Impfung

Anschober: Impfplan für Risikogruppen konkretisiert, Hochrisikogruppen und Menschen mit Behinderungen in Phase 1

Das Nationale Impfgremium legt aktualisierte Priorisierung für COVID-19-Impfungen vor.

Rudolf Anschober
Christoph Dunker

Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass vulnerable Gruppen zeitnah Zugang zu einer Corona-Schutzimpfung bekommen. Das Nationale Impfgremium hat seine aktualisierten Empfehlungen vorgelegt, die ich angenommen habe. Unser Ministerium arbeitet nun mit Hochdruck daran, diese im Rahmen unserer Impfstrategie umzusetzen und damit für besonders gefährdete Menschen, etwa Menschen mit schweren Erkrankungen, Menschen mit Behinderungen oder Menschen über 80 schnell eine Impfung zu ermöglichen.“

Das Nationale Impfgremium hat eine Aktualisierung seiner medizinisch-fachlichen Priorisierungsempfehlung vorgelegt. Diese sieht eine weitere Konkretisierung vor. Darauf basierend wird auch die Impfstrategie des Gesundheitsministeriums entsprechend der logistischen Möglichkeiten angepasst.

Demnach sollen in Phase 1 neben Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie Gesundheitspersonal auf COVID-Stationen sukzessive auch Menschen über 80, die zuhause leben, sowie Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen zu den Personen mit besonders hohem Risiko gehören (etwa Dialyse-PatientInnen), geimpft werden. Dies betrifft etwa auch Menschen mit einer schwerwiegenden Krebserkrankung, sofern für diese eine Impfung möglich ist, oder Personen mit fortgeschrittenem Bluthochdruck.

Menschen mit Behinderungen, die von der Behindertenhilfe begleitet werden, sowie jene mit persönlicher Assistenz werden ebenfalls in Phase 1 geimpft. Auch Personal, das Menschen direkt unterstützt (z.B. mobile Pflege, Krankenpflege, 24-h-Pflege, persönliche Assistenz von Menschen mit Behinderungen), soll in dieser Phase geimpft werden.

Der Impfstoff für diese Personengruppen soll in eigenen Impfstellen (beispielsweise in Krankenanstalten oder in Kooperation mit Gemeinden) bereitgestellt werden, noch bevor Impfstoffe flächendeckend bei Hausärztinnen und Hausärzten verfügbar sein können. In vielen Bundesländern wurden bereits erste Impfstellen installiert. Voraussetzung für die Durchführung dieser Strategie sind eine entsprechende Impfstoffverfügbarkeit und logistische Möglichkeiten.

„Weitere Risikogruppen, wie etwa Menschen mit gut eingestelltem Diabetes, stellen eine sehr große Gruppe in der Bevölkerung dar, daher können wir hier erst im Februar genauere Angaben zum Zeitpunkt der Impfung machen, sobald eine entsprechende Menge an Impfdosen gesichert ist“, erklärt Anschober. Diese Personen sollen in erster Linie bei Hausärztinnen und Hausärzten bzw. bei regionalen Impfgestellen geimpft werden und fallen in die Phase 2.

Das Nationale Impfgremium empfiehlt die Impfung auch für bereits von COVID-19 genesene Menschen. Solange es aber eine Impfstoffknappheit gibt, können jene Menschen, die innerhalb der vergangenen sechs Monate eine COVID-19-Infektion hatten, nachgereiht werden.

„Niemand wird vergessen, wir bedenken alle Bevölkerungsgruppen in der Umsetzung des Impfplans. Allerdings müssen wir auch um Geduld bitten, da die verfügbaren Impfdosen im Jänner und Februar noch sehr beschränkt sein werden. Die rege Nachfrage danach bei Menschen mit hohen Gesundheitsrisiken zeigt jedoch die große Bedeutung der Impfung für die Bevölkerung“, so Anschober.

