Seltsamer Abschluss bei Promi-Millionenshow für Licht ins Dunkel
Wer am 27.2. die Promi-Millionenshow sah, tappte nicht nur bei manchen Quizfragen im Dunkeln, sondern vor allem bei den etwas überhasteten Abschlusserklärungen einiger VertreterInnen von "Licht ins Dunkel".
"Wir werden heuer besser liegen als im Vorjahr, trotz Krise und publizistischer Miesmacherei", erklärte der Präsident von Licht ins Dunkel KR Erik Hanke am Ende der Sendung, ohne dabei näher zu beleuchten, was er konkret mit "publizistischer Miesmacherei" meinte.
Nach diesem rätselhaften Statement des Präsidenten von Licht ins Dunkel fragte Armin Assinger einen Rollstuhlfahrer, der neben dem großen Moderator ziemlich klein wirkte: "Hans-Jürgen, Du vertrittst die Community, die auch von Licht ins Dunkel unterstützt wird. Wie ist Dein Eindruck über die Sendung heute betreffend der Spenden?", und legte ihm dabei von oben wohlwollend die Hand auf die Schulter.
Der befragte Rollstuhlfahrer betonte darauf hin, dass das Geld von Licht ins Dunkel wirklich effektiv eingesetzt wird und damit behinderten Kindern und Familien in Not geholfen wird. "Licht ins Dunkel ist nicht nur eine Spendenaktion, sondern ermöglicht Menschen in ein neues Leben finden zu können", meinte er wortwörtlich.
Nachdem in diesen Statements viele Fragen offen blieben, versuchten wir selbst Antworten zu finden. Erst nach intensiver Recherche im Internet fanden wir heraus, dass es sich bei dem Rollstuhlfahrer, dem Armin Assinger die Hand auflegte, um Hans-Jürgen Groß handelt, der Landesobmann des ÖZIV Burgenland ist.
Was dem von ihm angesprochenen effektiven Einsatz der Gelder von Licht ins Dunkel betrifft, so geht aus dem Rechenschaftsbericht 2010/2011 des Vereins Licht ins Dunkel hervor, dass 400 Projekte aus der Sozial- und Behindertenhilfe unterstützt wurden und 3.792 Familien mit 11.370 Kindern. Allerdings haben die Familien und Kinder insgesamt nur € 1.698.378,35 erhalten, während die 400 Projekte aus der Sozial- und Behindertenhilfe mit € 7.008.714,28 unterstützt wurden.
Weiters geht aus dem Rechenschaftsbericht hervor, dass für Fundraising nicht weniger als € 460.160,86 von Licht ins Dunkel-Gelder eingesetzt wurden und die Abwicklung der Soforthilfe sowie die Abwicklung der Projekte und der Verwaltungsaufwand samt angefallenen Bankspesen insgesamt € 634.797,26 verschlangen. Ob dies effektiv ist, soll jede Spenderin und jeder Spender selbst beurteilen.
Zweck des caritativen Vereines "Licht ins Dunkel" ist die materielle und ideelle Unterstützung von behinderten Kindern und deren Familien, von Geburt an geistig und körperlich behinderten Menschen in Österreich, sowie die Förderung der statutenmäßigen Zielsetzung seiner Mitglieder.
Sieben große Organisationen sind seit 1989 Mitglieder des Vereins "Licht ins Dunkel": Lebenshilfe Österreich, "Rettet das Kind", Österreichische Kinderdörfer, Österreichische Kinderfreunde, Österreichisches Komitee für UNICEF, Caritas Österreich und Diakonie Österreich.
Jeder Mensch kann zum Spendenwesen seine eigene Meinung haben. Wir jedenfalls wünschen uns, dass der ORF mehr Wert auf die Darstellung von Menschen mit Behinderung als gleichberechtigte und vollwertige Mitglieder dieser Gesellschaft legt. Als gutes Beispiel könnte die "Aktion Mensch" dienen, die - in einem längeren Prozess und in Zusammenarbeit mit ExpertInnen in eigener Sache, nämlich mit kompetenten Betroffenen - ihr Wirken sowohl nach innen als auch nach außen zugunsten einer ‚inklusiven Sichtweise‘ verändert hat.
