Logo accessible media

„accessible media“: Gemeinsam für ein barrierefreies Internet

Österreichische Expertinnen und Experten haben eine Plattform gebildet, mit dem Ziel die Kräfte zu bündeln.

Der Zugang zum Internet und zu digitalen Medien insgesamt ist in den letzten Jahren zu einem nicht mehr weg zu denkenden Bestandteil des Alltags geworden – ob nun e-Learning, e-Government, e-Banking oder e-Commerce.

„Wenn Einzelkämpfer sich seit Jahren erfolgreich um mehr Barrierefreiheit, also besseren Zugang zum Web bemühen, ist es nahezu zwingend logisch, diese Kräfte zusammen zu führen“, erläutert Eva Papst. Die blinde Expertin aus Wien arbeitet im Bundesblindeninstitut und ist seit vielen Jahren im In- und Ausland in diesem Bereich journalistisch und beratend tätig.

„Wir werden künftig gemeinsam an einem Strang ziehen, denn alle Mitarbeiter des Teams sind seit längerer Zeit in Beratung, Schulung oder Umsetzung eines zugänglicheren Webs erfolgreich tätig und bilden nun eine Plattform, um Wissen und Erfahrungen gemeinsam verstärkt weiter auszubauen und einer möglichst breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen“, kündigt Papst an. Sie hat auch den Vorsitz des Vereins „accessible media – Zugang für alle“ übernommen. Jeder Einzelne der Akteure beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema bestmöglicher Zugänglichkeit im Internet für ALLE.

„Der Kampf um besseren Zugang zum Internet und anderen digitalen Medien in eine bestehende Vereinigung zu integrieren, schien uns jedoch wegen der Komplexität und der ständig zunehmenden Bedeutung des Themas nicht zielführend“, begründet Papst die Entscheidung zur Gründung von „accessible media“.

Was bedeutet Barrierefreiheit

Es ist nicht böser Wille von Webdesignern, der dem Surfer mit nicht ganz konventioneller Ausstattung und speziellen Bedürfnissen oft die virtuelle Tür vor der Nase zuschlägt. Meist fehlt es an grundsätzlichen Informationen, was gute Zugänglichkeit ausmacht. Dafür gibt es zwar Richtlinien, aber viele kapitulieren vor Umfang und Komplexität der Materie. Schließlich lässt sich von der Furcht vor explodierenden Kosten und last but not least von dem sich hartnäckig haltenden Gerücht, gut zugängliche Seiten seien unattraktiv, spartanisch und unansehnlich, oft selbst der Aufgeschlossenste abschrecken.

So nachvollziehbar, ja teilweise berechtigt all die Zweifel und Befürchtungen auch sein mögen, die wahre Ursache für das zögerliche Herantasten an das Thema ist Unkenntnis, Unsicherheit und die Sorge, einen Prozess nicht oder nur teilweise unter Kontrolle zu haben.

„Die Erreichung eines bestmöglichen Zugangs für alle, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Anwendern, Anbietern und Agenturen“ bedeute für sie Barrierefreiheit, so die blinde Expertin im Interview. Wichtig sei ihr, dass dies „genau in dieser Reihenfolge und Prioritätensetzung“ erfolge.

Plattform bietet Know-how

Die neue Plattform der Expertinnen und Experten stellt Anbietern, Agenturen und Anwendern gleichermaßen fachlichen Know-how in Informationen, Beratung, Tipps, Schulungen, Tests und Begleitung auf dem Weg zu einem zugänglicheren Webauftritt zur Verfügung. „Doch Dienstleistungen bei der Umsetzung zählen nicht zu unseren Aufgaben“, hält Papst fest.

Gemäß dem Motto „Zugang für alle“ bietet Ihnen das Team von „accessible media“ Zugang zu den Kompetenzen und Erfahrungen der Expertinnen und Experten, damit auch Ihre Web-Seiten für möglichst viele Besucher bald optimal zugänglich werden.

Weitere Informationen:
accessible media – Zugang für alle
p.A. BBI, Wittelsbachstraße 5, A-1020 Wien
office@accessible-media.at

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

4 Kommentare

  • Testen bis der Arzt kommt … So hat Tomas Caspers von „Einfach für Alle“ einmal einen recht umfangreichen Test mit Screen Readern bezeichnet. Dank an Barbara für die Rückmeldung bezüglich Werbung, die mich wieder einmal mit den „Risiken und Nebenwirkungen“ konfrontiert.

    Grundsätzlich ist die Werbung auf BIZEPS die einzige, die ich kenne, welche
    a) ordentlich an- und abgekündigt wird und
    b) auch konsumiert werden kann.
    Für diese vorbildhafte Einbindung von Werbung schon mal herzlichen Dank. Ich habe vorläufig getestet, was mir gerade so zur Verfügung steht. Das sind die Jaws-Versionen 5.10 und 6.10. Die neueste Version habe ich noch nicht, ältere auch nicht. Des weiteren habe ich einen Test mit Window Eyes 4.5 und 5.0 gemacht sowie mit dem Home Page Reader 3.02 und dem aktuellen Webformator.

    In keinem der Fälle hat sich die Werbung als störend erwiesen, wenn auch die Anzeige recht unterschiedlich war. „Bis der Arzt kommt“ ist also noch nicht vollständig, ich bleibe aber an diesem Problem dran, kann es aber mangels der veralteten Version, bei der das Problem offenbar auftritt, nicht nachvollziehen.

  • Liebe Freunde!

    Ich gratuliere Euch zu dieser absolut hervorragenden Idee und Initiative. Gerade in Zeiten, wo Behindertengleichstellung auch zu einem gesellschaftspolitischen Kernthema wird, sollte Gleichstellung auch gelebte Realität werden. Im Bereich des Zuganges zu Webinhalten ist da noch viel zu tun, und zwar vor allem Informations- und Aufklärungsarbeit zu leisten, um letztlich auf breiter Basis zu accessible media zu gelangen.

    Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurer so wichtigen Arbeit und bedanke mich auch im Namen des Vereines Blickkontakt sehr herzlich dafür!

  • Gratuliere!!!!

  • Ich vermute es ist ein Versehen, dass genau auf dieser BIZEPS-Seite ein bewegtes Macromedia Flash Movie mit Werbung meinen Screenreader in „ständiger Bewegung“ hält?