16. Woche 2026 – Ungewöhnliches Wegweiserschild zu öffentlichen Toiletten
Dieser Wegweiser zu öffentlichen Toiletten wurde in Malta gesichtet. Vielen Dank unserer Leserin Elisabeth Chlebecek für dieses Foto!
Mangelnder Respekt, intransparente Entscheidungen mit oftmals gravierenden Folgen
Täglich wenden sich Mitglieder an die Arbeiterkammer Oberösterreich und schildern ihre Probleme in Zusammenhang mit Gutachten durch die Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Viele Antragsteller:innen empfinden den Begutachtungsprozess bei Pflegegeld sowie Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension durch die PVA als belastend und willkürlich.
Zudem verdeutlichen die gewonnenen Rechtsfälle der AK gegen die PVA, dass es in vielen Fällen falsche Einstufungen beim Pflegegeld bzw. falsche Einschätzungen bei der Arbeitsfähigkeit gibt. Im Jahr 2025 führte die AK über 2.500 Gerichtsverfahren gegen die PVA Oberösterreich und erstritt dabei rund 70,35 Millionen Euro.
Die aktuelle Studie des Forschungsinstituts „Foresight“ im Auftrag der AK Oberösterreich belegt die Kritikpunkte der Antragsteller:innen im Zuge der PVA-Gutachten nun erstmals wissenschaftlich. Die finale Stichprobe umfasst 817 Personen, die in den vergangenen zehn Jahren einen Antrag auf Pflegegeld oder Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension gestellt haben. Die Berichte und Erfahrungen sind mitunter bedrückend.
Insgesamt wird die Untersuchungssituation überwiegend negativ erlebt. 70 Prozent der Antragsteller:innen auf Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension bezeichnen die Untersuchung als wenig oder gar nicht respektvoll. Bei Anträgen auf Pflegegeld sind es 42 Prozent.
„Befragte berichten auch über den Eindruck der Voreingenommenheit der Gutachter:innen und, dass Antragsteller:innen unterstellt werde, ihre Beschwerden vorzutäuschen. Oder auch, dass die Begutachtung von vornherein auf eine Ablehnung ausgerichtet gewesen sei“, so AK-Präsident Andreas Stangl.
Konkret erzählen Befragte von einem unfreundlichen oder kasernenartigen Ton bis hin zu Anschreien, unpassenden Fragen und Anmerkungen sowie der Unterstellung, die gesundheitlichen Probleme zu simulieren. Antragsteller:innen von Pflegegeld berichten zudem von Forderungen nach der Demonstration intimer Tätigkeiten wie Toilettengang und Duschen, die für die Antragsteller:innen sehr schwierig sind.
Bei Anträgen auf Pflegegeld berichten acht Prozent der Antragsteller:innen, dass eine Begleitperson nicht erwünscht oder verboten war, bei Anträgen auf Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension berichten dies 30 Prozent.
AK-Präsident Andreas Stangl fordert einen respektvollen Umgang im Rahmen der Begutachtungen: „Es handelt sich offenbar nicht um Einzelfälle, in denen kranke und pflegebedürftige Menschen von der PVA unangemessen oder sogar herabwürdigend behandelt werden. Sie verdienen eine respektvolle Kommunikation und eine umfassende Untersuchung, bei der auch eine Begleitperson dabei sein kann“, so Stangl.
Die Gutachter:innen sollten diesbezügliche Schulungen erhalten, die den Fokus auf Unvoreingenommenheit, umfassende Untersuchung unter Berücksichtigung der Sichtweise und Probleme der Antragsteller:innen sowie Antidiskriminierung legt.
Die AK hat 2025 58,7 Prozent der Pflegegeldfälle und 33,1 Prozent der Pensionsfälle gegen die PVA gewonnen.
„Im Jahr 2025 hat die Arbeiterkammer Oberösterreich bei Pflegegeldeinstufungen 599 Gerichtsverfahren gegen die PVA gewonnen. Wir gewinnen also nahezu jeden Arbeitstag zwei Verfahren, in denen eine höhere Pflegegeldeinstufung festgestellt wird“, so AK-Präsident Andreas Stangl.
