Gehörlose Menschen in Österreich
In der November-Ausgabe von BIZEPS-INFO brachten wir einen Überblick zum Thema "Anerkennung der Gebärdensprache in Europa" Wie steht es damit in Österreich?

In Österreich leben ca. 8000 Menschen vollkommen gehörlos und weitere 10.000-15.000 so hochgradig schwerhörig oder ertaubt, daß ihnen eine Verständigung allein über das Gehör auch mit Hörhilfe kaum möglich ist.
In den "Rahmenbestimmungen für die Herstellung einer Chancengleichheit für Behinderte" wurde von der UNO im Dezember 1993, daß Recht der Gehörlosen, sich jeweils in ihrer nationalen Gebärdensprache auszudrücken verankert.
Im Europäischen Parlament wurde die Anerkennung der Gebärdensprache schon 1988 einstimmig beschlossen und die Mitgliedsländer aufgefordert, alle noch bestehenden Hindernisse für die Benutzung der Gebärdensprache zu beseitigen.
Die Tatsache, daß die österreichische Gebärdensprache bis jetzt nicht als offizielle Sprache gehörloser Menschen anerkannt ist und gehörlose Menschen nicht in angemessener Weise über Gebärdensprachdolmetscher verfügen, schränkt sie fundamental in ihren Grundrechten wie etwa der Menschenwürde, Gleichheitsgrundsatz, Bildungs- und Meinungsfreiheit ein.
Österreich hat einen erheblichen Rückstand gutzumachen und scheint den Vorgaben von UNO und EU nicht Folge leisten zu wollen.
Der entscheidendste integrationspolitische Schritt wäre zweifelslos die Anerkennung der Gebärdensprache als offizielle Minderheitensprache.
Bei der gesetzlichen Anerkennung würden die Sonderrechte die größte Bedeutung haben. Es handelt sich hier dabei um die Rechte auf Gebrauch der eigenen Sprache auch im Verkehr mit Behörden, um Rechte auf dem Gebiet des Unterrichts- und Erziehungswesens und der Kultur.
Weitere Informationen: Gebärdensprache Europa, Gebärdensprache
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Alime korkmaz · 14. Jänner 2010 16:37 Uhr
Guten Tag!
Warum sind die Leute schüüchtern,wegen die Gebärdensprache,obwohl es nicht so schlimm ist?Ich bin selber hochgradig Schwerhörig und ich will mehr über die Gebärdesprache lernen,aber ich kann sehr gut, weil ich 13Jahren mit Gehörlosen gemischt in die Schule gegangen bin. trotzdem will ich besser die Sprache lernen für mein Zukunftige beruf als Altenpflege oder für Behinderten Leute zu arbeiten und Unterhalten.Danke für Verständnis
Reichl Ingomat · 10. Juli 2009 21:37 Uhr
Endlich und Gott sei Dank, jetzt haben wir die Gehörlosen und Schwerhörige eine neue Abgeordnete Jarmer Helene im Parlament. Vielleicht kann sie die die extrem Schwierige Barriere beseitigen kann. Vielleicht können die Gehörlosen etwas von der grosse Belastungen wegbringen, z. Beisp. Erleichterungen bei der Bildung für alle Gehörlosen von Jung bis alt ... Oder Zugang der Rechtslage bei der Gericht. Verständnis in der Öffentlichkeit, wir alle die Gl sind oft diskriminiert. Spott und Hohn müssen wir schwer immer ertragen ...
Die gesetzliche Bildungsgesetz vom 1880 in Mailand muss abgeschafft werden
Christian Rusch · 13. April 2004 23:09 Uhr
Ich habe heute folgende Nachricht aufgeschnappt: >>Der Programmanbieter
MGM Home Entertainment hat bei Untertiteln für
DVDs anscheinend Einsparpotenzial entdeckt. Ein Teil der ab Sommer erscheinenden
DVDs soll offenbar ohne deutsche Untertitel veröffentlicht werden. Wie eine
MGM-Sprecherin gegenüber dem Internetdienst "heise online" bestätigt habe, werde künftig im Einzelfall entschieden, ob deutsche Untertitel bei
DVDs eingesetzt werden. Bei größeren Titeln seien die Chancen auf deren Erhalt am besten. Bei den hörgeschädigten Filmfans stoßen die Pläne von
MGM jedoch auf massive Kritik.
Sylvia Korbel, Wien (ghl.) · 5. April 2003 12:15 Uhr
Vielleicht ist es einfach auch bloß die Angst vor dem Anderssein der Gehörlosen, die Angst vor dem Fremden? Weil Unbekannten. Neu ist für einen aber etwas nur am Anfang ...
Sylvia Korbel, Wien (ghl.) · 5. April 2003 12:12 Uhr
Hallo, Martina! Vielleicht haben alle jene, die so negativ über Gebärdensprache schreiben und reden in Wirklichkeit keine Ahnung von ihr. sich gar nicht richtig die Mühe gemacht, sich mit ihr und der Gehörlosenwelt und ihrer Kultur auseinanderzusetzen? Vielleicht sind es Berührungsängste oder Schwellenängste, die Macht der Gewohnheit des Hörens (und des sich daher In-der-Mehrheit befindens) oder schlicht Bequemlichkeit ... Auch ich lernte die
ÖGS erst einmal lautsprachebegleitend und als Erwachsene wie eine Fremdsprache und wie bei jeder anderen Fremdsprache war es auch hier nur eine Bereicherung für mich ;-)
Cadilek Martina · 27. März 2003 18:04 Uhr
Ich finde es bedauerlich, dass man sich nach wie vor die Frage stellt, ob es sinnvoll sei die Gebärdensprache als Sprache und nicht als Hilfsmittel anzunehmen. Ich habe die Gebärdensprache vor 10 Jahren gelernt und es niemals bereut. Ich bedauer es, dass nach wie vor in vielen Schulen für Gehörlose die Gebärdensprache verpöhnt ist. Wovor haben denn alle Jene Angst? Vielleicht dass auch sie noch lernen müssen?
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