Eine knappe Woche kann die Promi-Millionenshow noch auf tvthek.orf.at nachgesehen werden. Uns hat jedenfalls der Abschluss mehr als peinlich berührt.
Weitere Informationen: Medien - beh. Menschen
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anna Meier · 26. Dezember 2012 11:47 Uhr
Martin Ladstätter · 2. März 2012 16:37 Uhr
Zweitens ist die erwähnte Soforthilfe eigentlich ein sehr, kleiner Teil der Geld. (Heuer knapp 17 % - siehe: http://lichtinsdunkel.orf.at/?story=3604)
Und Drittens sollte man mal genau schauen, was da so bezahlt wird. Nicht selten sind es einfach Hilfsmittel (!), die eigentlich die Sozialversicherung bzw. Behindertenhilfe zahlen sollte - aber nicht mehr zahlt bzw. nicht selten auch Ausstattungen für Heime.
Das meiste Geld läuft in "Projekte". Im Behindertenbereich verteilt dieses Geld die ÖAR. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, warum bei manchen so emotional reagiert wird. Dies beschränkt sich übrigens nicht nur auf den ÖZIV. Auch bei der Lebenshilfe ist Licht ins Dunkel - ob der Gelder, die man bekommt - ein heißes Thema.
Sabine Pfeiffer · 2. März 2012 14:04 Uhr
Sie berufen sich in ihren Statements immer darauf, wie schlecht doch der Bericht von Fr. Karoliny recherchiert ist. Nun darf ich Ihnen dasselbe vorwerfen, sonst wüßten Sie, dass es sich bei Fr. Karoliny um eine der Vorreiterinnen der Selbstbestimmt-Leben Bewegung in Oberösterreich handelt. Somit ist ihre Aussage, dass sie es nicht geschafft hat irgendetwas positives für Menschen mit Behinderung geschafft zu haben, bereits entkräftet. Zudem darf ich sie weiters darauf hinweisen, dass Fr. Karoliny den ORF-Greinecker Preis für Zivilcourage 2010 erhalten hat - soviel zum Vorwurf Komplexe verdecken zu müssen, nicht medial vertreten zu sein. Ich kenne und schätze das Engagement von Fr. Karoliny seit Jahren, vieles ist nicht zuletzt durch ihren Einsatz bewegt worden.
Hundertprozentig recht geben möchte ich Ihnen bei Ihrer Feststellung, dass sich die Interessensvertretungen für Menschen mit Behinderung nicht gegenseitig gekämpfen sollen. Ich finde es immer wieder schade, dass es die verschiedenen Gruppierungen nicht schaffen gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Leider stehen Eifersüchteleien und persönliche Interessen der Vereine noch immer im Vordergrund.
Pepo Meia · 2. März 2012 13:50 Uhr
Sie wiederholen sich und Frau Karoliny hat mit den Worten Zitat:"Sorry, für die Falschmeldung" entschuldigt. Noch befremdlicher finde ich Ihre Argumentation, wörtlich: "Wenn man untereinander so vorgeht, darf man sich nicht wundern, wenn die Politiker das Pflegegeld, Mobilitätszuschüsse udgl. kürzen, weil wir sind ja damit beschäftigt sich gegenseitig das Brot vorm Mund wegzufressen." - Interne Differenzen haben mit der "Verarsche" von Behinderten Menschen und mit den politischen Maßnahmen gar nichts zu tun. Im Gegenteil: Der ÖZIV ist nicht fähig, eine schlagkräftige Demo gegen die radikalen Einschnitte im Behindertenbereich zu organisieren. Es hat nicht nur für mich den Anschein, dass sich der ÖZIV, der einer der größten Verbände im Behindertenbereich ist, mit staatlichen Zuschüssen und Spenden von "LID" zufrieden gibt. Dadurch schadet der OZIV der Behindertenbewegung, da es den Anschein erwecken könnte, sich durch diese Gelder mundtot zu machen. Übrigens zur Info: Frau Karoliny ist seit vielen Jahren in OÖ in der "Selbstbestimmt Leben Bewegung" (SLI) tätig und ist sicherlich keine Vertreterin des Laienjournalismus. Die SLI-Bewegung ist auch medial recht gut vertreten. Diskussionen beleben die Szene und sind ein wichtiger Teil des Demokratieverständnisses. Ihre Aussagen disqualifizieren Sie, Sprachrohr für behinderte Menschen zu sein und schaden letztlich auch damit dem Ansehen des ÖZIV´s.
