Schriftgröße ändern in: groß · sehr groß
BIZEPS mobil
Twitter-Logo Twitter YouTube-Logo YouTube Facebook-Logo Facebook Flickr-Logo Flickr
Logo BIZEPS-INFO - Zur Startseite

BIZEPS-INFO > Nachrichten > Artikel

Text: ÖAR · 10. November 2009 22:29 Uhr

Bank - Raubritter

Schon bisher waren behinderte Menschen durch nicht barrierefreie Bankomaten benachteiligt; jetzt wollen sich Banken Diskriminierungen auch honorieren lassen.

Eingang einer Raiffeisenbank

Der Vorstoß der Raiffeisenlandesbank Tirol, für Bargeldabhebungen an Bankomaten der Konkurrenz eine zusätzliche Gebühr einzuheben, beschäftigt die Medien seit Tagen - von Seiten der Kunden und des Konsumentenschutzes hagelt es bereits heftige Proteste.

Ein Aspekt wurde in der öffentlichen Diskussion bisher allerdings überhaupt nicht erwähnt: Viele der bestehenden Geldausgabegeräte sind nicht das, was man gemeinhin unter "barrierefrei" versteht, behinderte Menschen - vom blinden Kunden bis zum Rollstuhlfahrer - können sich ihrer schlecht oder gar nicht bedienen.

Eduard Riha, Generalsekretär der ÖAR, stellt dazu empört fest: "Nicht nur, dass verschiedene Behinderungsgruppen schon bisher oft gewaltige Umwege in Kauf nehmen mussten, um an ein geeignetes Gerät und damit zu Bargeld zu kommen sollen sie nun auch noch Strafzölle bezahlen, wenn die eigene Bank es versäumt hat, ihre Dienstleistung allen Kunden zugänglich zu machen. Dieser Vorstoß der Raiffeisenlandesbank Tirol hat den Charakter mittelalterlicher Raubritterei.

Es wird zu prüfen sein, ob unzugängliche Dienstleistungen von Banken überhaupt noch mit bereits geltenden österreichischen Rechten vereinbar sind. Wird dieses mangelnde Angebot dann auch noch mit zusätzlichen Gebühren befrachtet, dann stellt das zweifelsfrei den Tatbestand von Diskriminierung dar."

Die Raiffeisenlandesbank Tirol ist aufgefordert, sich mit diesem Aspekt auseinander zu setzten und befriedigende Antworten zu liefern.

Weitere Informationen:
Speichern bei: Linkarena Logo Logo del.icio.us Logo Mister Wong Logo YIGG

  FORUM - Ihre Meinung zum Artikel:



 


 
-


Mag. Michael Krispl · 13. November 2009 09:28 Uhr

Als selbst blinder Bankkunde und Präsident des Vereines Blickkontakt kann und muss ich gegen die Vorgangsweise der Raiffeisen Landesbank Tirol auf´s Entschiedenste protestieren, denn schon die Nutzung von Bankomaten ist blinden KundInnen nicht selbstständig möglich, da sowohl die Menüführung ständig unterschiedlich ist als auch die Meldungen nicht für blinde Menschen erfassbar sind. Diese diskriminierende Dienstleistungsgestaltung ist allein schon inakzeptabel, sie aber auch noch kostenpflichtig zu machen, ist die Krone der Ungeheuerlichkeit.

josef fraunbaum · 12. November 2009 09:18 Uhr

wie fragte bert brecht: "was ist ein einbruch in eine bank gegen die gründung einer bank?"

meia · 11. November 2009 18:33 Uhr

Abgesehen von der berechtigten Kritik der nicht barrierefreien Bankomaten von ÖAR Generalsekretär Eddi Riha.

Unter Finanzminister K.H. Grasser (FPÖ/ÖVP) der schon als Finanzminister "Werbung" für "Raiffeisen" machte, preschte die RAIKA seinerzeit mit Bankomat-Gebühren von 50 Cent pro Bankabhebung vor. Die anderen Banken winkten damals schon ab. Jetzt kostet eine Bankomatabhebung für RAIKA-Kunden bei Fremdbankomaten in Tirol 60 Cent. Tja-die Werbeträger von der Raiffeisenbank kosten sehr viel Geld. Von Herrmann Meier bis Marcus Rogan.

Aber auch bei Sparkarten (mit Bankomatfunktion) ist die Raiffeisen an Gebühren führend, vier Euro per Anno - das bedeutet, ca. 15.000 Euro müsste man auf so eine "Sparkarte" bei den momentanen Bankzinsen legen um "Breakeven" zu sein, damit keine Kosten für den Sparer entstehen.

Die BAWAG bietet ebenfalls eine "Sparkarte" mit Bankomatfunktion an (3 Euro per Anno - ca 12.000 Euro - Breakeven)

Bei den meisten Banken ist so eine Sparkarte gebührenfrei. Die EU-klagt die "Österreichische Banken" an, da sie viele versteckte uneinheitliche nicht vergleichbare Gebühren den Kunden verrechnen. Wie lange noch Herr Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Herr Finanzminister Josef Pröll (ÖVP)?

anonym · 11. November 2009 14:40 Uhr

Wenn die Vergeudung von 50 % des EU-Budgets für die Landwirtschaft endlich einstellt, trocknet auch die Gier unter dem Giebelkreuz aus!

fw · 11. November 2009 14:38 Uhr

Raff-Eisen - ein wahrhaft christliches Institut. Widerwärtige Heuchler machen dann Wallfahrten nach Mariazell. Christliche Worte - unchristliche Taten! Frömmler und Heuchler, die Christus aus dem Tempel (bzw. der Bank) geworfen hätte.

Das Forum ist für jeden zugänglich und soll eine offene und demokratische Diskursplattform sein. Ihr Diskussionsbeitrag soll thematisch in Bezug zum Artikel stehen. Bitte bleiben Sie kurz und sachlich. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge und behält sich bei Bedarf das Recht vor Beiträge zu kürzen und themenfremde, krass unsachliche, rechtswidrige oder moralisch bedenkliche Beiträge zu löschen.

Navigation:

Nachrichten

Aktuell
Bild der Woche
Forum
Newsletter
Suche
Artikel in Österreichischer Gebärdensprache Videos in ÖGS
Zeitung

Mediadaten

Information

Service

BIZEPS


Werbung kobinet-nachrichten

Bild der Woche und Werbung:

Bild der Woche

Symbolbild des Bildes der Woche
 

Werbung

Beim Preisvergleich Österreich findet man zwar keine Högeräte oder Rampen, aber Pflege für den Computer ist auch sehr wichtig.
Der Toner im Kopierer hilft beim