AK Kärnten protestiert gegen geplanten Pflegeregress

AK-Präsident Günther Goach: "Keine weitere Kostenbelastung für Arbeitnehmer!"

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Scharfer Protest gegen den Plan von FPK und ÖVP, den Angehörigenbeitrag für die Unterbringung in Pflege- und Behindertenheimen wieder einzuführen, erhebt die AK.

„Für viele Familienangehörige, die diese soziale Hilfestellung dringend benötigen, würde das eine neuerliche enorme finanzielle Belastung darstellen“, so AK-Präsident Goach und betont: „Die Sanierung des maroden Landesbudgets darf nicht wieder auf Kosten der Arbeitnehmer erfolgen!“

„Dass Birnbacher-Millionen, milliardenschwere Hypo-Haftungen oder das Millionengrab-Fußballstadion keine finanzielle Rolle spielen, sehr wohl aber die Unterstützung für die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen, ist eine soziale Ausbeutung sondergleichen“, zeigt sich der Kärntner AK-Präsident ob der geplanten Einführung des Pflegeregresses empört. Laut Modell von Soziallandesrat Christian Ragger wären Beiträge bereits ab einem Einkommen von 1.500 Euro fällig.

Kärnten liegt mit einem Medianeinkommen von 2.116 Euro österreichweit an drittletzter Stelle – ebenso wie bei der Kaufkraft. Und schon jetzt werden Familien über die Maßen belastet. „Die immer weiter steigenden Preise für beispielsweise Lebensmittel, Energie, Sprit oder das Wohnen – gepaart mit den geringen Einkommen – treiben immer mehr Menschen in die Armutsfalle“, unterstreicht Goach.

„Es kann nicht sein, dass die Sanierung des Landesbudgets schon wieder zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgen soll, die ohnehin ein schweres Auskommen mit ihrem Einkommen haben!“, betont Goach und stellt sich klar gegen die geplante Gesetzesänderung. „Es ist Aufgabe des Landes, für eine hochwertige Qualität der Pflege und eine entsprechende Finanzierung zu sorgen, ohne damit soziale Einschnitte zu forcieren“, fordert der AK-Präsident abschließend.

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0 Kommentare

  • Zu diesem Thema gab es am Montag auf Radio Kärnten eine sehr emotionale und interessante Diskussion in der Sendung „Streitkultur“. Die Sendung kann bis nächsten Dienstag im Internet nachgehört werden. (Würde ich jeden interessierten empfehlen!). Ich hoffe Frau Landesrätin Prettner von der SPÖ wird sich auch dann noch so stark für uns einsetzen, wenn die Sozialdemokraten in Kärnten wieder ans Ruder kommen sollten. Die Haltung von LR Ragger kann ich nur als beschämend bezeichnen. Link zur Sendung: http://kaernten.orf.at/studio/stories/2501027/

  • Auch die Kärntner Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung lehnt den geplanten Angehörigenbeitrag ab und hat diesbezüglich in einer Presseaussendung klar Stellung bezogen (siehe zB die Berichterstattungen vom ORF oder Kleine Zeitung).
    Gemeinsam mit den Kärntner InteressensvertreterInnen wird derzeit an einer Stellungnahme im Rahmen des Begutachtungsverfahren zur Novellierung des K-ChG und K-MSG gearbeitet.

  • Ich hoffe jetzt ist endgültig allen klar, was von den schönen FPÖ Postings wirklich zu halten ist und das wenn diese Partei in die Regierung käme eher Verschlechterungen als Verbesserungen zu erwarten wären.
    Bemerkenswert übrigens auch die Falschheit, die bei diesem Thema von der FPK an den Tag gelegt wurde. Denn als der Rigress in der Steiermark wieder eingeführt wurde und das ORF Mittagsjournal in den anderen Bundesländern eine Umfrage startete hieß es aus Kärnten, so etwas wäre im Moment kein Thema obwohl es definitiv eines war. (Hatte mich damals schon gewundert, weil ich schon zuvor die Info bekommen hatte das dies geplant wäre und diese ja auch hier im Forum gepostet habe). Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass für uns alles andere besser ist als die FPÖ/K! Einen interessanten Kommentar zu diesem Thema gab es am Montag in der kleinen Zeitung. Habe nur leider keinen Link.