Schriftgröße ändern in: groß · sehr groß
BIZEPS mobil
Twitter-Logo Twitter YouTube-Logo YouTube Facebook-Logo Facebook Flickr-Logo Flickr
Logo BIZEPS-INFO - Zur Startseite

BIZEPS-INFO > Nachrichten > Artikel

Text: kobinet-nachrichten · 15. Mai 2010 06:38 Uhr

Kein Menschenrecht auf Sonderschule

Es gibt kein Menschenrecht auf Sonderschule. Der Anspruch auf Wahlfreiheit wurde in den Vorbereitungsgremien zur Behindertenrechtskonvention abgelehnt.

Artikel tweeten

UNO-Flagge mit angedeutetem Gesetzestext

So lauteten nach Informationen des niedersächsischen Landesbehindertenbeauftragten, Karl Finke, die beiden Aussagen von Professorin Theresia Degener auf der Tagung des Deutschen Studentenwerks zum Thema "Eine Hochschule für alle" in Berlin. Professorin Theresia Degener ist selbst schwerbehindert und war als deutsche Expertin an der Erarbeitung der UN-Behindertenrechtskonvention in New York beteiligt.

"Der Unterschied zwischen integrativer und inklusiver Bildung ist nicht gravierend. Fest zu halten ist, dass in den Vorbereitungsgremien zur Behindertenrechtskonvention Forderungen nach einem Menschenrecht auf Sonderschule sowie die Festschreibung der Wahlfreiheit abgelehnt wurden", so Karl Finke. Inklusive, gemeinsame Systeme unter anderem im Bereich der Bildung und im Bereich des Wohnens seien klare Ziele der Behindertenrechtskonvention. Deutschland habe sich dazu verpflichtet, diese Ziele aktiv durch angemessene Vorkehrungen umzusetzen.

"Die Behindertenrechtskonvention fordert die Selbstbestimmung und qualifizierte Mitbestimmung behinderter Menschen sowohl in der Präambel als auch dem Grundsatzkatalog in Artikel 3 und Artikel 29. Dies sind klar benannte Aufgaben, die in deutsches Recht umgesetzt werden müssen", so Karl Finke.

Grundlage dieser Aussage ist, dass weltweit alle behinderten Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. "Dies ist noch lange nicht gewährleistet", so Karl Finke. Eindeutig Position zugunsten der Teilhabe behinderter Menschen bezog auch der neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe. Er kündigte einen Arbeitsausschuss zu Fragen behinderter Menschen an. Dieser Ausschuss soll aus sechs Personen bestehen, ausschließlich behinderten Menschen.

"Wenn Hüppe erklärt 'Nichts über uns ohne uns’ und 'bei mir haben behinderte Menschen das erste Wort', dann sind dies klare Aussagen zugunsten behinderter Menschen im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention, die mich erfreuen", so Karl Finke.

Weitere Informationen:
Speichern bei: Linkarena Logo Logo del.icio.us Logo Mister Wong Logo YIGG

  FORUM - Ihre Meinung zum Artikel:



 


 
-


Das Forum ist für jeden zugänglich und soll eine offene und demokratische Diskursplattform sein. Ihr Diskussionsbeitrag soll thematisch in Bezug zum Artikel stehen. Bitte bleiben Sie kurz und sachlich. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge und behält sich bei Bedarf das Recht vor Beiträge zu kürzen und themenfremde, krass unsachliche, rechtswidrige oder moralisch bedenkliche Beiträge zu löschen.

Navigation:

Nachrichten

Aktuell
Bild der Woche
Forum
Newsletter
Suche
Artikel in Österreichischer Gebärdensprache Videos in ÖGS
Zeitung

Mediadaten

Information

Service

BIZEPS


Werbung kobinet-nachrichten

Bild der Woche und Werbung:

Bild der Woche

Symbolbild des Bildes der Woche
 

Werbung


Ninlil sucht Mitarbeiterin - hier Informationen