Arbeitsgruppe Strukturreform in der Pflege startet

Kluge Gesamtlösung ist Ziel der Pflegestrukturreform

Ingrid Korosec
ÖVP

LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes hält zu den morgen im Sozialministerium beginnenden Verhandlungen zur Pflegestrukturreform fest:

„Unser aller Ziel muss eine kluge Gesamtlösung für Pflege und Betreuung in Österreich sein. Pflege muss raus aus der Sozialhilfelogik, muss solidarisch finanziert werden. Leistungen müssen endlich nach bundeseinheitlichen Kriterien erbracht und bundesweit qualitätsgesichert sein. Pflege(fach)kräfte brauchen eine neue Bildungsstruktur von der Lehre bis zur Universität, mehr Gesundheitsförderungsangebote im Job und bessere Bezahlung. Pflegende Angehörige brauchen deutlich mehr Unterstützung – organisatorisch wie auch finanziell. Die Geldleistungen sind weiterhin beizubehalten, wobei die Einstufung für das Pflegegeld fairer und schneller erfolgen muss und das Pflegegeld selbst jährlich zu valorisieren ist. Und auch in der Pflegeverwaltung müssen trotz der bereits erfolgen Reformen noch weitere Schritte gesetzt werden. Und wir müssen endlich über verlässliche Zahlen verfügen können – die Länder müssen ihre Zahlen zum Pflegebereich endlich einheitlich definiert einbringen, sonst ist eine seriöse Zukunftsplanung unmöglich. Klingt nach viel Arbeit – ist es auch!“

„Ich bin froh, dass die Verhandlungen zu diesen vielen Punkten nun endlich beginnen können. Zeitlich müssen wir bis Ende 2012 mit unserer Arbeit fertig sein, was einen engen Zeitplan und vor allem viel Disziplin voraussetzt. Ich hoffe daher, dass sich alle in diese Verhandlungen Eingebundenen bewusst sind: Nur alleine über Finanzstrukturen zu reden, wird nicht ausreichen! Und wenn wir uns zu den Themen nicht mit einem echten Reform- und Lösungswillen einbringen, können wir das Ziel nicht erreichen. Die Pflegebedürftigen Österreichs und ihre Angehörigen erwarten aber genau das von uns“, so Korosec abschließend.

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0 Kommentare

  • Zuerst muss die Schlechterstellung der neuen Bezieher aufgehoben werden, sie bekommen für nun 60 Stunden den selben Betrag. Aus 3,-€ wird nun 2,5€ pro Stunde in Pflegegeldstufe 1.
    Weiters werden Pflegekräfte vor ihrer ausbildung nicht införmiert dass ihre 3 jährige Ausbildung laot OGH Urteil im Pensionsverfahren gar nicht als Beruf gild und müssen dann wenn sie diese tätigkeit nicht mehr Ausüben können putzen gehen oder als Parkwächter oder dergleichen Arbeiten. Hier müsste zuerst informiert und Gerechtigkeit geschaffen werden.