AKNÖ fordert Ausbau von integrativen Betrieben

Kündigungsanträge für begünstigte Behinderte stiegen um 30 Prozent

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Am 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. „Die Lage der Betroffenen ist noch immer durch ungleiche Chancen im Alltags- wie im Arbeitsleben geprägt. Gerade die angespannte Lage am Arbeitsmarkt führt dazu, dass immer mehr ArbeitnehmerInnen mit Behinderung unter Druck geraten“, sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder und fordert einen Schulterschluss von Wirtschaft und ArbeitnehmerInnenschaft.

„Die Bekämpfung von Benachteiligungen im Erwerbsleben muss gemeinsames Ziel aller sein. Denn allen öffentlichen Bekenntnissen zum Trotz sind Menschen mit Behinderung im besonderen Maße beim Zugang zum Arbeitsmarkt, während des Arbeitsverhältnisses als auch im Rahmen von Kündigungen noch immer von Diskriminierung und Benachteiligungen betroffen“, verweist der AKNÖ-Präsident etwa auf einen deutlichen Anstieg der Kündigungsanträge für begünstigt behinderte ArbeitnehmerInnen beim Bundessozialamt.

Diese stiegen im zweiten Halbjahr gegenüber 2008 um 30 Prozent. „Den Betroffenen wird zwar meist ein Golden Handshake angeboten, in der Folge ist es für sie aber extrem schwer, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Trifft der Jobverlust Ältere, besteht oft überhaupt keine Möglichkeit mehr, sie am Arbeitsmarkt wieder zu integrieren“, betont Haneder.

Mehr Geld über die Ausgleichstaxe

Angesichts dieser nicht weg zu leugnenden Barrieren sind Maßnahmen am Arbeitsmarkt unbedingt notwendig. Der Ausbau von integrativen Betrieben wäre ein Gebot der Stunde. Haneder: „Dort können jene Menschen mit Behinderung beschäftigt werden, die aufgrund der Art oder Schwere ihrer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch chancenlos bleiben.“ Das dafür erforderliche Geld könnte aus einer deutlichen Erhöhung der Ausgleichstaxe lukriert werden, da der Ausgleichstaxfonds derartige Betriebe finanziert.

Zudem unterstreicht der AKNÖ-Präsident das Selbstverständnis der Arbeiterkammer, für Menschen mit Behinderung und Behindertenvertrauenspersonen immer eine verlässliche Partnerin zu sein.

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