App-Tipp: BONG.TV

Thema: Fernsehprogramm und Videorekorder / mit VoiceOver bedienbare Apps

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Edward Lich

Im Fernsehprogramm gezielt suchen oder auch nur stöbern und eine Sendung gleich aufnehmen, per E-Mail verständigt werden, wenn der Download bereit ist und entweder aus der E-Mail heraus oder via persönlichem Web-Feed die Aufnahme herunterladen oder streamen — und das alles auch mit VoiceOver komfortabel nutzbar.

Das sind die Gründe, warum ich das Abo von BONG.TV nutze und nicht einen der Gratis-Dienste.

Das Erstellen persönlicher Filterkriterien für Programmvorschläge, die Aufnahme von Serien und ungewöhnlich umfangreiche Inhaltsangaben zu den Sendungen sind weitere Vorteile des Angebots.

Die Senderliste umfasst vorwiegend öffentlich-rechtliche Sender. Wie gewohnt fehlt der ORF. Details zum Senderangebot finden sich auf der Webseite. Was die App sonst noch bietet, kann auch dem Menü entnommen werden.

Der Dienst kann 7 Tage lang in vollem Umfang getestet werden. Danach ist der Abschluss eines Abos erforderlich, dessen Dauer gewählt werden kann. Das kleinste Abo bietet 25 Gigabyte Platz für Aufnahmen.

Bedienoberfläche

Beim Öffnen der App werden Programmvorschläge des aktuellen Tages präsentiert. Wie viele andere Apps hat auch BONG.TV links oben einen Menü-Button, das folgende Eintragungen enthält: Begrüßung und Angaben zum verfügbaren Speicher, Fernsehprogramm, TV Tipps, Sender, Genre, Suche, Stöbern, Aufnahmen, Serien, Account und Einstellungen

Nutzung

Im Folgenden gehe ich auf drei Teilbereiche näher ein.

Sendungen Suchen:
Die Suche ist eine Volltextsuche und sucht im gesamten zur Verfügung stehenden Programm, also ohne nach Zeitraum oder Sender zu filtern. Der Zeitraum der Programmvorschau umfasst 14 Tage.

Eine weitere Such- sowie Filtermöglichkeit bietet der Menüpunkt „Genre“. Hier lässt sich, ebenso wie bei der Anzeige eines einzelnen Senders, die Suche auf einen Tag eingrenzen. Das Datum ist mittels Slider bequem einstellbar.

Individuelle Filter:
Ein Feature, das ich sehr gerne nutze, sind persönliche Filter. Diese befinden sich im Menüpunkt „Stöbern“ (wo man sie vielleicht nicht vermuten würde). Hier finden sich Filterkriterien wie „Meist aufgenommene Filme“, „Hörfilme“, „Hauptabendprogramm“ oder auch „Was läuft gleich“. Unter der Überschrift „Meine Favoritenfinder“ kann man eigene Kriterien einfügen. Das kann ein Titel eines Films, aber auch ein Schlagwort wie „Reisen“ oder „Hitchcock“ sein. Die jeweils gefundenen Sendungsvorschläge werden per E-Mail als Liste zugestellt. Diese enthalte, neben dem Titel der Sendung, Links zu unterschiedlichen Ansichten: Standard, Mobil und Light. Dort gibt es neben näheren Informationen zur Sendung auch die Möglichkeit zur Aufnahme.

Aufnahmen:
Es kann in unterschiedlichen Qualitäten (Mehrfachauswahl möglich) aufgenommen werden. Sobald die Aufnahme zur Verfügung steht, erfolgt eine Verständigung mittels E-Mail. In der E-Mail steht, genau wie in der App selbst im Bereich „Aufnahmen“, ein Link zum Download oder Streaming zur Verfügung.

Eine komfortable Ergänzung ist der individuelle Web-Feed, der schnellste Weg zu allen derzeit gespeicherten Aufnahmen und somit auch auf allen Plattformen verfügbar, auf denen man Feeds nutzen kann und will.

Wichtige Hinweise

Die Aufnahmen werden mit Vor- und Nachlaufzeit aufgenommen; deren Länge kann individuell eingestellt werden. Wer Wert darauf legt, keinen Ballast mitzuschleppen, muss die Filme hinterher also trimmen. Wie das auch mit einem Screen Reader funktionieren kann, habe ich im Beitrag Videos blind schneiden beschrieben.

Hörfilme können zwar, wie oben erwähnt, aus dem Programm herausgefiltert werden, die Aufnahmen im Format MP4 enthalten aber keine Audiodeskriptions-Spur.

Es gibt geringfügige Einschränkungen in der Bedienung mit VoiceOver: Manchmal muss man den Finger irgendwo aufs Display legen, um elementweise wischen zu können. In anderen Situationen (etwa im Hauptmenü) empfiehlt sich das Erforschen und Navigieren durch wischen, sobald der Fokus gesetzt ist, weil auf der rechten Seite des Bildschirms die TV-Tipps „durchscheinen“, was verwirrend sein kann. In manchen Bereichen trifft man vereinzelt auf unbeschriftete Buttons, die aber die gute Bedienbarkeit nicht einschränken. Lediglich in der Detailanzeige der Sendungen, in der sich auch der Aufnahmeknopf befindet, gibt es beim elementweisen Wischen unschöne Verdoppelungen von Icons.

Das Team von KIM ist übrigens sehr bemüht, beantwortet Mails zeitnah und qualitativ. Gemeldete Bugs werden ernst genommen und nach Möglichkeit beseitigt. Das trifft auch auf die Bedienbarkeit mit VoiceOver zu.

Fazit

BONG.TV ist ein übersichtlich gestalteter, sehr komfortabler und mit VoiceOver gut bedienbarer Online-TV-Rekorder.

BONG.TV im App-Store / Bedienung mit VoiceOver: Ausgezeichnet.

Dieser Artikel ist der Teil der Serie „Mit VoiceOver bedienbare Apps“ von Eva Papst.

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