aktion leben fordert klares Bekenntnis zu Menschen mit Down-Syndrom

„Menschen mit Down-Syndrom sind keine Bedrohung, die man möglichst früh erkennen und beseitigen muss“, sagt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich.

aktion leben österreich Martina Kronthaler
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Anlass ist die für Mitte August angekündigte Verfügbarkeit eines Bluttests, der bereits ab der 10. Schwangerschaftswoche beim ungeborenen Kind das Down-Syndrom feststellen kann.

„Bei diesem Bluttest geht es darum, Menschen mit Down-Syndrom aufzuspüren und auszusortieren. Das ist eine unmenschliche Entwicklung“, so Kronthaler. „Wir müssen ein Klima schaffen, in der Kinder mit Down-Syndrom selbstverständliche und willkommene Mitglieder unserer Gesellschaft sind.“

Vernetzung statt Verunsicherung

„Dieser Test setzt Eltern unter Druck. Gerade in so einer Situation werden sie oft alleine gelassen. Wir fordern daher, einen verpflichtenden Hinweis auf non-direktive, spezialisierte Beratungsstellen, wo sich Eltern umfassend und qualifiziert informieren können“, betont Kronthaler.

Eine weitere Möglichkeit ist für Kronthaler eine Vernetzung mit anderen Eltern, die ein Kind mit Down-Syndrom haben. „So erfahren die werdenden Eltern praxisnah über die Chancen, die Kindern mit Down-Syndrom und deren Familien offen stehen.“

Ziel müsse sein, dass Kinder mit Down-Syndrom ein selbständiges, ihren Fähigkeiten entsprechendes Leben führen können.

Neugeborenenbox „Geboren mit Down-Syndrom“

Ein positives Beispiel und eine wertvolle Hilfe für Eltern ist die Neugeborenenbox „Geboren mit Down Syndrom – außergewöhnlich, einzigartig“ der aktion leben oberösterreich und des Vereins Down Syndrom Österreich. Die Box enthält Informationen für Eltern von Kindern mit Down-Syndrom. Derzeit erhalten betroffene Eltern die Box in den Landeskrankenhäusern und Ordensspitälern in Oberösterreich. „Eine Ausweitung auf ganz Österreich ist wünschenswert. Das wäre ein klares Signal, dass Menschen mit Down-Syndrom willkommen sind.“

Risiko bei älteren Müttern steigt

Wenn ältere Mütter ein Kind erwarten, haben sie ein höheres Risiko, ein Kind mit Down-Syndrom auf die Welt zu bringen. Ist die Wahrscheinlichkeit bei 25-jährigen Frauen bei 1:1.383, so steigt sie bei 45-jährigen Frauen auf 1:32. „Frauen warten immer länger mit der Familiengründung, da sich Ausbildung, Beruf und Kinder schwer vereinbaren lassen“, bemängelt die aktion leben-Generalsekretärin. aktion leben setzt sich deshalb für familienfreundliche Maßnahmen ein, die Menschen ermöglichen, in jungen Jahren Kinder zu haben.

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0 Kommentare

  • @Karoliny: Oje, jetzt haben Sie uns aber enttarnt; naja mit unserm hochprozentigem daueralk-syndrom hätten wir uns lieber doch unsere Schnau*e halten solln.

    Übrigens: diese Pauschaliererei mit „Syndrom“ und so sind typische Langzeitfolgen von Alk-Missbrauch.

  • Also doch lieber ein Kind ohne Down Syndrom?