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BIZEPS-INFO > Nachrichten > Artikel

Text: Martin Ladstätter · 23. März 2005 06:05 Uhr

Fall Gross: Mordverfahren könnte eingestellt werden

Für den Abgeordneten Karl Öllinger (GRÜNE) wäre dies ein "unrühmliches Ende eines jahrzehntelangen Justizskandals".

Heinrich Gross

Der Prozess gegen den NS-Arzt Heinrich Gross dürfte wegen seines "irreversibel verschlechternden Zustandesbildes" nach der Vertagung im März 2000 nun endgültig eingestellt werden. Dies geht - laut APA - aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Justizministerin Karin Miklautsch (FPÖ) hervor.

Gross gilt daher als nicht vernehmungsfähig. Ein Umstand, der mehrfach angezweifelt wurde, weil Gross nach der Vertragung bereitwillig Interviews gegeben hatte.

Abgeordneter Karl Öllinger (GRÜNE) kritisiert diese angekündigte Einstellung und spricht von einem "unrühmlichen Ende eines jahrzehntelangen Justizskandals". Er fordert Expertisen von anderen Gutachtern, weil alle vom selben Sachverständigen erstellt wurden.

Gross ist einer jener Ärzte, die an der Ermordung von behinderten Kindern in der NS-Euthanasieklinik "Am Spiegelgrund" beteiligt waren.

Nach dem Krieg forschte er weiter an den in Formalin gelagerten Gehirnen der NS-Opfer. Er war anerkannter Wissenschaftler und wurde von der SPÖ gefördert. Er erhielt das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, welches ihm allerdings im März 2003 aberkannt wurde. Bis 1998 war er der meistbeschäftigtste Gutachter des Landes.

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götterdämmerung · 4. Juni 2005 01:52 Uhr

Welch ein fürchterlicher Ausdruck, es gibt kein unwertes Leben. Jeder Mensch hat das Recht zu LEBEN, zu LIEBEN, Freude zu geben und zu nehmen. Aber kein Mensch hat das Recht über den Wert eines anderen zu bestimmen, gleichgültig, welcher Abstammung oder Glaubens jemand ist.

Peter Wladkowski · 14. April 2005 16:33 Uhr

Wer kann und will mir die Adresse von Heinrich Gross geben?

anonym · 24. März 2005 11:56 Uhr

gut erkannt ali, und so poetisch formuliert - etwas dunkel - verlier nur ja deinen humor und deine lebensfreude nicht

Ali · 23. März 2005 15:38 Uhr

War es anfangs nur das "psychiatrische" Dreigestirn Gross-Scrinzi-Wurst, das tlw. nach kindervernichtenden Berufskarrieren (Spiegelgrund, Wörtherseevilla...) ungestraft "erbbiologische" Lebendversuche an auserkorenen "Unwerten" unternahm, so prügeln sich laut österleichischem Justizministerium nunmehr bereits 195 (in Worten einhundertfünfundneunzig) "staatlich beeidete Sachverständige" für "Geisteskrankheiten" um ösi-gerichtliche Aufträge zur nachhaltigen Brandmarkung "Geisteskranker" hiezulande. Und sollte "gutächtlich-intelektuelles" Abspritzen der Killer-Docs nicht für ein nachhaltiges Auslöschen von Motivation und Hoffnung ihrer Opfer genügen, dann gibts es da noch immer genügend stramme (OGH)-richterliche Nachfahren der NS-Justiz, die durch diskriminierende rechtliche (Ab)wertungen jedem noch überbliebenem Funken Lebens-Licht hohnlachend den Garaus bereiten.

anonym · 23. März 2005 12:58 Uhr

tarnen - täuschen - heucheln - the same procedure than every time - wundert sich wirklich noch wer? das ist doch unsere TRADITION! vielleicht haben wir sogar die weltweit engsten stirnen - wir sollten einen wettbewerb diesbezüglich anregen - da könnt ma was gwinnen!

susanne · 23. März 2005 12:53 Uhr

noch immer nicht genug von aufgeplusterten, gefühlstoten, selbstherrlichen obrigkeiten und gesetzen? selbst ist der mensch! jedeR, die/der dieser gesellschaftsschichtbedeutung beimisst, hilft ihr, zu wachsen - logische sache der energien -ignorieren und selber auf uns schaun ist die devise - kann jemand nachvollziehen, was ich meine?

Manfred Srb · 23. März 2005 09:41 Uhr

Diesen Megaskandal haben wir vor allem der SPÖ zu verdanken, aber auch einer Justiz, die nichts hören, nichts sehen und die nicht sprechen wollte. Gott sei unserem Lande gnädig ...

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