Aktionsbündnis überreicht Schreiben an Bundespräsident

Hier finden Sie den Text des Schreibens.

Bündnis überreicht Schreiben
Ladstätter, Markus

Am 11. Jänner 2005 übergaben Vertreterinnen und Vertreter des Aktionsbündnisses „Österreich für Behindertenrechte“ bei einem persönlichen Gespräch dem Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer folgendes Schreiben:

Herrn
Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer
Hofburg
1010 Wien

Wien, 11. Jänner 2005

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

Es ist uns ein Anliegen, Ihnen, sehr geehrter Herr Bundespräsident, heute unsere große Sorge zur derzeitigen Entwicklung bei der Schaffung eines Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes zum Ausdruck zu bringen. Alle bisherigen Informationen deuten darauf hin, dass Österreich ein Behindertengleichstellungsgesetz bekommen soll, welches seinem Namen in keiner Weise gerecht wird und in dem wesentliche Bereiche schlichtweg fehlen.

Behinderten Menschen in Österreich ist mit schönen Worten und Absichtserklärungen nicht geholfen. Sie benötigen gute, wirksame Gesetze mit einklagbaren Rechten.

Die Erfahrungen aus dem Ausland haben gezeigt, dass es Jahre dauern wird, bis das Gesetz nachjustiert und vervollständigt sein wird – verlorene Jahre für Menschen mit Behinderung/en!

In vielen Ihrer Äußerungen wurde uns ein umfassendes Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz versprochen (u.a. auch im Regierungsprogramm), das den Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben und Chancengleichheit garantieren soll. Von diesen Versprechungen ist im vorliegenden Gesetzesentwurf allerdings wenig zu bemerken.

Wir ersuchen Sie daher höflich, sehr geehrter Herr Bundespräsident, sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten für ein umfassendes Behindertengleichstellungsgesetz einzusetzen. Wichtig wäre es, jene großen und wesentlichen Bereiche einzuarbeiten, die momentan im Gesetzesentwurf noch fehlen. Einige plakative Beispiele davon finden Sie in unserem angeschlossenen Pressetext.

Wir danken für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Klaudia Karoliny, Irmgard Kurz, Martin Ladstätter
Aktionsbündnis „Österreich für Behindertenrechte“

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0 Kommentare

  • Alles lächerlich … bräuchte dringend einen neuen Rollstuhl, da meiner nicht mehr funktionstüchtig ist und sogar gefährlich mit dem Treppenkuli hinuterzufahren (2. Stock). Wurde ohne jede Befragung und Grund abgelehnt … super gell Leute … man wird bestraft fürs Kranksein. Haben wir nicht immer unsere Beiträge einbezahlt?