Apple bringt neue Barrierefreiheitsfunktionen: KI, Untertitel und Rollstuhlsteuerung per Augen

Dank „Apple Intelligence“ werden Hilfsmittel wie VoiceOver und Sprachsteuerung intuitiver. Zudem wird es geräteübergreifende automatische Video-Untertitel und die Steuerung von Elektrorollstühlen per Vision Pro geben.

Darstellung der iPhone Lupenfunktion wie eine Rechnung gescanned wird. Rechts sagt die Erklärung, dass die Rechnungssumme 83,89 Dollar ausmacht und am 28. April 2026 fällig ist.
Apple

Apple hat eine Reihe neuer Bedienungshilfen vorgestellt, die im Laufe dieses Jahres für Nutzer:innen verfügbar sein werden. Im Mittelpunkt steht die Integration der hauseigenen künstlichen Intelligenz „Apple Intelligence“.

Diese soll bestehende Funktionen auf Apple-Geräten erheblich verbessern, den Alltag von Menschen mit Behinderungen erleichtern und neue Wege der selbstbestimmten Nutzung eröffnen.

Besonders erfreulich aus Sicht des Datenschutzes: Apple betont, dass die aufwendigen KI-Berechnungen lokal auf dem jeweiligen Gerät stattfinden. Sensible persönliche Daten, die bei der Nutzung von Assistenztechnologien unweigerlich anfallen, verlassen das Gerät somit nicht.

Auch die Lupe-App wird erweitert: Über die Aktionstaste der neueren iPhone-Modelle können Nutzerinnen und Nutzer die Funktion „Live Erkennung“ aktivieren und dem Gerät gezielte Fragen stellen, etwa: „Wo ist die Türschnalle?“ oder „Welcher Text steht auf diesem Schild?“.

Alternativ lässt sich die App künftig auch vollständig über Sprachbefehle steuern, ohne den Bildschirm berühren zu müssen.

Natürliche Sprache revolutioniert die Sprachsteuerung

Menschen mit motorischen Einschränkungen, die ihre Geräte vorwiegend per Sprache steuern, kennen das Problem: Apps lassen sich oft nur schwer navigieren, wenn Schaltflächen nicht eindeutig benannt sind oder man sich unzählige Raster-Nummern merken muss. Hier verspricht Apple eine deutliche Erleichterung.

Die Sprachsteuerung wird in der Lage sein, natürliche Sprache und Kontext zu verstehen. Anwender:innen müssen nicht mehr den exakten Namen eines Buttons kennen, sondern können den Bildschirm in eigenen Worten beschreiben.

Befehle wie „Tippe auf das Symbol, das wie ein Haus aussieht“ oder „Gehe auf den lila Ordner in der unteren Ecke“ sollen ausreichen, um zielsicher durch Menüs zu navigieren. Das macht die Bedienung wesentlich flüssiger und gleicht mangelhafte Barrierefreiheit in Drittanbieter-Apps aus.

Automatische Untertitel

Eine weitere wichtige Neuerung, besonders für gehörlose und schwerhörige Menschen, sind die systemweiten, automatisch generierten Untertitel.

Diese transkribieren gesprochene Dialoge direkt auf dem Gerät – und zwar auch dann, wenn es sich um private Videos von Familie und Freunden handelt oder Inhalte aus dem Netz gestreamt werden, die bisher keine Untertitel boten.

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