Öffentliche Aktion vor dem Parlament: „Baustelle Inklusion: Jeder Artikel zählt“
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Am 5. Mai 2025 - dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen - fand vor dem Parlament eine eindrucksvolle Aktion statt: eine 10-stündige Lesung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Veranstaltet wurde sie vom Österreichischen Behindertenrat in Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen der Behindertenbewegung.
Ziel der Aktion „Baustelle Inklusion“ war es, auf die gravierenden Lücken bei der Umsetzung der Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen in Österreich aufmerksam zu machen.
Die Bühne für die Veranstaltung war Teil einer symbolisch inszenierten „Baustelle Inklusion“, die mit echten Baustellenmaterialien wie Ziegeln, Mischmaschine, Schubkarre (mit Holzprothese), Arbeitsschuhen und Werkzeugen ausgestattet war.
Sie machte deutlich: Die Umsetzung der UN-BRK ist in Österreich nach 17 Jahren seit ihrer Ratifizierung noch immer unvollständig – es muss aktiv weitergebaut werden.

Vertreter:innen zahlreicher Organisationen, darunter der Österreichische Behindertenrat sowie Lebenshilfe Österreich, ÖZIV, Caritas, dabei Austria, Diakonie, KOBV, Jugend am Werk, BIZEPS, WAG Assistenzgenossenschaft, FmB, SLIÖ und viele mehr, lasen die insgesamt 50 Artikel der Konvention.

Die Lesungen fanden in deutscher Lautsprache, Brailleschrift, Einfacher Sprache, Österreichischer Gebärdensprache und mehreren europäischen Sprachen statt, berichtet der Österreichischer Behindertenrat. Es gab auch szenische Lesungen.
Zusätzlich wurden alle Texte auf einem Bildschirm eingeblendet und live in Gebärdensprache gedolmetscht, um barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Der Österreichische Behindertenrat berichtet ausführlich und zeigt viele Bilder.

BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben war aktiv beteiligt. Vorstandsmitglied Cornelia Scheuer trug zentrale Passagen vor und legte besonderen Fokus auf die Situation von Frauen mit Behinderungen, die mehrfach diskriminiert werden. In ihrer Rede kritisierte sie die mangelnde Umsetzung scharf: „Inzwischen machen wir uns international lächerlich“, sagte sie und forderte gezielte politische Maßnahmen.

Klaus Widl, Präsident des Österreichischen Behindertenrats, betonte bei seiner Rede die Dringlichkeit des Themas: „Nach der zweiten Staatenprüfung durch die UN im Jahr 2023 wurde Österreich ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Es wurden nicht nur Defizite, sondern auch Rückschritte festgestellt.“
Er appellierte an die neue Bundesregierung, endlich Verantwortung zu übernehmen und einen echten Umsetzungsprozess der Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen zu starten – gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten.
„Wir werden sichtbar und laut bleiben – so lange, bis unsere Rechte endlich Realität sind“, so Behindertenrats-Präsdient Klaus Widl.
Siehe auch: Kurier, Puls 24, kobinet-nachrichten, Österreichsicher Behindertenrat, ORF Wien, ORF 2, ORF III, Presse, MeinBezirk, Vienna.at, Kathpress, BVZ

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