Werner Wassicek · 2. März 2012 11:23 Uhr
Unfair ist die Tatsache, dass versucht wird mit Unwahrheiten den Komplex zu verdecken, es nicht geschafft zu haben, weder medial vertreten zu sein oder sonst irgendetwas positives für Menschen mit Behinderung geschaffen zu haben und sich dann aufzuregen darüber, dass vom "Hand-Auflegen" gesprochen wird oder es nicht der Mühe wert findet, wenn man schon einen Artikel schreibt, genaue Recherchen zu unternehmen. Das bringt böses Blut und das war von Anfang an beabsichtigt - Laien-Journalismus sollte für satirische Artikel verwendet werden, aber nicht auf einer Homepage, die eine "Anlaufstelle" für Informationen für Menschen mit Behinderung ist. Spätestens wenn Interessensvertretungen für Menschen mit Behinderung gegeneinander mit solchen Artikeln böses Blut erzeugen, muss man sich eingestehen, dass man nicht besser ist als die heimische Politik - dann wird der ÖZIV eben die Opposition, die etwas leistet und Kollegen wie die Frau Karoliny eben die Regierung, die etwas versucht, es augenschein falsch anpackt und nicht zugeben kann, dass sie etwas falsch gemacht hat. Ein einfaches "Sorry" entschuldigt diesen (im oberen Abschnitt) laienhaften Artikel nicht. Wenn man untereinander so vorgeht, darf man sich nicht wundern, wenn die Politiker das Pflegegeld, Mobilitätszuschüsse udgl. kürzen, weil wir sind ja damit beschäftigt sich gegenseitig das Brot vorm Mund wegzufressen.
Josef Smiler · 2. März 2012 09:46 Uhr
Das einzige was nicht gestimmt hat, war - und ich hab das auch nicht gewusst, da ich den Anfang nicht gesehen habe - dass Herr Gros vom ÖZIV Burgenland am Anfang der Sendung Millionenshow nicht vorgestellt wurde. Übrigens: In der Volkanwaltsendung hat mir Herr Gros sehr wohl gefallen, als "Kämpfer" für Barrierefreiheit in Eisenstadt.
Werner Wassicek · 2. März 2012 08:40 Uhr
"Hand-Auflegen" kenne ich grundsätzlich nur aus der Esoterik. Für mich wirkte es freundschaftlich, nicht herabwürdigend oder sonstiges. Professionell wäre es gewesen, wenn die Recherche (wie zu meiner Person, da gratuliere ich Ihnen) zum Text gestimmt hätte bzw. der Artikel etwas mehr Objektivität zu bieten hätte. Konzentrieren Sie sich bei Ihrem nächsten Artikel mehr auf den Wahrheitsgehalt und weniger um das Binnen-I und beenden Sie diese gerade einleitende Schmutzkübelkampagne gegen Menschen, die sich wirklich für Menschen mit Behinderung einsetzen als nur permanent zu bemängeln, wie schlecht nicht alles ist. Man sollte an einem Strang ziehen und sich nicht vom Neid fressen lassen sondern stolz sein auf Menschen, die etwas verändern können und auch wollen. Mit dem Finger zeigen und sagen, was schlecht ist, das kann jeder.
Blindwurm · 2. März 2012 07:31 Uhr
Wir sind da grundsätzlich einer Meinung. Das Gleichstellungsgesetz ist zahnlos und vom NAP kann man auch nicht viel erwarten.
Bloß: Forderungen die man stellt sollten für den Betroffenen eine Diskussionsgrundlage darstellen. Was hier gefordert wird ist dermaßen weit weg von dem, was im Moment in Österreich realistisch ist, dass es zu keiner konstruktiven Diskussion kommen kann. Das Huntsdorfer die Behindertenorganisationen bei den Verhandlungen für eine österreichweite PA nicht einbindet liegt aus meiner Sicht zumindest auch daran, dass die Vorstellungen welche die Vertretungen haben dermaßen weit weg von dem aus seiner Sicht realsierbarem und gewolltem sind, dass eine konstruktive Verhandlung ausgeschlossen ist. Ich glaube kein Prophet sein zu müssen um vorhersagen zu können, das die Lösung die 2015, oder auch etwas später, kommen wird, den an dieser Stelle oft geäußerten Vorstellungen nicht entsprechen wird. In Anbetracht dieser Tatsachen erscheint mir eine "Taktik der kleinen Schritte" wesentlich sinnvoller. Etwa in dem man dem ORF für die Verbesserung in der Darstellung von Behinderten, die es im Vergleich zu früher ja gibt lobt, und anschließend versucht das nächste Schrittchen zu tätigen. Das ist alles zwar zweifellos sehr traurig, aber Realität.
