Ein Hauch von Gefühl
Mit der Fotoausstellung zum Thema "weiblich, behindert, sinnlich" wird ein Beitrag zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung auf unkonventionelle Weise umgesetzt.
Die Fotoausstellung von Frauen mit Behinderung soll aufmerksam machen und ein Gefühl dafür vermitteln, dass Sinnlichkeit ein weites Feld der persönlichen Wahrnehmung ist und darin jeder Mensch seine "eigenen Bilder" im Kopf trägt, die, wenn sie mit Behinderung, Bewegungslosigkeit, Abhängigkeit und Andersartigkeit gepaart sind, scheinbar nicht zu unserem Bild von Sinnlichkeit, Erotik, Lust, Leidenschaft und Sexualität passen, sondern befremden, Angst machen und Ablehnung erzeugen.
Damit wollen wir brechen und durch "sinnliche Bilder" von Frauen mit Behinderung zu einer Veränderung der Sichtweisen und Denkmuster beitragen.
Da behinderte Frauen durch ihr Behindertsein und Frausein doppelte Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren, geben wir im besonderen der "Frau mit Behinderung" den Vorzug, um Vorurteile, Wertigkeiten und Maßstäbe einer perfekten und schönen Frau, die scheinbar niemals eine Frau mit Behinderung sein kann, neu zu setzen.
Die Ausstellung soll unsere Sinne aufwecken, entdecken und verwöhnen.
Vernissage am Dienstag, 2. Dezember 2003 um 19.30 Uhr in der Rotunde der Salzburg AG, Bayerhamerstr. 16, 5020 Salzburg
Eröffnung der Ausstellung durch LH-Stv. Gabi Burgstaller
Ausstellungsdauer: 3. bis 17. Dezember 2003
Geöffnet: MO - DO 8.00 - 17.00, FR 8.00 - 15.00 Uhr
Info und Kontakt:
Andrea Mielke Tel. 0662/642924 und 0699/17711701
Andreas Hauch Tel. 0699/10139625, photo.hauch@salzburg.co.at
Weitere Informationen: Medien - beh. Menschen
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Regine · 15. Mai 2008 09:21 Uhr
Hans · 28. Oktober 2007 21:54 Uhr
Ich bin Bildhauer und Künstler, auch mit eigenen Bildern im Kopf, vielleicht können wir gemeinsam was machen. Ich bin mal gespannt ob ich wieder was höre, denn können mir mal auf einem Kaffee gehen.
Vera Rebl · 15. Dezember 2003 13:20 Uhr
Salzburg kommen, würde mich aber sehr freuen, wenn die Ausstellung auch nach Wien kommt!
Koch Heidi · 23. Oktober 2003 08:12 Uhr
Mag. Stefanie Mimra · 22. Oktober 2003 12:35 Uhr
Ihr Artikel hat mich an eine TV-Bericht über Fotos von narben erinnert. Es wurden einfach Narben verschiedenster Art fotografiert und ausgestellt, eben auch um zu demonstrieren, dass "Schönheit" ein manipulierte Gut ist (also was Medien als schön vorgeben, gilt), bzw. dass das als schön gilt, was man gewöhnt ist, was man eben am häufigsten sieht. "Behindert sein ist auch normal" (finde ich einen absolut super Ausspruch) aber eben seltener und von daher ungewohnter fürs Auge.
In diesem Sinn danke für Euren Beitrag und ich freu mich auf die Vernissage!
Stefanie Mimra
P.S. Nur weil jemand anders ("seltener" gefällt mir besser!) aussieht ist das kein Indiz dafür, dass er/sie weniger wert ist!
Außerdem wird der eigentliche selbstwert NICHT duch andere bestimmt. Aber das ist vermutlich der schwierige Weg für viele Menschen, sich aus dieser Abhängigkeit vom anderen zu lösen)