49. Woche 2025 – Bushaltestelle in Kuala Lumpur mit taktiler Türfindung
Dieses Foto aus Kuala Lumpur, Malaysia zeigt eine Bushaltestelle. Die schwarzen Metallsteher lassen laut unserem Leser auch blinde Menschen erkennen, …
Ein behinderter Mensch kommt leichter in den Himmel als in eine Kirche, heißt es oft zitierter Satz, wenn es um die mangelnde Barrierrefreiheit von Gotteshäusern geht. Dass es auch anderes geht, zeigt die Tiroler Pfarre Imst.
Alois Egger (13) benutzt aufgrund seiner Behinderung einen Elektrorollstuhl. „Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Egon, ging auch er in den Kindergarten und besuchte danach die lokale Volksschule. Integration steht für Familie Egger an oberster Stelle“, erzählt die Kirchenzeitung „Tiroler Sonntag“ vom 21. Dezember 2008 und berichtet weiters: „Spätestens ab dem Zeitpunkt, als die Erstkommunion von Alois bevorstand, wurde Integration auch für die Pfarre Imst zum Thema. Alois wollte so wie sein Bruder auch ein Ministrant sein.“
Der Pfarrer stand „von Anfang an hinter Familie Egger und unterstützte den Wunsch von Alois, am Messdienst Teil zu haben“, ist der Zeitung zu entnehmen. Doch um dies zu ermöglichen, mussten erst bauliche Adaptionen in der Kirche durchgeführt werden. Auch andere Fragen „ein Ministrant im Rollstuhl könne sich ja nicht hinknien“ wurden thematisiert.
„Bald vier Jahre ministriert Alois nun schon in der Imster Pfarrkirche“, berichtet „Tiroler Sonntag“ von diesem gelungenen Beispiel der Integration und führt aus: „In der Diensteinteilung wird Alois wie jeder Ministrant behandelt und darf so wie die anderen regelmäßig seinen Messdienst verrichten. Bis auf das Einsammeln des Klingelbeutelgeldes, kann Alois alle Aufgaben erledigen, die einem Ministranten zustehen.“
Dass Alois als Kind mit Behinderung Ministrant sein kann, bedeutet auch der Pfarrgemeinde viel und wird durchwegs positiv und aufgeschlossen angenommen, ist dem Bericht zu entnehmen. Er ist Bestandteil dieser Gemeinschaft und wird genauso akzeptiert wie er ist. „Man muss sich nur trauen!“, werden die Eltern in der Zeitung zitiert und hoffen, dass noch viele dem Beispiel von Alois folgen werden.
„Am liebsten läute ich die Glocke“, berichtet er selbst mit einem stolzen Lächeln.
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Dieses Foto aus Kuala Lumpur, Malaysia zeigt eine Bushaltestelle. Die schwarzen Metallsteher lassen laut unserem Leser auch blinde Menschen erkennen, …