Abtreibung: Wo bleibt der Wille, die Anzahl zu reduzieren?

Punktuell veröffentlichte Zahlen von Abtreibungen aus einem Bundesland ersetzen keine verlässliche anonyme Statistik.

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„Nur eine allgemeine Meldepflicht von Ärztinnen und Ärzten erlaubt es, die Sachlage in Österreich umfassend zu beurteilen“, so Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben.

Die Bürgerinitiative „Fakten helfen“, mit der aktion leben eine anonyme Statistik über Schwangerschaftsabbrüche fordert, liegt im Gesundheitsausschuss zur Behandlung. Nach der Wahl gibt es wieder die Chance, das Anliegen konstruktiv aufzugreifen.

„Jahrzehntelang wurde das Thema Abtreibung vor allem ideologisch besetzt und benützt. Angebote für schwangere Frauen gibt es vor allem deshalb, weil private Organisationen wie aktion leben trotz heftigem Gegenwind für schwangere Frauen und ihre Partner da sind und umfassende, ergebnisoffene und professionelle Beratung und Hilfe anbieten“, betont aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler.

Niemand kennt die Zahl der Abbrüche in Österreich

„Wir vermissen ein Bekenntnis der Politik, die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche reduzieren zu wollen“, so Kronthaler. „In Österreich gibt es als fast einzigem Land in Europa keine verlässlichen Zahlen. Es fehlt die Auseinandersetzung von öffentlicher Seite, was schwangere Frauen in Krisen und Notlagen wirklich helfen kann.“

Praktische Überlegungen statt ideologischer Debatten sind gefragt

aktion leben fordert die Politik auf, sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Augen nicht vor den Notsituationen vieler Frauen zu verschließen. „Wir brauchen keine ideologische Diskussion. Wir brauchen praktische Überlegungen, wie wir besser vorbeugen und Frauen, die ungeplant schwanger sind, besser helfen können. Als Basis dafür benötigen wir eine verlässliche, anonyme Statistik, wie sie europaweit üblich ist. Schließlich ist es nur durch sie möglich, Entwicklungen zu verfolgen und ergriffene Maßnahmen der Prävention von Abbrüchen auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen.“

Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ im Gesundheitsausschuss

Die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ der aktion leben liegt derzeit im Gesundheitsausschuss zur Behandlung.

„Ideologische Vorbehalte und Scheuklappen gegenüber der realen Situation haben eine sachliche Behandlung bisher verhindert. Nach der Wahl haben die PolitikerInnen die Chance zu zeigen, dass ihnen die Frauen und auch die Kinder wirklich ein Anliegen sind. Wir fordern die Ausschuss-Mitglieder auf, sich mit unseren Argumenten zu beschäftigen“, so Kronthaler abschließend.

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