Thomas Stix · 1. März 2012 22:59 Uhr
der Artikel ist sehr gut. Und LID gehört abgeschafft!
Diese paar Millionen sind in der Gesamtsumme des Budgets für behinderte Menschen nur ein kleines Tröpfchen auf den heissen Stein. Dass wir behinderten Menschen für diesem kleinen Betrag Jahr für Jahr mit unserer Würde bezahlen müssen, ist nicht in Ordnung! Eine Organisation wie der ÖZIV sollte sowas durchschauen!
Herr Dr. Voget: Wirklich toll, dass der ORF mal auf die Idee kommt, behinderte Menschen im TV anders dazustellen wie vor 20 Jahren. OHNE Licht ins Dunkel könnte das noch viel effektiver geschehen, indem man z.B. eine Behindertenredaktion einrichtet mit einer wöchentlichen Sendung VON behinderten Menschen.
Schlupfwespe · 1. März 2012 18:52 Uhr
Hiemit mache ich meine Adoption für die Ihnen gelgten Eier ("Würmer") rückgängig.
Trotzdem mwünsche ich Ihnen für Ihre Zukunft als "Wespen"-Schmetterling das Beste.
Wurmwurm · 1. März 2012 16:48 Uhr
Stoppt die kalkulierte LID - Verarsche ! NOW and ever!
meia · 1. März 2012 15:33 Uhr
Klaudia Karoliny · 1. März 2012 15:13 Uhr
Kann es sein, dass Sie als Kassier des ÖZIV Burgenland besonders mit den "Finanzen" verbunden sind und deshalb Ihre Wahrnehmung auf das Bild von Menschen mit Behinderung in dieser Sendung getrübt ist? Ich oute mich hier als eine der Schreiberlinge, die offenbar die ersten paar Minuten der Sendung nicht aufmerksam genug gesehen hat, wo Hr. Groß vorgestellt wurde. Sorry, für die Falschmeldung! Professionell wäre es vom ORF trotzdem gewesen, wenn insbesondere am Ende der Sendung alle Personen und Funktionen der Sprechenden klar gestellt worden wären. Ich bin mir sicher, dass es viele ZuseherInnen gab, die nur den Schluss sahen, als sie auf die verspätete ZIB 22 warteten. Ganz abgesehen vom "Hand-Auflegen" und vom "Oben-herab" (Kamera+Einstellung?), was man sich hätte sparen können.
Blindwurm · 1. März 2012 13:50 Uhr
Wenn Geld gebraucht wird, und das ist im Behindertenbereich nun mal so, ist eine gewisse Vermarktung einfach erforderlich! Und die muss halt so sein, dass sie möglichst auch der letzte Hilfsarbeiter versteht. Und vor allem betrifft das ja nicht nur uns. Wenn man hier mitliest bekommt man den Eindruck nur Behinderte werden "vermarktet". Letzte Woche war der Landeshauptmann bei uns in der Firma zu Besuch. Dem haben natürlich alle erzählt wie toll sie finden, was er macht, obwohl manche ihm gerne gehörig die Meinung gesagt hätten. Und warum? Weil das einfach dazugehört und das Meinung sagen berufliche Konsequenzen hätte! Und so ähnlich sieht es mit dem Rollifahrer in der Sendung aus. Das Lob für die Aktion ist eben "part of the game". Warum wird er hier so kritisiert, nur weil er das tut, was das System eben verlangt? Und außerdem: Ich bin sicher einige hier nutzen mit Freude die Integramaus. So weit mir bekannt ist hätte diese ohne Untersützung von LID gar nicht entwickelt werden können. Aus meiner Sicht dürfte keiner jener die hier dermaßen stark LID kritisieren die Integramaus nutzen. Hören wir doch endlich damit auf zu versuchen "ein Schigebiet in der Wüste" bauen zu wollen in dem wir etwas fordern, was bei den gegebenen Strukturen völlig Abseits von jeder Realität ist. Ich wiederhole zum fümften Mal den Vorschlag, der hier vor 4 Jahren gemacht wurde und den ich absolut toll finde. Wahrscheinlich wird zum fümften Mal niemand darauf eingehen: Verlangen wir doch eine von LID finanzierte Beratungsstelle für behinderte mit erstklassigen Juristen. Da hätten alle Seiten was davon!
