8. März: Frauentag

Die erste Euphorie über das große politische Versprechen eines Gleichstellungsgesetzes für behinderte Menschen ist abgeklungen.

SLIÖ Selbstbestimmt Leben Initiative Österreich
SLIÖ

Jetzt dürfen wir wieder einen Blick auf die Realität werfen, dem Tag entsprechend auf die Lebensrealität behinderter Frauen und Mädchen. „Geschlecht behindert! Besonderes Merkmal Frau!“ heisst ein Slogan aus der politischen Arbeit der 1980iger Jahre. Daran hat sich immer noch nichts geändert.

Behinderte Frauen sind behindert, asexuell und keine Frauen. Das gilt aber nur, wenn sie ihre Ansprüche nach einem ganz normalen Leben geltend machen. Sie werden aber gleichzeitig häufig zum Objekt sexueller Ausbeutung und Angriffen erniedrigt. Von Ausbildung, Beruf und eigenem Einkommen dürfen behinderte Frauen meist nicht einmal träumen. Mißbrauch! Schändung! Verachtung!

So in etwa sieht der Alltag behinderter Frauen meistens aus. Sollten sie es dann aber doch noch irgendwie schaffen, sich eine gute gesellschaftliche Stellung zu erkämpfen und berufstätig zu sein, stossen sie wieder auf Barrieren: Serviceeinrichtungen unzugänglich, wichtige Informationen nicht zu bekommen und wenn sie ein Problem als Frau haben, wird es der Beeinträchtigung zugeschoben.

Frauengleichstellung? Gleichstellung behinderter Menschen? Doppelte Diskriminierung! Es wird Zeit, dass wir spürbare Verbesserungen der Lebensbedingungen behinderter Frauen sehen und uns nicht immer nur davon erzählt wird. Wir wollen ein besseres Leben und wir wollen es jetzt!

Dazu fordern wir:

  • Bundesweite und bundeseinheitliche Gleichstellung behinderter Menschen!
  • Bundesweite und bundeseinheitliche Assistenzregelungen!
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0 Kommentare

  • Behinderte Menschen werden von unserer Gesellschaft grundsätzlich als asexuell angesehen! Deshalb sind in den meisten Fällen, auch nur „unisex“ Toiletten vorhanden! Man kann doch wirklich nicht verlangen, dass man auch noch nach dem Geschlecht differenziert. Willkommen in der Integrativen Steinzeit. (Österreich)