Broschüre krank behindert ungehindert

Ärzte seit Jahren um barrierefreie Arztpraxen in Wien bemüht

Laufende Verbesserungen bei Erreichbarkeit und Ausstattung

Der Wiener Ärztekammerpräsident Walter Dorner bestätigt zwar die heute, Mittwoch, in einer Aussendung zitierten Angaben des Behindertenanwalts Herbert Haupt, wonach in Wien erst 7 Prozent der Arztpraxen komplett barrierefrei gestaltet seien. Man müsse aber bedenken, dass in vielen weiteren Wiener Praxen zumindest in Teilbereichen eine behindertengerechte Adaptierung bereits verwirklicht worden sei.

Dorner verwies in diesem Zusammenhang auch auf die spezielle Situation in der Bundeshauptstadt: „Aufgrund der alten Bausubstanz sind wir in vielen Gemeindebezirken mit besonderen Schwierigkeiten konfrontiert.“

In manchen Häusern sei es kaum möglich, beispielsweise einen Lift mit einem einigermaßen vertretbaren technischen und finanziellen Aufwand einzubauen. Trotzdem bemühe man sich, in intensiven Kontakten mit dem Verein „BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben“ laufend Verbesserungen durchzuführen.

Dorner: „Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass speziell in den letzten Jahren ein Umdenken in der Ärzteschaft stattgefunden hat. Die Bemühungen der Kollegen sind hier groß.“ Allerdings dürfe man diese nicht nur an der Kennmarke „Komplett barrierefreie Arztpraxen“ aufhängen, sondern müsse auch die Leistungen in Teilbereichen begrüßen.

„Ich würde dem Behindertenanwalt raten, sich vorher über aktuelle Projekte und Maßnahmen zu informieren, bevor er das nächste Mal Alarm schlägt“, verweist Dorner auch auf ein „österreichweit wohl einzigartiges Projekt“, das die Wiener Ärztekammer gemeinsam mit BIZEPS gestartet hat: Seit Anfang dieses Jahres können Patienten im Internet (www.praxisplan.at) auf Messdaten von Wiener Ordinationen zurückgreifen und so nach Arztpraxen suchen, die den jeweiligen Bedürfnissen von behinderten Patienten am besten entgegenkommen.

Dorner: „Wer über kein Internet verfügt, kann diese Daten auch telefonisch bei unserem Patientenservice unter Tel. 1771 abfragen.“

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0 Kommentare

  • Von der Grundidee gut … keine Frage, aber in der Praxis nicht besonders erfolgreich. Wer überprüft denn die Messdaten und wer erklärt den Praxeninhaber, was denn nun barrierefrei bedeutet?