Aufgrund der Häufigkeit der Fälle, in denen die Einschätzungen des Pflegebedarfs durch die PVA von den Sozialgerichten nach oben korrigiert werden, ist schon zu hinterfragen, ob die Begutachtung der PVA immer in der erforderlichen Qualität durchgeführt wird. Insbesondere bei einer zum Teil sehr deutlich abweichenden Einschätzung des Pflegebedarfs.
Siehe: Die vollständige Unterlage der heutigen Pressekonferenz inklusive Original-Zitaten von Befragten (PVA-Antragsteller:innen) finden Sie online. Studienbericht zum Download (PDF)
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Dieser Wegweiser zu öffentlichen Toiletten wurde in Malta gesichtet. Vielen Dank unserer Leserin Elisabeth Chlebecek für dieses Foto!
Zinz Patrick ,
10.04.2026, 12:57Sehr geehrter Hr @Andreas stangl !
Gz: 7cgs 186/24d-30
Bei mir wurde einfach für die PVA geschrieben anders kann ich mir das nicht vorstellen, Deswegen ist die WKSTA auch dran gerade und hat denn fall aber leider nur an die Wiener Staatsanwaltschaft weitergeleitet wegen Paragraph 288 STGB Ich bin schwer Herz Krank hab eine Deutliche Verschlechterung festgestellt nur leider nach der Verhandlung, und trotzdem wurde sich im Gutachten nur an das Psychische Gutachten konzentriert anstatt an das Internistische ich habe wahrscheinlich ME/CFS auch neben Ständigen Vorhofflimmern und Kurzatmigkeit ich schaffe nichts mehr im Alltag ohne weg zu schlafen nach dem Einkaufen schlafe ich ein so erschöpft bin ich trotzdem meint der Gutachter ich seie Arbeitsfähig Leistungs Kalkül 1/2 seien nur noch mit 4std gegeben trotzdem Invaliditäts Pension abgelehnt. Wo mir andere sagen ich sollte längst drin sein weil ich nichts mehr schaffe körperlich denn mit einer Trikuspidal insuffizienz und Mitral Insuffizienz auch wenn nur leicht ist das mit Vorhofflimmern unmöglich dieses System ist Tod man wird überall nur noch gegängelt und Schikaniert und selbst als Kranker Mensch wirst du abgeschmettert wirklich Traurig.🤷😪
Elfriede Albers ,
16.03.2026, 08:05Warum ist dauern von OÖ die Rede im Zusammenhang damit, wie man behandelt wird als Antragstellerin auf Pflegegeld? In Wien ist es nicht anders. Ich habe Stufe 2 beantragt damals vor etluchen Jahren und der Begutachter sagte ätzend, wenn ich das bekomme, dann nur kulanterweise, weil ich kann ja alles. Mittlerweile bin ich 73 und das nochmalige Ansuchen auf Erhöhung tu ich mir nicht mehr an, so herablassend und frech mich damals dieser Mann behandelt hat.
Ich habe Achondroplasie (diese Krankheit scheint angeblich nirgends auf, bin ur 1, 26 cm groß und kann eigentlich gar nichts mehr wirklich. Für Einkaufen, Postkasten leeren u. Müll entsorgen habe ich 2 x pro Woche 50 Min. Heimhilfe.
Ich kann nicht gehen u. Stehen seit vielen Jahren, bewege mich auf einem Rollsessel in der Wohnung und tu so gut es geht den Haushalt machen für mich und meinen 78 jähr. beinamputierten Mann im Rollstuhl (pflegestufe 4). Alle meine Knochen u. Sehnen sind durch meinen Gendefekt kaputt, bin Dauerschmerzpatientin. Jede Erhöhung des Pflegegeldes würde eine Verbesserung meines Lebens sein, aber ich traue mich nicht mehr ansuchen.
Thomann ,
12.03.2026, 23:31Mache jetzt gerade den 3 Durchgang für Berufsunfähigkeit durch.Habe Klage eingereicht. Bin total verzweifelt, schließlich geht es um meine Existenz
A.S. ,
11.03.2026, 14:45Auch ich bin mittlerweile schwer traumatisiert von den „Begutachtungen“ durch die PVA, die letzte hat sich überhaupt mehr wie ein Überfallkommando angefühlt. Auch das Gutachten war voller Falschaussagen und dermaßen schlecht, dass wir die Klage auf Pflegegelderhöhung zurückziehen mussten. Ich habe richtig Angst davor, nochmal eine Erhöhung zu beantragen.