2005: Was hat sich geändert?

Einige Werte ändern sich mit 1. Jänner 2005. Die Pflegegeldstufen erhöhen sich um 2 Prozent, die Ausgleichstaxe um 3 Euro pro Monat. Die Ausgleichstaxe beträgt nun 201 Euro.

Kalenderblatt 1. Jänner
BilderBox.com

Mit 1. Jänner 2005 wird erstmals seit 1996 das Pflegegeld wieder valorisiert. Die einzelnen Pflegegeldstufen werden dabei um 2 Prozent erhöht und haben nun folgende Höhe

Stufe 1: 148,30 Euro
Stufe 2: 273,40 Euro
Stufe 3: 421,80 Euro
Stufe 4: 632,70 Euro
Stufe 5: 859,30 Euro
Stufe 6: 1.171,70 Euro
Stufe 7: 1.562,10 Euro

Erhöht wurde auch die Rezeptgebühr um 10 Cent. Sie beträgt nun 4,45 Euro.

Nachtrag und Korrektur: Höhe der Ausgleichstaxe beträgt 201 Euro
Ebenfalls mit 1. Jänner 2005 wurde die Ausgleichstaxe pro offener Pflichtstelle, die nicht mit einem behinderten Menschen besetzt ist, von 198 auf 201 Euro pro Monat erhöht.

Sowohl die Wiener Zeitung sowie der Amtshelfer der Republik help.gv.at -der Inhalt dieser Seite wurde vom Sozialministerium am 1.Jänner 2005 für richtig erklärt – haben 200 Euro vermeldet. Auch in einer Information des Sozialministeriums „Was ist neu im Jahr 2005“ wird davon gesprochen, dass die Höhe der Ausgleichstaxe mit 1. Jänner 2005 von 198 auf voraussichtlich 200 Euro erhöht wurde.

Wir haben daher in diesem Artikel 200 Euro gemeldet. Doch dies ist eine Fehlinformation.

Eine aufmerksame Leserin von BIZEPS-INFO hat uns darauf hingewiesen, dass die Ausgleichstaxe seit 1. Jänner 2005 exakt 201 Euro beträgt. Vielen Dank dafür.

(Wir haben deshalb den Artikel am 13.01.2005 korrigiert.)

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare

  • Gratulation zu dieser prompten Reaktion! Wenn nur alle so rasch auf Veränderungen reagieren könnten.

  • Die Ausgleichstaxe beträgt ab 1.1.2005 € 201,– (BGBl vom 30.4.04, 536. Verordnung des BMSG)

  • @Miriam: Ich geb dir da vollkommen Recht, dass das Behinderteneinstellungsgesetz behindertenfeindlicher ist, als man es sich auch nur im Ansatz vorstellen könnte. Mit diesem Gesetz werden behinderte Menschen noch mehr isoliert und ausgesondert. Gesetze bedeuten immer Zwang, und wer will schon gezwungen werden, einen Mitarbeiter einzustellen, der vermutlich mehr als die Hälfte der Arbeitszeit im Krankenstand ist? Ich als Arbeitgeber würde das nicht wollen, denn diese Person ist unrentabel, diese Person schadetet meinem Unternehmen mehr, als es nutzt. Die Konsequenzen bestehen darin, dass die Frustration auf beiden Seiten bestehen. Ich mache den Arbeitgebern keinen Vorwurf, dass sie nur ungern behinderte Menschen einstellen. Sie sind meist über deren Behinderung/Krankheitsverlauf nicht genug informiert und wissen gar nicht, was diese Person leisten kann.

