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Text: Martin Ladstätter · 13. Dezember 2008 17:56 Uhr

Streichung der ORF-Wochenschau: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Ein Etappenziel wurde erreicht: Am 14. Dezember 2008 wird definitiv nicht die letzte Ausgabe der ORF-Wochenschau gesendet werden. Der Kampf muss aber weitergehen, weil die Vergangenheit es klar zeigte: Der ORF-Führung ist diese Sendung unwichtig.

ORF Wochenschau mit Gebärdensprachdolmetscherin

Nach den Ereignissen der letzten Tage ist nun klar: Der ORF-Generaldirektor, Alexander Wrabetz, wird bis Mitte März 2009 die mittelfristigen Struktur- und Sparmaßnahmen vorlegen, weil er derzeit im Stiftungsrat keine Mehrheit dafür erhalten würde.

Damit ist nun klar, dass die ORF-Wochenschau derzeit nicht eingestellt wird, obwohl die ORF-Führung dies angekündigt hatte.

Dieser Erfolg sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Einstellungspläne der ORF-Führung nur verschoben worden sind.

Bis März 2009 wird es noch sehr vieler Anstrengungen bedürfen, der ORF-Führung klar zu machen, dass Sendungen wie die ORF-Wochenschau integraler Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Auftrages sind.

Was bisher geschah?

Die Wiener Zeitung und BIZEPS-INFO vermeldeten am 10. November 2008 als erste Medien die schlechte Nachricht: Die Wochenschau soll eingestellt werden. Die Wochenschau ist die einzige ORF-Nachrichtensendung, die wirklich sichtbar mit Gebärdensprachdolmetschung gesendet wird.

Zwei Tage später bestätigte der ORF auf BIZEPS-INFO Anfrage diese Sparpläne und ein Sturm der Entrüstung brach los. Die ÖAR sah darin eine "Blamage" des ORF, der ÖGLB befürchtete einen Vertrauensverlust und kritisierte den ORF, weil er sich "zusehends von seinen Kernaufgaben entferne.

Sowohl FPÖ, ÖVP als auch GRÜNE verurteilten diesen massiven Rückschritt. (Die SPÖ blieb auffallend still.)

Der ORF-Publikumsrat protestierte umgehend und beschloss am 1. Dezember 2008 einstimmig: "Der ORF-Publikumsrat spricht sich gegen eine Absetzung des Magazins 'Wochenschau' aus. Sowohl die Inhalte des Magazins als auch der Einsatz von Gebärdensprache stellen wichtige Leistungen des öffentlich-rechtlichen Auftrags dar."

Massive Kritik kam auch vom damaligen Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer, der in einem BIZEPS-INFO Interview hörbar verärgert war.

"Ich kann mir vorstellen, dass wir das 'Wochenschau' erhalten können, allerdings auf einem dem Sparkurs angepassten Niveau", kündigte unlängst ORFInfo-Direktor Elmar Oberhauser im Kurier an.

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anonym · 17. Dezember 2008 09:08 Uhr

Der ORF soll angeblich einen Kulturauftrag bekommen.

Heißt das nicht, daß er zu senden aufhören muß!

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