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Text: Martin Ladstätter · 26. Juli 2010 06:13 Uhr

Film "Das Bildnis eines behinderten Mannes" weiter erfolgreich

Ehrung um Ehrung heimst der Film über das Forschungsprojekt zu einem bemerkenswerten Bild ein. Auszeichnung bei SUPERFEST 2010 in Berkeley / Kalifornien.

Christine Riegler übernimmt Filmpreis Superfest 2010

"Das Bild ist deshalb einzigartig, weil es eines der ersten Bilder einer behinderten Person ist, das als persönliches Portrait gestaltet ist, wenn wir auch nicht wissen, wer dargestellt worden ist. Vorher - z. B. im Mittelalter - hat es viele Bilder von behinderten Personen gegeben, aber meist in einer typisierten Darstellung, wie: Lahme und Blinde neben Christus am Kreuz oder bei Breughel als Bettler, die nie als reale Personen erkennbar waren", erläuterte Prof. Volker Schönwiese im BIZEPS-INFO Interview.

Film schon mehrfach ausgezeichnet

In einem Dokumentarfilm zum transdisziplinären Forschungsprojekt "Das Bildnis eines behinderten Mannes" stellen Bernd Thomas von der Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien und Volker Schönwiese dar, wie sich die Projektgruppe mit den zahlreichen Fragen auseinandergesetzt hat, die das Portrait des unbekannten Mannes aus dem 16. Jahrhundert aufwirft.

Nachdem der Film schon beim "Canada's first international disability film festival" im Frühjahr einen Preis gewonnen hatte, folgte nun die nächste Auszeichnung im Gaia Arts Center beim "International Disability Film Festival" in Berkeley / Kalifornien.

Christine Riegler von Selbstbestimmt Leben Innsbruck nahm Anfang Juni 2010 den Filmpreis für die Forschungsgruppe "Das Bildnis eines behinderten Mannes" von der Leiterin des Festivals Liane C. Yasumoto (CDT/Superfest Director) entgegen und wies darauf hin, dass mehr als 400 Jahre niemand an dem Bild interessiert war.

Mit der Verleihung in Berkeley scheint die Erfolgsgeschichte des Dokumentarfilmes noch nicht zu Ende. Der Film wurde vom "4th Emotion Pictures Festival" in Athen/Griechenland, das vom 10.-12. September 2010 stattfinden wird, zur Vorführung ausgewählt".

Der Film ist eine international eher einmalige Erfolgsstory für die Kooperation von universitärer Forschung mit der Selbstbestimmt Leben Bewegung und ein perfektes Beispiel für "Disability Studies" und "Disability Culture", hält Schönwiese gegenüber BIZEPS-INFO fest.

Die Produktion wurde auch beim österreichweiten Kongress zum Thema "Persönliche Assistenz" von BIZEPS im April 2010 in Wien gezeigt.

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Vera Rebl · 4. August 2010 16:21 Uhr

Ihr habt die Auszeichnung verdient! Auch die Ausstellung hat mich sehr angesprochen.

Klaudia Karoliny · 30. Juli 2010 13:35 Uhr

Herzliche Gratulation, allen Beteiligten! Den Film in Lang- und Kurzversion auch schon selbst gesehen.

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