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Text: Martin Ladstätter · 26. Oktober 2009 18:58 Uhr

Proteste an den Unis: VÖGS berichtet aus dem Audimax

Uniprotesten unter dem Motto: "Unibrennt"

Verein österreichischer gehörloser StudentInnen

Einen perfekten Service liefert der VÖGS, der Verein österreichischer gehörloser StudentInnen. Er berichtet ausführlich in Österreichischer Gebärdensprache von den Uniprotesten unter dem Motto: "Unibrennt".

Bisher hat VÖGS schon mehrere höchst informative Videos online gestellt. Sogar die Übersetzungen in deutsche Sprache wurden schon angefertigt. (Danke dafür, dass wir diese Materialien verwenden dürfen). Weitere Berichte werden höchstwahrscheinlich auf der Homepage vom Verein VÖGS folgen.

VÖGS im Audimax


Einfacheren YouTube-Player verwenden.

Übersetzung

Dieses Video von Manfred Schütz und DSA Dawei David Ni in Österreichischer Gebärdensprache wurde vom gesamten Team des VÖGS ins Deutsche übersetzt.

"Unibrennt"

DSA Dawei David Ni: Viele Studierende sitzen hier im Audimax und verfolgen laufend verschiedene Vorträge und Reden für die geplante Demonstration am Mittwoch. Für den Dienstag gibt es auch einen Plan, aber ich weiß jetzt nicht genau was, denn das werden wir jetzt noch sehen. Eine hörende Studierende mit Gebärdensprachenkompetenz dolmetscht für uns die Reden ein wenig.

Manfred Schütz: Hallo, da sind sehr viele Studierende. Die sind schon ein paar Tage hier und besetzen das Audimax. Es ist wirklich sehr interessant zu beobachten, wie das Ganze verläuft. Kommt auch zum nächsten Vortrag!

Ni: Hallo, hier im Audimax sind die Studierenden hitzig! Abwechselnde Auftritte, Diskussionen, verschiedene Reden, verschiedene Vorträge, Demonstrationen, usw. Die Studierenden fordern den Staat auf, die Situation, die uns nicht gefällt, zu ändern! Der Ursprung war bei der Votivkirche. Im Votivpark haben viele Studierende diskutiert und wünschten sich eine Demonstration, was zur Besetzung des Audimax führte. Jetzt sind seitdem vier Tage vergangen. Seit Donnerstag sind die Studierenden im Audimax, schlafen auch hier, halten verschiedene Programme und Vorträge ab.

Warum diese Situation?

Den Studierenden gefällt es nicht und deshalb der Zorn und die Wut. Es sind mehrere Punkte: Die Bildung auf der Universität ist für alle da. Warum muss die Reglung geändert werden? Die Aufnahmeprüfung für Studierende, Beschränkung der Studienplätze, auch die Studiengebühr, die Zahlung ist nicht transparent. Auch die Änderung der Studienpläne von bestehenden Diplomstudienplänen zu Bakk & Masterstudienplänen verläuft nicht ganz korrekt und das gefällt vielen Studierenden nicht!

Das sind einige der vielen Punkte gewesen, darum hier die Versammlung und die Studierenden fordern Änderungen und der Staat soll darauf schauen. Geplant wird auch eine Demonstration, hier sind viele Arbeitsgruppen aktiv z. B. Frauen & Lesben, Arbeitsgruppe: Küche, Arbeitsgruppe: Presse & Medien und so weiter. Die hörenden Studierenden sahen auch, dass es viele gehörlose Studierende gibt und dachten sich, warum nicht? und haben auch die Arbeitsgruppe "Barrierefreies Studieren" gegründet.

Die beiden Gehörlosen, ... nein ... Hörende sind die beiden, haben Gebärdensprachkompetenz und möchten mit uns zusammenarbeiten und haben auch alle weiteren informiert über VÖGS und es läuft gut. Wer sind die beiden? Antonia und Floh, die beiden sind aktiv. Und toll, dass sie die Arbeitsgruppe unterstützten. Heute wurden die Forderungen aller Arbeitsgruppen präsentiert.

Wir warteten und warteten, was präsentiert werden würde und da wurde gefordert: "Barrierefreie Universität". Wir freuten und freuen uns, dass wir mitmachen können. Wir werden die nächsten Tage bei der Kundgebungen dabei sein und auch auf der Demonstration!

Weitere Informationen:
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Barbara Levc · 27. Oktober 2009 16:47 Uhr

Ich glaube es ist wichtig das Studierende mit Behinderung sich an Aktionen wie der momentanen beteiligen und mit ihren Forderungen sozusagen öffentlich sichtbar werden. Der VÖGS hat allen Grund zum Protest: Einem Pilotprojekt zur Unterstützung gehörloser Studierender in Wien wurde im letzten Augenblick vor dem Start die bereits zugesagte Finanzierung durch das BMWF verweigert.

Nik RIemer · 27. Oktober 2009 09:28 Uhr

@Lukas, das hat mir auch gewundert. Allerdings möchte ich hervorbringen, dass die Bildung der Arbeitsgruppe von "gebärdensprachige Studierende" ausging (ohne die von dir erwähnte Wörter dazwischen).

Lukas Huber · 26. Oktober 2009 20:32 Uhr

Sehr gut, dass die Bildung der Arbeitsgruppe "Barrierefreies Studieren" ausgerechnet von der Initiative gehörloser Studierende ausging. Wo sind behinderte Studierende? Immerhin ist da Uniability, jetzt wird sie auch aktiv, ist aus Twitter und Facebook zu erfahren. Da soll doch einer behaupten, gebärdensprachige gehörlose/hörbehinderte Studierende würden sich nicht für Barrierefreiheit interessieren.

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