9. Accessibility-Stammtisch zum Thema JavaScript und AJAX war ein voller Erfolg

Das Thema barrierefreies JavaScript und AJAX, beim Stammtisch von accessible media war wieder ein "heißes Eisen". Jeder hat sie schon einmal eingesetzt, aber nur wenige machen sich zur Barrierefreiheit dieser Technik Gedanken.

Eric Eggert zeigt Positiv-/Negativ-Beispiele
BIZEPS

totWie von uns bereits vor einigen Tagen angekündigt wurde, fand gestern, am 02. April 2008 der 9. Accessibility-Stammtisch statt. Bereits im Vorfeld des Vortrages war klar, es handelt sich hierbei wieder um ein sehr spannendes, und teilweise kontroversielles Thema. Auf der einen Seite stehen die „tollen Funktionen“, die mittels JavaScript und AJAX realisiert werden, auf der anderen Seite die Frage danach, wie man diese auch barrierefrei gestalten kann.

Der Verein MAIN war auch dieses Mal so freundlich, uns seine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Vortrag

Eric Eggert, seines Zeichens Entwickler von Webseiten, HTML 5 Working Group Member, Webkraut, Betreiber von yatil.de und noch vieles mehr, hat sich dazu bereit erklärt, uns über die Möglichkeiten und Problemfelder in der Entwicklung von barrierefreien Webseiten im Kontext der Barrierefreiheit von JavaScript zu informieren.

Durch seinen lockeren, und vielleicht gerade deshalb so spannenden Vortragsstil, konnte er sich gleich von Beginn an die Aufmerksamkeit des Publikums sichern. So zum Beispiel durch eines seiner ersten Zitate von Joe Clark: „Das Problem hier ist, dass wir nicht wissen, was JavaScript-Barrierefreiheit ist. Wir haben ein paar Ideen, was es sein könnte, aber es ist nichts festgelegt. Wirklich nicht. Und weil es so viele Dinge gibt, die man mit JavaScript tun kann, auf so viele verschiedene Arten, wird es eine Weile dauern, biss wir wirklich entscheiden, was genau JavaScript-Barrierefreiheit ist.“

Probleme

Die grundlegenden Probleme, die sich bei der Entwicklung barrierefreier Internetseiten ergeben, betreffen vor allem jene Anwenderinnen und Anwender, die auf Screenreader angewiesen sind. Wenn man sich ein Seite vorstellt, bei der bei einem Click auf einen Link nur ein Teil der Seite neu geladen wird, wie zum Beispiel bei Echtzeitstatistiken von Sportübertragen, dann ist es für den sehenden Benutzer meist kein Problem, zu entdecken, dass sich ein Teil der Information geändert hat. Da ein Screenreader Inhalte nur hintereinander verarbeiten kann, ergeben sich gewisse Probleme im Umgang damit, wie man die Anwenderin oder den Anwender über eine Änderung informiert.

Lösungsansätze

Wie, und vor allem wann Screenreader über Veränderungen informieren sollen, ist in der Szene kein unumstrittenes Thema. Zu viele oder unerwartete Ablenkungen vom Lesen der Seite stören, zu wenige führen eventuell zu einem Informationsverlust.

Beim Einsatz von JavaScript und AJAX ist besonders darauf zu achten, dass man nicht Techniken in JavaScript realisiert, die auch ohne möglich wären und gleichzeitig die korrekte Funktionalität ohne JavaScript verhindern. Zum Beispiel gilt es „tote“ Links dieser Form zu vermeiden <a href=“#“ onclick=“klickmich()“>klick mich!</a> und statt dessen lieber <a href=“geklickt.html“ class=“klickmich“>klick mich!</a> zu verwenden. Die Funktion klickmich() wird dann per JavaScript auf den Link der Klasse „klickmich“ angewandt.

Zusammenfassung

Zum Abschluss wieß Eric Eggert noch auf Folgendes hin: „Jegliche JavaScript-Magie muss zuerst ohne JavaScript gelöst werden“. Weiters soll man sich überlegen, „benötige ich JavaScript überhaupt oder reicht es nicht auch, die Seite neu zu laden, um den gleichen Effekt zu haben?“.

Weitere Informationen findet man auch in den Vortragsfolien von Eric Eggert bei slideshare.

Monatliche Stammtische

Der „accessible media“-Stammtisch ist ein informelles Treffen für alle, die sich für das Thema „barrierefreies Internet“ interessieren. Der Stammtisch findet monatlich statt und wird von der Plattform accessible media organisiert.

Hier können Sie Bilder vom Stammtisch von accessible media ansehen.

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0 Kommentare

  • Gibt es den gesamten Vortrag zum Nachhören? Wäre dafür sehr, sehr dankbar, sodass auch wir in Graz die neuen Medien „hautnah“ mitbekommen! ;-) DANKE!