OÖ: Kontrollor warf behindertes Mädchen aus Zug - Eltern suchten stundenlang
Ausgesprochen peinlich ist den Bundesbahnen ein Vorfall, der sich kürzlich im Salzkammergut ereignet hat. Ein Zugbegleiter warf ein Mädchen aus dem Zug, weil es wegen seiner Behinderung keine Antwort geben konnte.
Das Mädchen beruhigte sich und begann zu erzählen. Bei der Fahrscheinkontrolle kurz nach Bad Ischl hatte sich herausgestellt, dass Johannas Vorteilscard vor drei Tagen abgelaufen war. Der Schaffner verlangte eine Aufzahlung, das Mädchen hatte aber zuwenig Geld bei sich. Und als die 16-Jährige auf seine Fragen keine Antwort gab, wertete der Zugbegleiter dies als Provokation und warf Johanna aus dem Zug. "Johanna hat immer gleich Angst und traut sich nichts sagen. Der Mann muss doch gemerkt haben, dass sie völlig verschreckt war", meint der Vater gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten.
Weitere Informationen: ÖBB
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Gertrude Sladek · 7. November 2009 12:45 Uhr
Sie meinten:
Verschreckt ist nicht gleich Behindert. Ausserdem, wenn Behindert warum nicht in Begleitung. Ich denke man kann den ZUB nicht für alles verantwortlich machen.
Ich sage und behaupte:
Auch "verschreckt" ist situativ eine Behinderung! Waren Sie in Ihrem Leben schon einmal verschreckt? Ich kann es mir schwer vorstellen, dass es irgendjemanden gibt, der dieses Gefühl nicht kennt. Daher müsste man es sehrwohl wissen, als auch das - wenngleich ein mitunter vorübergehender Zustand - so doch behindernd für adäquates Verhalten ist.
Die Sache mit der abgelaufenen Vorteilscard sehe ich allerdings auch tatsächlich im Verantwortungsbereich der Eltern angesiedelt.
Das jetzt, was noch von Ihnen kam, ist jedoch das typische Gesellschaftsgesülze in dessen Anlehnung es sich so genial von jeglicher Verantwortung humanitärem Handelns entbinden lässt:
Immerhin hat er nur hat er eine ZUB Ausbildung und keine medizinische oder pädagogische.
Benötigt man eine medizinische oder eine pädagogische Ausbildung, um die Stresssituation einer jungen Frau als solche zu orten und adäquat hierauf zu reagieren?
Wenn das tatsächlich Ihre Meinung ist, dann haben Sie die Menschheit somit entmündigt. Ich weiss es nicht, ob der verantwortungsbewusste, rücksichtsvolle und sozial kompetente Anteil der Menschheit als solcher mit Ihrer Meinung so glücklich ist.
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Gerhard B. · 4. November 2009 14:03 Uhr