Anstrengungen für berufliche Integration von jungen Menschen mit Behinderungen weiter verstärken

Arbeitsmarktpolitisches Maßnahmenpaket erleichtert Berufseinstieg für benachteiligte Jugendliche

Rudolf Hundstorfer
Sozialministerium

„Auch in der Behindertenpolitik stand das Jahr 2009 im Zeichen der Wirtschaftskrise“, betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Mittwoch anlässlich des morgigen Internationalen Tages für Menschen mit Behinderungen. Oberstes Ziel sei es, Menschen mit Behinderung den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern und dafür zu sorgen, dass behinderte Menschen in Beschäftigung bleiben, betonte Hundstorfer.

„Für junge Menschen mit Behinderungen bildet der schrittweise Erstzugang zum Arbeitsmarkt ein wesentliches Integrationsmoment. Vor diesem Hintergrund sind Menschen mit Behinderung in hohem Maße auf bedarfsgerechte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Heranführung an den Arbeitsmarkt, zur Integration in ein Dienstverhältnis und zu dessen Aufrechterhaltung angewiesen. Daher sollen vorbeugend unterschiedliche, der jeweiligen Situation angepasste, Formen der Lohnkostenförderung für Unternehmen Anreize schaffen, um Menschen mit Behinderung als bewährte Arbeitskräfte weiter zu halten“, so Hundstorfer.

Jugendcoach zur Begleitung in den Arbeitsmarkt

Der „Jugendcoach“ für jugendliche Menschen mit Behinderungen ist eine zielgerichtete Maßnahme der Bundessozialämter, durch die bestehende Schnittstellen zwischen den einzelnen Maßnahmen optimiert und noch wirksamer auf die Bedürfnisse des Jugendlichen eingegangen werden soll.

„Der Jugendcoach steht den Jugendlichen bei der Arbeitssuche, Ausbildungsplanung und beim Case Management tatkräftig zur Seite. Spezielle Leistungen, wie die des „Clearing“ dienen dazu, jugendlichen Menschen mit Behinderungen den bestmöglichen Übergang zwischen Schule und Beruf zu ermöglichen und die Zielgruppe an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Die Berufsausbildungs- und Jugendarbeitsassistenz bietet jungendlichen Betroffenen bestmögliche Beratung und Begleitung hinsichtlich Ausbildungen und Berufseinstieg. Durch die integrative Berufsausbildung können die individuellen Bedürfnisse von benachteiligten Jugendlichen ganz gezielt berücksichtigt werden. Damit ist es uns gelungen, für jene betroffene Jugendliche ein Angebot zu schaffen, denen die Absolvierung einer „üblichen“ Lehre nicht möglich ist. Die integrative Berufsausbildung wird durch geschulte Berufsausbildungsassistenten unterstützt und begleitet, sodass nicht nur ein Ausbildungserfolg sondern auch der Eintritt in den Arbeitsmarkt sichergestellt wird“, so Hundstorfer.

Die acht integrativen Betriebe mit ihren 2.000 Arbeitsplätzen seien unterschiedlich von der Krise betroffen; jene in der Automobilindustrie stärker als andere. „Hier haben wir rechtzeitig mit einem Maßnahmenpaket – unter anderem Kurzarbeit sowie Darlehen zur Liquiditätsstützung – reagiert“, sagte Hundstorfer.

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