20 Jahre Ninlil

Geballte Frauenpower gegen sexuelle Gewalt

Wir feiern 20 Jahre Ninlil
BIZEPS

„Die Grundlage von jeder Form von Bekämpfung von sexualisierter Gewalt muss immer sein, Selbstbestimmung zu fördern, Empowerment zu fördern und Selbstbewusstsein zu fördern“, so Lisa Udl, Geschäftsführerin von Ninlil.

Aus diesem Grund setzt sich die Organisation Ninlil mit ihren Projekten Kraftwerk und Zeitlupe für Selbstbestimmung und Empowerment von Frauen mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten ein.

Am 2. Dezember 2016 feierte Ninlil ihr 20-jähriges Bestehen. Es war ein erfolgreiches Jahr: Am 22. Oktober 2016 wurde das Engagement von Ninlil mit dem Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig-Preis geehrt. Doch das ist selbstverständlich nicht der einzige Erfolg.

„Ich finde es toll, dass Ninlil so gut etabliert ist. Unsere Angebote werden sehr stark in Anspruch genommen, sowohl das Beratungsangebot als auch unsere anderen Angebote wie Gruppen und Seminare. Wir sind gut ausgelastet, teilweise auch überlastet, aber, das finden wir, ist eigentlich ein sehr gutes Zeichen. Ich würde sagen, dass wir in eine gute Größe gewachsen sind und ich bin stolz darauf, dass es uns schon seit 20 Jahren gibt“, bemerkt Lisa Udl im persönlichen Gespräch.

Allen Grund zum Feiern

Zum 20-jährigen Jubiläum von Ninlil erschienen zahlreiche Gratulantinnen und Gratulanten, darunter Klientinnen und Klienten, Freunde und Freundinnen und Partnerorganisationen wie die WAG und BIZEPS. Gemeinsam genoss man den Erfolg, das leckere Essen und die gute Stimmung, die zwischen Ausgelassenheit und leichter Rührung schwankte.

Die Leute sind dankbar dafür, dass es Ninlil gibt. Ein Festgast und gleichzeitig eine Klientin von Ninlil sagt: „Es sind so viele nette Frauen hier bei Ninlil, ich fühle mich hier sehr wohl.“ Auch wir von BIZEPS gratulieren: „Ninlil ist für uns eine starke und liebgewonnene Partnerin in unserem Kampf für Teilhabe und Selbstbestimmung“, so Martin Ladstätter, Obmann von BIZEPS.

Für das Jahr 2017 haben die Klientinnen von Ninlil den Ninlil-Frauen-Kalender herausgebracht. Dieser enthält nicht nur künstlerische Fotos für jeden Monat, sondern auch Botschaften des Empowerments, wie z.B. „Ausgrenzung, nein danke!“ und „Ich bin wie ich bin“. Die Frauen stellten ihren Kalender auf der Feier vor. Die Festgäste konnten sich ein Gratisexemplar mitnehmen.

Den Tag krönte Katharina Lugavac mit ihrem Gesangsauftritt, bei dem sie Lieder von Conchita Wurst und Katy Perry zum Besten gab und der beim Publikum wahre Begeisterungsstürme hervorrief.

Große Ziele für die Zukunft

Angesichts der großartigen Feierstimmung blickt Lisa Udl ambitioniert in die Zukunft: „Der größte Erfolg, den wir uns wünschen würden, wäre der Untergang der Patriachats. Damit natürlich einhergehend das Ende jeglicher Form von struktureller Gewalt.“

Sie führt aus: „Gerade in dem Bereich, in dem wir arbeiten, ist es ja so, dass die meisten Menschen mit Behinderungen und natürlich damit auch die meisten Frauen mit Behinderungen von struktureller Gewalt betroffen sind, weil die Betreuung in Österreich nach wie vor so organisiert ist, dass es kein persönliches Budget gibt und dass es auch keine Persönliche Assistenz für alle gibt. Das sind Formen von struktureller Gewalt, die einen Boden bilden für andere Formen von Gewalt.“

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