10. MDR-Spitzentreffen mit Behindertenverbänden

Mehr Digital-Angebote und wachsende Inklusion im Netz

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Nah bei den Menschen, modern und gemeinwohlorientiert: Beim 10. Spitzentreffen der MDR-Intendantin Karola Wille mit den mitteldeutschen Behindertenverbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen am 27. Oktober in Leipzig hat der Sender positive Bilanz gezogen und neue inklusive Angebote im Netz angekündigt.

In enger Zusammenarbeit mit den Verbänden und Einrichtungen plant der MDR seine umfangreichen Angebote vor allem in der Mediathek weiter konsequent barrierefrei auszubauen, um Hör- und Sehbehinderten oder kognitiv eingeschränkten Menschen künftig auch bei den digitalen Angeboten mehr Teilhabe zu ermöglichen. Die MDR-Angebote in der ARD Mediathek werden bislang zu 80 Prozent untertitelt.

Die Intendantin des MDR, Karola Wille: „Es macht mich stolz, dass wir in diesem Jahr bereits zum 10. Mal unser gemeinsames Spitzentreffen mit den Behindertenverbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen der Region ausrichten können. Denn Inklusion schafft Gemeinwohl! Unsere barrierefreien Angebote sorgen dafür, dass wir allen Menschen den Zugang zu unseren vielfältigen Inhalten auf allen Ausspielwegen ermöglichen können. Als verlässlicher Partner werden wir künftig die Barrierefreiheit im MDR auch im Digitalen weiter voranbringen. Umso mehr freue ich mich über die gewachsene Zusammenarbeit mit den Behindertenverbänden der Region. Gemeinsam sind wir so bestens aufgestellt, um den Transformationsprozess unserer Mediengesellschaft auch für Menschen mit Behinderung inklusiv und barrierefrei zu gestalten.“

Barrierefrei bis 2025

Der MDR wird bis 2025 seine digitalen Angebote in Web und Mediatheken weitestgehend barrierefrei zugänglich machen. Damit trägt der Sender den veränderten Nutzungsgewohnheiten auch von Menschen mit Behinderung Rechnung, vermehrt auf digitale Angebote zu setzen.

In der ARD Mediathek sind aktuell mindestens 80 Prozent des MDR-Angebots mit Untertiteln (UT) abrufbar. Ziel ist es, bis 2025 mindestens 90 Prozent zu erreichen. Im linearen TV-Programm untertitelt der MDR heute bereits etwa 94 Prozent seiner Angebote.

Die MDR-Angebote in Gebärdensprache sind im HbbTV und über den Red Button abrufbar und werden auch im Livestream über MDR+ angeboten. Im vergangenen Jahr hat der MDR fast 37.000 Sendeminuten in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt – darunter auch zunehmend Live-Events wie im Oktober 2022 die Unterhaltungs-Gala „Goldene Henne“.

Für sehbehinderte und blinde Nutzerinnen und Nutzer hat der MDR im letzten Jahr 240 Hörfilme erstellt. Damit werden aktuell knapp 17 Prozent aller Angebote im MDR-Fernsehen per Audiodeskription (AD) hörbeschrieben. Bereits im nächsten Jahr plant der Sender zusätzlich circa 1.000 Sendeminuten mit Hörbeschreibung für die ARD Mediathek.

Zudem ist für 2023 ein weiteres barrierefreies Angebot vorgesehen: Erstmals sollen ausgewählte Podcasts verschriftlicht werden. Zum Start gibt’s den Podcast „Wahlkreis Ost“ zum Nachlesen. Bis 2025 sollen dann weitere Podcasts barrierefrei zugänglich gemacht werden. Auch im ERSTEN soll es auf Initiative des MDR künftig mehr barrierefreies Programmangebot geben. So hat die Dreiländeranstalt vorgeschlagen, den „Tatort“ und den „Polizeiruf 110“ in Gebärdensprache zu übersetzen. Damit gäbe es erstmals in Deutschland eine regelmäßige fiktionale Sendereihe mit DGS.

Über das Spitzentreffen

Das Spitzentreffen von MDR, Behindertenverbänden, Politik und wissenschaftlichen Einrichtungen findet 2022 bereits zum zehnten Mal in Leipzig statt. Hintergrund der Veranstaltung zur Inklusion ist der gemeinsame Dialog und die Entwicklung und Etablierung neuer programmbegleitender Technologien für Menschen mit Behinderungen. Beteiligt sind Verbände, Institutionen und Politik aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie das Deutsche Zentrum für barrierefreies Lesen.

Barrierefreiheit im MDR

Mit seinen barrierefreien Angeboten ermöglicht der MDR Menschen mit Behinderung und kognitiver Einschränkung den Zugang zu seinen Programmen: 94 Prozent des MDR-Fernsehens werden untertitelt. Für fünf Stunden TV-Programm werden täglich Hörfassungen angeboten. Dazu kommen jährlich mehr als 37.000 Sendeminuten mit Gebärdensprache. Zudem gibt es montags bis freitags Nachrichten in Leichter Sprache auch als Podcast zum Hören.

Alle barrierefreien Angebote bündelt der MDR im Web unter mdr.de/barrierefreiheit

 

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