Österreichischer Behindertenrat machte sich für inklusive Bildungslandschaft stark

Aktionstag Bildung mit österreichweiten Aktionen

Österreichweiter Aktionstag Bildung 06.06.24

Der Österreichische Behindertenrat beteiligte sich auch in diesem Jahr am österreichweiten Aktionstag Bildung.

Behindertenrat-Präsident Klaus Widl zeigte in seinem Redebeitrag bei der Kundgebung am 6. Juni 2024 im Wiener Sigmund-Freud-Park Versäumnisse im Bereich der inklusiven Bildung auf und postulierte Forderungen an eine neue Regierung.

Der Fachausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen stellte Österreich im Bereich der inklusiven Bildung ein katastrophales Zeugnis aus. Der Ausschuss kritisierte u.a. die Priorisierung ausgrenzender Schulen für Schüler*innen mit Behinderungen gegenüber inklusiven Schulen, den Personal- und Ressourcenmangel sowie fehlende Assistenz- und Unterstützungsangebote und Daten hierzu. Diese Probleme ziehen sich vom Kindergarten über alle Schulformen und Schulstufen.

Der Österreichische Behindertenrat beschäftigt sich seit vielen Jahren auf unterschiedlichste Weise mit dem Thema Bildung: So wurden beispielsweise Zivilgesellschaftsberichte verfasst und das Thema Bildung national, international und insbesondere bei den Vereinten Nationen in Genf lobbyiert.

Weiters hielt der Österreichische Behindertenrat im September 2023 seine Jahreskonferenz zum Thema inklusive Bildung ab und erarbeitete mit nationalen Expert*innen Lösungsansätze. Darüber hinaus werden regelmäßige Expert*innenrunden im Kompetenzteam Bildung des Österreichischen Behindertenrats organisiert.

Mit diesem Know-How, Erfahrungswerten und Faktenwissen tauscht sich der Österreichische Behindertenrat regelmäßig mit Politiker*innen und Entscheidungsträger*innen aus, um diese von einer tatsächlich inklusiven Bildungswelt zu überzeugen, gibt Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen ab, etwa zum Schulunterrichtsgesetz, der Studienzeitverkürzung in der Lehrer*innenausbildung oder Ausbildungsplänen für Pädagog*innen, dem Einsatz der Österreichischen Gebärdensprache in der Sekundarstufe II und Kinderschutz an Schulen.

Im Rahmen österreichweiter Demonstrationen und Protestmärsche forderte der Österreichische Behindertenrat lautstark die Gewährleistung inklusiver Bildung ein. Denn viele Kinder und Jugendliche werden beim Zugang zu guter, effizienter und zukunftsweisender Bildung strukturell diskriminiert.

Forderungen an eine neue Regierung

Der Österreichische Behindertenrat fordert die zügige Umsetzung inklusiver Bildung auf allen Ausbildungs- und Bildungsebenen. Die verantwortlichen Politiker*innen müssen die Handlungsempfehlungen der Vereinten Nationen endlich ernst nehmen und dementsprechend handeln. Wir fordern einen strukturierten Transformationsprozess vom segregierenden Schulsystem hin zu einem inklusiven Schulsystem für ALLE. Hierfür braucht es eine zentrale Prozessteuerung sowie koordinierte Bundes- und Landesaktionspläne.

“Schüler*innen mit Behinderungen dürfen nicht weiterhin benachteiligt werden. Denn alle Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen haben das Recht auf Bildung. Alle Schüler*innen mit Behinderungen sollen die gleichen Bildungs- und Zukunftschancen haben.”, erklärte Behindertenrat-Präsident Klaus Widl.

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Ein Kommentar

  • An Peinlichkeit nicht zu überbieten!
    Das hat der ÖBR dem gegeiselten „Präsidenten“ schlecht aufgeschrieben…