    Also sind auch die Arbeitsämter mit Schuld, dass behinderte Menschen es so schwer am Arbeitsmarkt haben. Warum gibt’s keine Schulung für Arbeitgeber und Mitarbeiter? Es wäre ein Gewinn für alle Beteiligten!!
    Und wenn schon keine Anstellung in einer Firma, dann sollte man Arbeitsplätze schaffen (Telearbeit zB), wo auch behinderte Menschen ihrer Leistung entsprechend arbeiten und entlohnt werden können. Viele behinderte Menschen wären somit nicht arbeitslos, sondern im System eingebunden und vor allem wären sie unabhängiger und Selbstbestimmter.
    Und natürlich geht’s ums Geld, worum denn sonst? Und wenn „die Marie“ so wichtig ist, dann sollte man auch wirtschaftlich denken!! Kostet denn nicht ein arbeitsloser Rollstuhlfahrer mehr, als wenn man (Arbeitgeber, AMS, Versicherungsanstalten) versucht, dieser Person einen Arbeitsplatz zu schaffen, an dem er arbeiten kann? Diese Person bezahlt auch Steuern und kann durch Ehrgeiz, Willenskraft und Intelligenz sich auch nach oben arbeiten! Wer sagt, dass man als Behinderter zu nichts bringt? Ja, nur dann, wenn auch die äußeren Umstände stimmen und er auch den Willen dazu hat. Wer sagt, dass man als Rollstuhlfahrer zB nur Sekretär, Systembetreuer oder Datenverarbeiter werden muss? Warum nicht Künstler, Lehrer, Kindergärtner, Moderator, Model, ein Pub eröffnen, Friseur, Politiker etc.? Und das sollte das Ziel sein. Seine Leben selbst in die Hand zu nehmen und im Rahmen seiner Bedürfnisse agieren zu können. Das würde auch die Lebensqualität der Betroffenen steigern und das Jammern und das ständige Fordern würde auch aufhören oder zumindest weniger werden.

    Ist doch länger geworden, als ich es wollte … Alexandra

  • Alles dreht sich nur ums liebe Geld. Wie wärs wenn man endlich versucht Behinderte in den Alltag zu integrieren und zu Akzeptanz zu fördern. Da ich selbst betroffen bin glaube ich, weiß ich wovon ich rede. Derzeit steht leider nicht die Leistung sondern die Behinderung im Vordergrund, daß ist schade den die meisten Arbeiten mehr als andere …

  • Liebe Frau Löwy-Vogl, mit Ihrem Vorschlag wollen Sie Behinderte zum Kostenfaktor machen, der schlagend wird, wenn man sie NICHT einstellt. Die Vorurteile, dass die dauernd krank wären, nicht viel leisten könnten, nicht los zu werden (Kündigung) wären, sind aber viel störender als die Ausgleichstaxe! Dass so Behinderte als Arbeitskräfte besser eingeschätzt werden, ist ja wohl utopisch!!
    Liebe Frau Kreindl: Ihre Raunzerei bringt´s aber wirklich nicht. Was sollen denn diese Gemeinplätze? Übrigens sitzen Rollifahrer/innen im Parlament, die Regierung kennt sie und spricht mit ihnen. Die werden halt nicht vor sich hin jammern, sondern konkrete Vorschläge machen, so wie das üblich ist, wenn man ernsthaft in Diskussion treten will. Des Pflegegeld war nie dafür gedacht, „für alles“ reichen zu sollen …

  • Wenn einer von der Regierung behindert wäre und im Rolli sitzt, dann würde er auch mal spüren wie das Leben abläuft … alles zum kooootzen.

  • Ein Skandal, dass die Ausgleichstaxe immer noch nicht in Höhe des durchschnittlichen Betriebseinkommens beträgt. Erst wenn der Betrieb/die Institution es in seiner/ihrer Kostenkalkulation deutlich merkt, dass die Augleichstaxe schmerzt, wird sich auch aus finanziellen Gründen eine Änderung der Einstellungspolitik gegenüber Menschen mit Behinderungen ergeben. Wir haben als Fraktion der AK diesen Antrag bereits mehrmals gestellt, aber der steirische AK-Präsident beharrt noch immer zwar auf einer Anhebung der Ausleichstaxe, jedoch nur bis zu einer gewissen Höhe. Das belastet kleinere Betriebe zwar etwas mehr, große Unternehmen läßt das aber völlig kalt. Wir werden als Alternative, Grüne und Unhabhängige GewerkschafterInnen unsere Forderungen in AK und ÖGB weiter erheben und hoffen auf eure Unterstützung. Mit den besten Grüßen! Ilse Löwe-Vogl, AUGE/UG Steiermark

  • Ich finde es ist eine Gemeinheit, wie sie mit uns Behinderten umspringen,alles wird teuere Medikamente grad die Brauchen wir das Pflegegeld reicht ohnehin nicht aus alles zu begleichen. Vater Staat macht weiter so hauptsache die haben genug. Alles Augenauswischerrei … das fängt gut an … Prosit

  • Die Valosierierung des Pflegegeldes ist ein Tropfen auf den heissen Stein und eine Augenauswischerei für manche Behinderte, bin gespannt was das Jahr noch alles bringt, darum Prosit Neujahr!!!!!