Nachhelfer · 1. März 2012 13:00 Uhr
"Sie strebte etwas ganz Anderes an. Die Einen sagen dies, die Anderen das. Die Meisten stimmten seiner Meinung zu."
Josef Smiler · 1. März 2012 12:59 Uhr
Thal Iwan · 1. März 2012 12:46 Uhr
Sg Beauftragte!
Dass Ihr "Anzipf" unpol-arisiert, ist nichts Neues. Die Eine hat darin aber noch immer eine Entwürdigung von Menschen, die zu armen Othografie-Hascherln degradiert werden, die Nach-Hilfe brauchen. Für die anderen ist es keine gute Möglichkeit, auf die Anliegen von Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen, indem frau sich primitivst istrumentalisieren lässt.
Werner Wassicek · 1. März 2012 12:17 Uhr
Eine Sendung, welche im Hauptabendprogramm um 20.15 Uhr beginnt, hat womöglich von Anbeginn an mehr Zuseher als gegen Ende hin, überhaupt, wenn diese bis 23.00 Uhr angesetzt ist. Es wird im Artikel ganz klar darauf hingewiesen, dass von einem nicht vorgestellten, unbekannten Rollstuhlfahrer gesprochen wurde, was grundsätzlich falsch ist und somit schlecht recherchiert wurde, was den restlichen Artikel ebenfalls - für mich - nicht glaubhaft macht. Wenn schon ganze Absätze von Anfang an schlichtweg falsch sind, wer sagt mir dann, dass der Rest halbwegs der Wahrheit entspricht?
Natürlich gibt es in Österreich (noch) eine Meinungsfreiheit - ob das der Grund ist, weshalb Sie unter einem Pseudonym schreiben?
anonym · 1. März 2012 11:58 Uhr
Klaus Voget · 1. März 2012 11:47 Uhr
Die oftmals an LID geäußerte Kritik hat ganz offensichtlich positive Wirkung gezeigt: die Berichterstattung des ORF zum Thema Menschen mit Behinderungen hat sich verbessert, indem die Betroffenen verstärkt einbezogen und gehört werden.
Gerade in Zeiten sinkender Sozialbudgets ist LID auch ein Zeichen der wachsenden gesellschaftlichen Solidarität.
Der ÖZIV wird sich natürlich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Politik ihre Verantwortung wahrnimmt und die Anliegen von Menschen mit Behinderungen nicht vergessen werden.
Doris Becker-Machreich im Auftrag von Dr. Klaus Voget, Präsident des ÖZIV
anonym · 1. März 2012 11:07 Uhr
Nur wegen der Tatsache, dass Herr Groß ganz zu Beginn der Sendung vorgestellt wurde, zu behaupten, der Artikel sei eine Ansammlung von Falschinformation und schlecht recherchierten Fakten, ist wohl
keinesfalls gerechtfertigt oder fundiert.
Man kann erstens nicht voraussetzen, dass sich alle Menschen die Promi-Millionenshow, die mehrere Stunden gedauert hat von der ersten Sekunde ansehen und es wäre sicher angebracht gewesen für jene, die den Anfang der Sendung eben nicht mitbekommen haben, Herrn Groß vor seinem Statement am Ende der Sendung nochmal vorzustellen.
Zweitens entstammen die in dem Artikel angeführten Daten und Fakten ja direkt aus dem Rechenschaftsbericht von Licht ins Dunkel und wenn hier eine Ansammlung von Falschmeldungen gegeben wäre, dann würde das ja bedeuten, dass der Rechenschaftsbericht nicht richtig ist, wovon nicht auszugehen ist.
In Österreich herrscht Meinungsfreiheit und jeder soll sich seine eigene Meinung bilden.
