AK: Erwerbschancen von Menschen mit Behinderungen verbessern

Menschen mit Behinderungen sind auch auf dem Arbeitsmarkt mit einer Fülle von Barrieren konfrontiert.

Herbert Tumpel
Keinrath, Kurt

„Nach wie vor existieren Vorurteile und Diskriminierung“, sagt AK Präsident Herbert Tumpel, „aber wenn ihnen die Chance gegeben wird, können fast alle Menschen mit Behinderungen selbstständig und selbstbestimmt ihren Lebensunterhalt aufbringen. Wir müssen mit dem Vorurteil aufräumen, dass diese Menschen ihre Aufgaben nicht erfüllen können oder die Beschäftigung nur mit einem hohen Aufwand verbunden ist.“

Die Arbeiterkammer unterstützt die heute präsentierte Jobkampagne „Meine Chance – Ihr Nutzen“ für die Einstellung von Menschen mit Behinderungen. Sie fordert insbesondere, dass die Arbeitgeber sich nicht durch Zahlung der Ausgleichstaxe „freikaufen“.

Erwerbschancen verbessern

Menschen mit Behinderungen sind deutlich schlechter in den Arbeitsmarkt integriert als Menschen ohne Behinderungen. Die Dauer der Arbeitslosigkeit liegt deutlich über dem Durchschnitt: Menschen mit Einschränkungen waren 2010 im Durchschnitt 136 Tage als arbeitslos vorgemerkt, Menschen ohne Behinderungen 88 Tage. Daher beziehen viele nur Notstandshilfe und haben ein erhöhtes Armutsrisiko.

Beschäftigungspflicht ernst nehmen

Nur etwas mehr als 20 Prozent der Arbeitgeber kommen ihrer Pflicht zur Einstellung von Menschen mit Behinderungen zur Gänze nach. Viele kaufen sich durch Zahlung der Ausgleichstaxe „frei“. Die Arbeitgeber haben immer argumentiert, dass der bisherige besondere Kündigungsschutz ein Einstellungshindernis sei.

Jetzt wurde der Kündigungsschutz gelockert, also müssen die Arbeitgeber beweisen, dass ihnen die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ein Anliegen ist. Schließlich können sie auch Förderungen in Anspruch nehmen, wenn sie Menschen mit Behinderungen einstellen.

Gleichstellung verwirklichen

Menschen mit Behinderungen müssen uneingeschränkt am beruflichen Leben teilhaben können. Viele Arbeitgeber glauben aber, sie könnten ihre Aufgaben nicht bewältigen oder ihre Beschäftigung wäre mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Die Fakten sprechen gegen diese Vorurteile: Auf dem richtigen Arbeitsplatz eingesetzt, haben Menschen mit Behinderungen hohe Motivation, Leistungsfähigkeit und wenig Fehlzeiten. Auch Anpassungen des Arbeitsplatzes kosten häufig weniger als angenommen.

AK unterstützt Jobkampagne

Die Arbeiterkammer unterstützt die heute präsentierte Jobkampagne „Meine Chance – Ihr Nutzen“ für die Einstellung von Menschen mit Behinderungen. Es sei nötig, bestehende Informationsdefizite abzubauen, um die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu forcieren.

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  • Vorurteile und Diskriminierung herrschen vor allem, wenn AK-Kämmerer Rechtsschutz-Suchenden schnurz und höchstgerichtlich (als Beisitzer in ASG-Senaten) ihre gerechtfertigten Ansprüche (selbst noch auf Brot und Wasser) aberkennen tun. Oder AK-Umlagezahlende Ausländer um Mitbestimmungsrechte im Betrieb und in der AK betrügen tun. Beispiele: http://www.oocities.org/europanth/ak-eu-gg.html