An Schulen geht die Angst um

Der Standard: Bildungsministerin Gehrer spricht von unverantwortlicher Panikmache

Elisabeth Gehrer
ÖVP/Markus Hammer

Die Bildungsministerin informiert im Gespräch mit „Der Standard“:

Eine große Debatte über Erziehungsmittel an den Schulen kündigt Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im Standard-Gespräch für das neue Jahr an. …

Eltern verunsichert
Wobei Gehrer für einige Aktionen kein Verständnis hat. Dass es im Pflichtschulbereich – wie vielfach behauptet – künftig weniger Integrationsklassen, weniger Montessori und weniger Ganztagsbetreuung geben werde, sei einfach unwahr. „Man muss mit dieser unverantwortlichen Angstmacherei aufhören. Ich finde es traurig, dass man zu solchen Mitteln greift und die Eltern dermaßen verunsichert.“

Manchmal frage sie sich, wie jemand zur Verantwortung gezogen werden könne, der solche Falschinformationen verbreite. „Ich glaube, dass man sich diese Methoden langsam nicht mehr gefallen lassen kann.“ Es handle sich offenbar um „gezielte Aktionen“ vor allem aus dem 20. Wiener Gemeindebezirk.

Länder zuständig
Dabei werde es gar nicht zu dramatischen Änderungen kommen, sagt Gehrer. Die Länder hätten „Straffungen“ im Pflichtschulbereich, für den sie zuständig sind, zugesagt. Jedem Bundesland stehe es frei, seine schulpolitischen Schwerpunkte weiterhin zu betreiben – und eventuell mit Landesmitteln besser auszustatten. Immerhin sei es den Ländern im Finanzausgleich ja gelungen, sich die Rückflüsse aus den Wohnbaudarlehen, die bis zum 31. 12. 2000 vergeben werden, zu sichern.

In Wahrheit bewege sich der Stellenabbau im Schulwesen nur im „Zehntelbereich“, sprich: Auf einen Volksschullehrer werden ab 2004/ 2005 dann 14,5 statt bisher 14 Kinder kommen. Mit dieser Verhältniszahl bleibe man europaweit an der Spitze. Auch unter den OECD-Ländern liegen die österreichischen Bildungsausgaben „weit vorne“.

Wo es mehr Belastungen – etwa durch viele Kinder mit nicht deutscher Muttersprache – gebe, müsse das Schulwesen personell auch weiterhin überdurchschnittlich gut ausgestattet bleiben, verspricht die Ministerin.

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