Werner Wassicek · 1. März 2012 09:34 Uhr
liebe Bizeps-Gemeinde.
1. Sendungen oder Beiträge sieht man sich vollständig an, dann passieren nämlich nicht so gravierende Fehler wie in dem obigen Beitrag. Ich zitiere (ab Minute 1:05) "Und heute ist es mir wirklich eine große Freude einen ganz besonderen Besuch bei uns im Studio begrüßen zu dürfen nämlich Hans-Jürgen Groß. Er ist der Vizepräsident des Österreichischen Zivil-Invalidenverbandes. Servus Hans-Grüßen"
Wie ist es möglich, dass der Verfasser in seinem (scheinbar schlecht recherchierten) folgendes schreibt: "fragte Armin Assinger einen Rollstuhlfahrer, der nicht näher vorgestellt wurde und neben dem großen Moderator ziemlich klein wirkte:"
2. In einer Zeit, wo bei behinderten Menschen Geld eingespart wird, wo behinderte Menschen noch immer nicht gleichberechtigt behandelt werden und unsere Politiker das tatsächlich ignorieren bzw. ihnen das bewusst ist und sie selbst daran eine Mitschuld tragen, dass das so ist, sollte man sich freuen, dass der öffentlich-rechtliche einmal keinen Spendenaufruf für ferne Länder tätigt, sondern einmal auch Spenden für Menschen mit Behinderung öffentlich präsentiert und auch erklärt.
3. Der Artikel ist eine Ansammlung von Falschinformation und schlecht recherchierten Fakten in reißerischer Kronen Zeitung-Manier. Wer nur Schlechtes sieht, kann das Gute nicht erkennen und wird auch nichts erreichen - weder im Bereich Behinderung noch in einem anderen Bereich.
Traurig, wenn innerhalb der "Interessensvertretungen" mit Falschmeldungen versucht wird, gewisse Thematiken schlecht zu reden.
Aber wie sagt man so schön - Mitleid gibts umsonst, Neid muss man sich verdienen
In diesem Sinne
Josef Smiler · 29. Feber 2012 23:01 Uhr
Thomas Stix · 29. Feber 2012 21:05 Uhr
aber interessant ist doch, wie sich licht ins dunkel auf diese billige weise schon rechtfertigen muss... vielleicht fängt das gebäude doch langsam zu wackeln an. ich geb die hoffnung nicht auf, dass wir diese unsägliche aktion bald los sind.
Gerhard Lichtenauer · 29. Feber 2012 19:40 Uhr
Die Gesamteinnahmen von 'Licht ins Dunkel' gehen nur zu 15 bis 18 Prozent (2010/11: 16,45 Prozent) als Direkthilfe (Soforthilfe) an Betroffene Familien. Durchschnittlich sind das gerade mal ein paar hundert Euro (2010/11: 448 Euro) Einmal-Förderung je in existenzieller Not (meist Dauer-Not) geratene Familie mit durchschnittlich drei Kindern, also etwa 150 Euro je Kind (lt. Rechenschaftsbericht 2010/11)).
Mit dem Löwenanteil der Spendengelder werden diverse Projekte gefördert, die in den Jahresberichten der Spendenorganisation nachzulesen sind. Ein großer Teil davon dient faktisch der Entlastung des Staatshaushalts weil eigentlich öffentliche Pflichtleistungen und Förderungen greifen müssten.
Heiligt der Zweck die Mittel? Mit der Direkthilfe wird nur oberflächlich ein Eindruck von Hilfe vermittelt, die Probleme aber nicht an der Wurzel gepackt! Die tatsächliche Not von Familien mit behinderten Kindern (und Erwachsenen) wird dadurch sogar verschleiert.
Die öffentliche Meinung wird regelrecht immunisiert, "hast du noch nicht bei 'Licht ins Dunkel' um Hilfe angefragt?", ist eine typische Reaktion auf die Schilderung einer Notlage. Die Almosen-Kultur trägt nicht zu gesellschaftlichen Veränderungen bei, ja untergräbt sogar das natürliche Bedürfnis der Menschen zu helfen! Mehr: http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=8411
Josef Smiler · 29. Feber 2012 19:32 Uhr
bettina · 29. Feber 2012 18:27 Uhr
Gerhard Lichtenauer · 29. Feber 2012 18:20 Uhr