50. Woche 2025 – Schmalster Gehsteig St. Pöltens?
Dieser Gehsteig in der Steinergasse in St. Pölten ist wohl nur für besonders schmale Menschen. In einem Rollstuhl, mit Kinderwagen …
Unter dem Motto „Gegen jede Diskriminierung“ setzten zivilgesellschaftliche Organisationen und Studierendenvertretungen am 16. Mai 2017 ein starkes Zeichen, gegen die menschenverachtende Hetze.
Am 16. Mai 2017 fand nach Aufruf der Jüdischen Österreichischen HochschülerInnen (JHÖ) und der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) vor dem Juridicum (Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien) eine Kundgebung gegen jede Diskriminierung an der Uni statt. Auch BIZEPS war vor Ort vertreten.
„Der Falter veröffentlicht in der letzten Ausgabe geheime Facebook und Whatsapp-Chatverläufe von Funktionär_innen der Aktionsgemeinschaft am Juridicum, die dort die momentane Fakultätsvertretung stellen und auch auf den Wahllisten der AG als Kandidat_innen für die aktuellen ÖH-Wahlen stehen. Die veröffentlichten Screenshots offenbaren Unterhaltungen, in denen die Opfer des Holocaust verhöhnt, Menschen mit Trisomie 21 verspottet und übelste sexistische Bemerkungen geteilt werden,“ so die JöH auf Facebook. (Siehe auch zahlreiche Aussendungen zu dem Thema, das auch „AG Leaks“ genannt wird)
In „geheimen“ Chatgruppen posten sie rassistische, sexistische und behindertenfeindliche Bilder und Kommentare. Der Falter berichtete ausführlich.
Unter dem Motto „Gegen jede Diskriminierung“ setzen zivilgesellschaftliche Organisationen und Studierendenvertreter_innen daher am 16. Mai 2017 ein starkes Zeichen, gegen die menschenverachtende Hetze.
Alle Rednerinnen und Redner zeigten sich betroffen über die bekannt gewordenen menschenverachtenden Äußerungen von Studierendenvertretern der AG Jus (Falter-Bericht, BIZEPS-Artikel). (Siehe Video; hier ein zweites)
Alle betonten, dass jede Diskriminierung, sei es sexistisch, rassistisch, antisemitisch oder behindertenfeindlich, keinen Platz an der Universität Wien haben darf.
Marianne Karner von BIZEPS hob unter anderem hervor, dass sich behinderte Menschen von dem Bericht sehr verletzt und verunsichert fühlen können. Denn sie werden ohnehin schon täglich mit Barrieren und Benachteiligungen konfrontiert. Ihnen ist der Weg zu Gleichstellung und Chancengleichheit oftmals versperrt. Karner unterstrich schließlich, wie wichtig der Weg in eine vielfältige, inklusive Gesellschaft ist.

Update am 19. Mai 2017: Ergebnis der ÖH-Wahl am Juridium
Update am 11. Jänner 2019: Keine Anklagen; Aussendung der ÖH
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Dieser Gehsteig in der Steinergasse in St. Pölten ist wohl nur für besonders schmale Menschen. In einem Rollstuhl, mit Kinderwagen …