Siehe: ORF, HEUTE, KRONE, kobinet-nachrichten 

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24 Kommentare

  • Ich bin geb. 27.05. 1941 bin selbständiger Rollstuhlfahrer habe keinen Helfer wann komme ich zur Impfung ?

    • Wenn sie sonst keine schweren Erkrankungen haben vermute ich in Phase 2 (Personen im Alter 75-79).

  • Doch, eine Gruppe wurde vergessen: Jugendliche unter 18, die zur Hochrisikogruppe gehören, aber noch zu Hause leben, von den Eltern und nicht von persönlichen Assistenten betreut werden. Mein Sohn, 17 Jahre, Trisomie 21, Leukämie und schwere Lungenentzündungen in der Vorgeschichte, eigentlich theoretisch noch Schüler (bis Juni), fällt damit aus dem System. St. Anna Kinderspital empfiehlt dringend Impfung, wir haben uns auch längst registriert. An Pfizer, der als einziger schon ab 16 zugelassen ist, kommen wir aber ohne institutionelle Betreuung nicht ran. Die Impfhotline hat mir beschieden, dass er dann eben warten muss 😢

    • Also ich verstehe den Impfplan nicht so wie von ihnen beschrieben. Ihr Sohn sollte allein schon wegen „Trisomie 21“ in die Hochrisikogruppe fallen. Sollten Sie in Wien leben dann melden sie ihren Sohn rasch an, in der Kategorie „Hochrisiko“ -> „Trisomie 21“. Welcher Impfstoff zum Einsatz kommt wird von den zuständigen Personen entschieden. Aufgrund des Alters ihres Sohns ist klar welcher Impfstoff es wird. Die Impfhotline weiß leider auch nicht alles.

    • Darüber habe ich am 14.01. auch schon geärgert und hier geäussert. Aber das scheint niemanden zu interressieren. Gudula Walterskirchen hat in der „Presse“ das vor ein paar Wochen als „Gerontokratie“ bezeichnet. Alles für die Alten.

  • Bin sehr gehbehindert, wie können ich und mein Mann zu Hause geimpft werden, wie muss ich mich anmelden?

    • ich bin Jahrgang 1930, schwer gehbehindert, wohne im im 4. Stock, ohne Lift (Förderung für Einbau bewiligt),
      , Mein Mann Jahrgangb1932, Franzose, äussersts schwerhörig. Wir möchten im Februar zu Haus geimpft werden. Was muss ich tun?

    • Leider ist es nicht ganz klar, rufen sie bitte die Telefonnummer 1450 an und fragen dort nach.

  • Bei der Anmeldung beim Impfservice habe ich nur 1 Rubrik für meine Krankheiten gefunden. Habe jedoch 1. nur mehr 1 Niere wegen Krebs, 2.mein Herz wird durch einen DDDR-Schrittmacher dauernd bearbeitet, würde sonst nur mehr 40 mal pro Minute schlagen, 3. wegen einer 80%igen sog. Spinalkanalstenose sind Nerven, die Beine bearbeiten stark beschädigt, kann daher nur eingeschränkt kurze Strecken gehen und nur kurz stehen. Das sind nur die wichtigsten Einschränkungen.
    Ist sicher auf ELGA vermerkt?
    Muss ich trotz ELGA alle Befunde zur Impfung mitbringen?

    • Uns liegen dazu noch keine Antwort vor. Erfahrungsberichte deuten aber bisher nicht darauf hin, dass sie Befunde mitbringen müssen.

  • Leider ist gibt es auf der Seite von NÖ gar keine Kategorien. Ich würde mir wünschen, dass alle Bundesländer die gleichen Kriterien erfüllen. Ich gehöre zur Gruppe der Phase 1 und kann nun gar nicht das richtige angeben.

