09 Uhr

Es liegt immer nur am Gutdü(e)nken des Gutachters! Für meine Begutachtung bemerkenswerte Stufe 1, bei cervicaler Myelopathie, motorische Parese (Pensionierungsgrund), Caudaläsion, MS ... und noch vieles mehr! Lt. meinem Gutachter sind alle klinischen Spezialuntersuchungen MR, CT, EMG usw. als :"klinisch nicht nachweisbar" abgeschmettert worden.

Solange solche Verbrecher am Werk sind, wird sich in dieser Causa nichts ändern. Es gibt ein Sprichwort:" Wer die Wahrheit nicht kennt, ist ein Dummkopf, wer die Wahrheit kennt und sie Lüge nennt, ist ein Verbrecher!

Gertrude Sladek · 23. Oktober 2009 07:48 Uhr

Der Verdacht liegt sehr sehr nahe, na, das ist jetzt eine Verdachtsdiagnose von mir: Bitte um Entschuldigung, falls ich jemandem zu nahe treten sollte, aber das wirft sehr wohl dieses Licht auf die Angelegenheit und es handelt sich ja nur um eine Verdachtsdiagnose von Gertrude Sladek:

Oder sind in Wien die begutachtenden Ärztinnen und Ärzte möglicherweise angehalten, bei ihrer Einschätzung des Bedarfs strengere, kleinlichere Maßstäbe anzulegen, auf dass sich das Land etwas erspart?

Ganz egal, woran es auch liegen mag. Ein Signal für die Aufgeschlossenheit gegenüber behinderten, pflegebedürftigen Menschen ist es jedenfalls nicht und

so muss sich Wien die Frage gefallen lassen: Wie konnte es dazu kommen?

Daher: Beantworten können das ausschließlich die politisch und medizinisch Verantwortlichen. Bitte sehr ehrliche und eingehende Selbstprüfung! Das ist immer sehr sehr gut, sich ab und an einmal selbst zu hinterfragen!

anonym · 22. Oktober 2009 19:12 Uhr

Das ist ja ungeheuerlich.

Martin Ladstätter · 22. Oktober 2009 17:53 Uhr

@Gerhard Lichtenauer: Hier der Link zum gesamten Bericht des Rechnungshofes http://tinyurl.com/yleqz9v

Gerhard Lichtenauer · 22. Oktober 2009 17:15 Uhr

Nur Landes-Pflegegeld oder inkl. Bundes-PG?

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