100 Jahre Kino: „Ein Anlaßfall und seine Folgen?“ oder „Fortsetzung folgt“

Im letzten BIZEPS-Info konnten Sie über unsere (Miß)Erfolge rund um die große Film-Veranstaltung Viennale lesen.

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Viennale

Auch, wenn manche Viennale Verantwortliche es nicht glauben wollen, es geht uns nicht darum, dieses Festival zu kritisieren. Wir sind an Kultur interessierte Menschen.

Wien ist das einzige Bundesland, das ein Veranstaltungsstättengesetz hat, in dem für alle neuen Veranstaltungsstätten die Maßnahmen für behinderte Menschen im Rollstuhl geregelt sind.

Doch wie könnte es im Jahr 2095 ausschauen?! Auch nicht viel besser als heute!

Denn: Bestehende Gebäude können ihre ursprünglichen Bescheide und Genehmigungen im Tresor aufbewahren. Sofern sie keine größeren Umbauten vornehmen, dürfen bei ihnen keine RollifahrerInnen hinein.

Wir, Betroffene, sind noch immer BittstellerInnen, bestehende oder nur renovierte Veranstaltungstätten müssen sich nicht an das neue Gesetz halten.

Auch bei jährlichen Sonderveranstaltungen, wie z. B. den Wr. Festwochen, den Tanzwochen Wien oder der vor kurzem stattgefundenen Viennale, wird teilweise in Spielstätten gespielt, die veraltete Genehmigungen haben.

Der wichtigste Exportartikel Österreichs ist die Kultur (Zitat ZIB 1, Mo. 30.10.95) deshalb wird sehr viel Geld der Allgemeinheit dafür investiert. Ein winziger Teil des gesamten Kulturbudgets würde ausreichen, um alle Kultureinrichtungen auch für RollstuhlfahrerInnen zugänglich zu machen. Wir warten seit Jahren auf unseren Anteil in Form von konkreten Maßnahmen.

Die Praxis des letzten Jahres zeigt, daß unsere Forderung, die öffentlichen Fördermittel an Maßnahmen zu Adaptierung zu knüpfen, aktueller denn je ist.
Auf unsere Stellungnahme, zum Zeitpunkt der Viennale, erhielten wir von der MA 7 und der Stadträtin für Kultur das Angebot, intensiver als bisher mitzuarbeiten. An uns soll es nicht liegen, von seiten der Arbeitsgruppe Kultur gibt es eine jahrelange ehrenamtliche Arbeit, konkrete Pläne und realisierbare Vorschläge liegen auf.

Auch unserer Meinung nach ist ein Gesetze nicht das einzige Mittel zur Bewußtseinsbildung. Wir würden uns über ein produktives Arbeitsklima freuen und wollen so bald wie möglich einen Termin vereinbaren, bei dem wir die Punktuation der Arbeitsgruppe Kultur vorlegen und bearbeiten können.

Das positive Beispiel des erfolgreichen Metro Kino-Umbaus im letzten Jahr zeigt, daß, wenn alle Verantwortlichen zusammenarbeiten, mit den Betroffenen als Fachleute ihrer Bedürfnisse, höchste Qualität erreicht werden kann.

Wir haben keine Probleme, wir haben Hindernisse – und die Ärmel hochgekrämpelt, um diese Diskriminierungen zu beseitigen.

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