  • Ich finde es auch gut, dass unsere Bundesregierung, insbesondere unser Gesundheitsminister Rudi Anschober, dafür gesorgt hat Menschen mit Behinderung in Phase 1 impfen zu lassen. Jedoch muss ich an der Anmeldeplattform impservice.wien beanstanden, dass die einzelnen Kategorien der Impfgruppe nirgends erklärt sind. So war mir z.B. nicht klar ob ich in die Gruppe „nicht mobile Pflegebedürftige zu Hause“ oder „Menschen mit Behinderung“ falle. Ich würde mir hier eine detailliertere Beschreibung der einzelnen Gruppen vom Gesundheitsministerium wünschen.

  • Ich bin Alleinstehend und Blind und werde mittels Nachbarschaftshilfe für das Vieles Lebensnotwendige betreut, aber selbst über die vorgesehene Anmeldung kann man keinen Vermerk hinterlassen, daß man eine vulnerable Person ist. Im Sinne des Versprechens von Herrn Anschober bitte ich dies sofort in die digitalen Anmeldeformulare einzupflegen.

  • Eine körperlicge Beeinträchtigung mit einer Idiopathische Lungenfibrose NSIP & Sarkoidose mit 24 h Sauerstoffpflichtig. Ich komme mit meiner seltenen Erkrankung in ihrer Priorisierung gar nicht vor. Mit viel Glück werde ich, weil ja zu Hause lebend, irgendwann geimpft, falls es jemals ausreichend Impfstoff geben wird.
    Ein Trauerspiel !

    • Meiner Meinung nach, sollten sie sogar unter die Kategorie „Hochrisikogruppe-Lungenerkrankung: chronische oder strukturell“ fallen, wie die Kategorie in Wien heißt. Das ist aber nur meine Vermutung.

  • Und was ist mit denen, die nicht von der Behindertenhilfe, sondern z.B. von der Familie betreut werden? Da reicht dann ein 25fach erhöhtes Sterberisiko auch wieder nicht. Muss ein pumperlgsunder 80er wirklich Vorrang vor einem schwerbehinderten Jugendlichen haben?

    • Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, Vergleiche anzustellen unter dem Motto: „Wer von uns ist mehr behindert …“. Erkundigen Sie sich doch nach einem baldigen Termin für sich selbst.

  • Ich würde gerne die Teile meiner Arbeit, die nicht vom Home Office möglich sind, gerne wieder aufnehmen.
    Ich habe das Gefühl das man auf die Berufstätigen Menschen mit Behinderung leider etwas vergisst. Ohne Impfung werde ich diese Tätigkeiten nicht aufnehmen, denn dies wäre hochgradig unvernünftig. Auf der anderen Seite versteht man nicht, dass man es im Alltag schwerer hat und dann bei solch wichtigen Dinge wie die Impfung nicht vorkommt.

  • Es ist sehr erfreulich, dass man im Gesundheitsministerium nicht die vielen Behinderten vergessen hat, die ebenfalls zu den Hochrisiko- Gruppen gehören.

  • Aber die pflegenden Angehörigen von beeinträchtigten Kindern / erwachsenen oder zu pflegenden erwachsenen zählen wieder nicht zum Impfpässe 1, nur weil die Kinder/erwachsene nicht in einem Heim oder von fremden betreut werden. So ist es wieder mal ein Nachteil alles selbst zu machen. Meine beeinträchtigte Tochter ist seit März 2020 zuhause wegen corona , neben meinem homeoffice homeschooling des 2. Kindes, neben Haushalt etc. Aber geimpft werde ich sicher erst zum Schluss da ich Mitte 40 bin. Vielen Dank aber auch.

  • und bitte wo erfahre ich event.den baldmöglichsten Termin oder Ort,um mich impfen zu lassen? bin ein Risikopatient mit 100% Behinderung (Raum Gmunden)

    • Melde dich bei der Impfhotline, die haben gestern meine Daten aufgenommen

  • super super, danke Rudi

  • Super, Super!!