Schon seit längerem lese ich die Aufrufe zur Unterstützung der Aktion "Nicht ins Dunkel"
Die Forderung nach der Einstellung der ORF-Aktion macht es mir endgültig unmöglich, meinen leichten Unmut für mich zu behalten.
Herr Huainigg wird als ÖVP-Mitglied genug Geld und Kontakte haben, um sich alle nötigen Unterstützungen zu organisieren. Bei Personen, die beispielsweise aufgrund einer Behinderung in Frühpension geschickt wurden, sieht es jedoch anders aus. (Ich selber kenne einen erblindeten Frühpensionisten, der nicht einmal die nötige Unterstützung für ein Mobilitätstraining bekommt). Der würde Hilfe von "Licht ins Dunkel" sofort annehmen. Und das verstehe ich auch. Denn es ist aus meiner Sicht immer noch besser, sich einmal "verkaufen" zu lassen, als lebenslänglich eine wichtige Unterstützung nicht zu haben.
Und die spendenden Firmen, machen dies natürlich nicht aus reiner Gutmütigkeit, sondern weil sie in der Öffentlichkeit profitieren wollen. (Wer die Großzügigkeit in den Chefetagen von Sony, Siemens und Co kennt, weiß, dass dort NICHTS verschenkt wird. Reiner Good-will darf da nicht erwartet werden).
Mein Vorschlag
Mein Vorschlag wäre eine Aktion mit einem konkreten Inhalt wie "Recht auf Unterstützung, auch für Pensionisten", oder so ähnlich. Die Forderung dieser Aktion könnte sein, dass auch Frühpensionisten ohne Diskussion eine gewisse Anzahl an Hilfsmitteln und Schulungsstunden finanziert bekommen.
Die Begründung könnte folgend lauten: Abgesehen von Bewahrung der Menschenwürde wäre dies für die Krankenkassen eine große Geldersparnis.
Es ist erwiesen, dass es unter Frühpensionisten einen enorm hohen Anteil an Alkoholikern gibt, welche wieder unnötig Kosten verursachen. Dieses Problem könnte sicher durch das Angebot von sinnvollen Aktivitäten zumindest verringert werden.
Mir fehlt bei "Nicht ins Dunkel" jedoch einfach das Konzept, wie der Verlust der finanziellen Mittel ausgeglichen werden kann und was genau erreicht werden soll.
Lange Rede kurzer Sinn
"Licht ins Dunkel" müsste eindeutig überarbeitet werden. Aber zuerst muss ein klares Alternativkonzept her, wie der Wegfall der finanziellen Mittel ausgeglichen werden kann und was eine Alternative sein könnte!
Weitere Informationen: Medien - beh. Menschen
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Daniel Miskulnig · 9. April 2008 07:56 Uhr
Thema Konzept: Bitte um Korrektur falls ich da falsch liege, aber die deutsche Aktion Mensch war meines Wissens nach nie eine reine Spendenaktion, sondern hat immer auch praktische Dienste geleistet, wie beispielsweise Veranstaltungen organisiert. Eine Aktion die LID, die jährlich rund 3 Monate läuft kann schwer Veranstaltungen organisieren deren Planung mindestens 6 Monate in Anspruch nimmt. Daher hinkt der Vergleich aus meiner Sicht. Und ich bin der Ansicht, dass unter allen Umständen geklärt werden müßte wie die bei einem Neukonzept vermutlich fehlenden Finanzen ersetzt werden können.
Zur Feststellung, dass die Aktion NID überhaupt nichts mit der politischen Funktion von Huainigg zu tun hat kann ich mir allerdings einen Kommentar nicht ganz verkneifen: Der ORF war zwischen 2000 und 2006 zweifelsohne ein ÖVP-Verein. (Intendantin Lindner war zuvor Intendantin in Niederösterreich unter Prölls Gnaden und klatschte fleißig auf Parteitagen der ÖVP). 2007 war das erste Jahr seit langem unter einem "rot gefärbten Intendanten". In Anbetracht dieser Tatsachen würde es mich wundern, wenn es keinen politischen Zusammenhang gibt. (Könnte mich nicht erinnern so laute Kritik zu Lindners Führungszeit gehört zu haben).
Den Vorschlag einer von LID finanzierten Beratungsstelle mit Juristen kann ich sehr viel abgewinnen! (Allerdings sollte diese Stelle nach Möglichkeit in jedem Bundesland eine Niederlassung haben). Ich denke da wäre allen geholfen.
Um die Herren in den Chefetagen mache ich mir keine Sorgen. Die haben wahrscheinlich genug Geld in Lichtenstein um sich im Fall des Falles nötige Hilfestellungen selber zu bezahlen.
Nochmals vielen Dank fürs Feedback!
Dieter Holzapfel · 3. April 2008 01:19 Uhr
Dein Vorschlag "Recht auf Unterstützung, auch für Pensionisten", und deine Begründung, dass dies für die Krankenkassen eine große Geldersparnis wäre, widerspricht jedoch massiv meinem Verständnis eines Sozialstaates. Ein Recht sozial schwacher auf Unterstützung und damit auch auf Hilfsmittel, die ein Leben unter Wahrung der Menschenwürde ermöglicht, ist nur dann nachhaltig, wenn es ein durchsetzbarer Rechtsanspruch ist. Krankenkassenleistungen durch Spenden ersetzten zu wollen bedeutet aus Anspruchsberechtigten Bittsteller zu machen.
Gedankenmodell: Einrichtung einer Licht ins Dunkel Servicestelle mit erstklssigen Verwaltungsjuristen, die Betroffenen helfen, ihre Ansprüche durchzustzen und damit mittelfristig die Verwaltungspraxis zum Wohle aller ändern.
Jakob Putz · 24. Dezember 2007 19:57 Uhr
Winfried Hanau · 20. Dezember 2007 12:09 Uhr
Der ORF hat dreißig Jahre Zeit gehabt, es besser zu machen, wenn sich jetzt viele Betroffene wehren (übrigens nicht zum ersten Mal!), ist das ihr gutes Recht. Immerhin sollte es aufhören, dass die Betroffenen nur Mittel zum Zweck sind und ansonsten vielfach große Institutionen profitieren.
Kornelia Götzinger · 20. Dezember 2007 10:16 Uhr
Ich kann ihnen versichern, daß dieser Frühpensionist sicher keine Unterstützung von Licht ins Dunkel bekommt. Schauen Sie sich auf der Homepage/Geschäftsbericht von Licht ins Dunkel an, wer in den letzten Jahren unterstützt wurde. Herr Dr. Huainigg hat sehr wohl ein Konzept, wie das überarbeitete Licht ins Dunkel funktionieren könnte (ähnlich wie die Aktion Mensch in Deutschland), daß hinter seiner Forderung nach Abschaffung kein Konzept für einen Ersatz steht, ist eine Unterstellung. Schon gar nicht will er die Einstellung dieser Aktion! Er fordert von den Verantwortlichen unter anderem, daß auch behinderte Menschen mitarbeiten.
anonym · 19. Dezember 2007 10:31 Uhr
Brigitta Scharinger · 19. Dezember 2007 09:15 Uhr
Etwas zum Nachdenken: Die Sonderschüler spielten in der Volksbank ein Herbergsuchspiel, wofür sie auch reichlich mit Keksen beschenkt wurden. Auf die Frage, was am Schönsten war, kam die einstimmige Antwort: "Das Klatschen!"
anonym · 17. Dezember 2007 00:32 Uhr
Alexandra · 14. Dezember 2007 17:22 Uhr