37. Woche 2026 – Tastmodell der Tallinner Altstadt
In der Altstadt von Tallinn, Estland gibt es ein Tastmodell, um das Stadtbild mit den Händen ertasten zu können. Vielen …
Ab Sommer 2026 setzen die ÖBB in Wien keine Züge der alten Baureihe 4020 mehr ein. Für Menschen mit Behinderungen bedeutet das endlich das Ende steiler Einstiegstreppen und einen massive Verbesserung für die Barrierefreiheit.
Seit den späten 1970er Jahren prägten die Schnellbahnzüge der Baureihe 4020 das Verkehrsnetz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Doch was für manche Eisenbahnfans oft mit Nostalgie verbunden ist, stellte für viele Fahrgäste mit Behinderungen tagtäglich ein massives Hindernis dar.
Wie nun von Medien wie Heute, DerStandard und bahnblick berichtet wird, werden die ÖBB diese alten Garnituren ab Sommer 2026 in Wien endgültig aus dem Fahrplan nehmen. Dies hat unter anderem mit der Modernisierung der Strecke auf das neue Fahrsicherheitssystem ETCS zu tun, mit dem diese Züge nicht ausgestattet sind.
Damit endet im Wiener Nahverkehr eine Ära, die aus Sicht der Inklusion schon deutlich früher hätte abgeschlossen werden müssen.
Die Züge der Baureihe 4020 sind klassische Hochflurfahrzeuge. Der Einstieg ist nur über mehrere steile Stufen möglich, was die Nutzung für Rollstuhlnutzer:innen faktisch unmöglich macht. Auch für Menschen mit Rollatoren, Gehbehinderungen oder Kinderwagen waren diese Züge stets eine enorme physische Hürde.
Bisher mussten mobilitätseingeschränkte Personen vor jeder Fahrt in der elektronischen Fahrplanauskunft penibel prüfen, ob eine Verbindung auch wirklich als barrierefrei markiert ist. Fehlt in der ÖBB-App das Barrierefrei-Symbol, ist das ein verlässlichste Indikator dafür, dass es Züge der Baureihe 4020 sein werden.
Mit dem kompletten Abzug der Baureihe 4020 aus dem Wiener Netz ab dem kommenden Sommer wird das S-Bahn-Fahren in der Hauptstadt deutlich verlässlicher. Fahrgäste können dann darauf vertrauen, dass moderne, niveaugleiche und barrierefrei zugängliche Züge, wie beispielsweise die Cityjet-Flotte, die absolute Regel sind.
Für Menschen mit Behinderungen bedeutet dieser Fahrzeugwechsel nicht nur mehr Komfort, sondern vor allem das Recht auf spontane Mobilität, ohne jede Fahrt im Vorfeld akribisch planen zu müssen. Für eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben ist dies ein essenzieller Schritt nach vorne.
Update 03.07.2026: Das Ende einer ÖBB-Legende, siehe auch Video von Bahnblick
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
In der Altstadt von Tallinn, Estland gibt es ein Tastmodell, um das Stadtbild mit den Händen ertasten zu können. Vielen …