Bank - Raubritter
Schon bisher waren behinderte Menschen durch nicht barrierefreie Bankomaten benachteiligt; jetzt wollen sich Banken Diskriminierungen auch honorieren lassen.
Ein Aspekt wurde in der öffentlichen Diskussion bisher allerdings überhaupt nicht erwähnt: Viele der bestehenden Geldausgabegeräte sind nicht das, was man gemeinhin unter "barrierefrei" versteht, behinderte Menschen - vom blinden Kunden bis zum Rollstuhlfahrer - können sich ihrer schlecht oder gar nicht bedienen.
Eduard Riha, Generalsekretär der ÖAR, stellt dazu empört fest: "Nicht nur, dass verschiedene Behinderungsgruppen schon bisher oft gewaltige Umwege in Kauf nehmen mussten, um an ein geeignetes Gerät und damit zu Bargeld zu kommen sollen sie nun auch noch Strafzölle bezahlen, wenn die eigene Bank es versäumt hat, ihre Dienstleistung allen Kunden zugänglich zu machen. Dieser Vorstoß der Raiffeisenlandesbank Tirol hat den Charakter mittelalterlicher Raubritterei.
Es wird zu prüfen sein, ob unzugängliche Dienstleistungen von Banken überhaupt noch mit bereits geltenden österreichischen Rechten vereinbar sind. Wird dieses mangelnde Angebot dann auch noch mit zusätzlichen Gebühren befrachtet, dann stellt das zweifelsfrei den Tatbestand von Diskriminierung dar."
Die Raiffeisenlandesbank Tirol ist aufgefordert, sich mit diesem Aspekt auseinander zu setzten und befriedigende Antworten zu liefern.
Weitere Informationen: Gleichstellung
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Mag. Michael Krispl · 13. November 2009 09:28 Uhr
josef fraunbaum · 12. November 2009 09:18 Uhr
meia · 11. November 2009 18:33 Uhr
Unter Finanzminister K.H. Grasser (FPÖ/ÖVP) der schon als Finanzminister "Werbung" für "Raiffeisen" machte, preschte die RAIKA seinerzeit mit Bankomat-Gebühren von 50 Cent pro Bankabhebung vor. Die anderen Banken winkten damals schon ab. Jetzt kostet eine Bankomatabhebung für RAIKA-Kunden bei Fremdbankomaten in Tirol 60 Cent. Tja-die Werbeträger von der Raiffeisenbank kosten sehr viel Geld. Von Herrmann Meier bis Marcus Rogan.
Aber auch bei Sparkarten (mit Bankomatfunktion) ist die Raiffeisen an Gebühren führend, vier Euro per Anno - das bedeutet, ca. 15.000 Euro müsste man auf so eine "Sparkarte" bei den momentanen Bankzinsen legen um "Breakeven" zu sein, damit keine Kosten für den Sparer entstehen.
Die BAWAG bietet ebenfalls eine "Sparkarte" mit Bankomatfunktion an (3 Euro per Anno - ca 12.000 Euro - Breakeven)
Bei den meisten Banken ist so eine Sparkarte gebührenfrei. Die EU-klagt die "Österreichische Banken" an, da sie viele versteckte uneinheitliche nicht vergleichbare Gebühren den Kunden verrechnen. Wie lange noch Herr Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Herr Finanzminister Josef Pröll (ÖVP)?
anonym · 11. November 2009 14:40 Uhr
fw · 11. November 2009 14:38 Uhr