ARD setzt auf barrierefreie Fernsehangebote

Das Fernsehangebot der ARD soll für seh- und hörgeschädigte Menschen deutlich ausgeweitet werden.

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Im Ersten sollen bis zum Jahr 2013 alle Erstausstrahlungen mit Untertiteln für gehörlose und schwerhörige Zuschauer versehen werden. Dies kündigte die ARD-Vorsitzende, Monika Piel, nach einer Sitzung der ARD-Intendanten in Potsdam an.

Wie die net tribune berichtet liege der Anteil der untertitelten Sendungen derzeit bei der ARD bei 37 Prozent.

Zudem sollen dem Bericht zufolge künftig alle fiktionalen Formate sowie Tier- und Naturfilme im Hauptprogramm eine Hörfilmfassung für blinde und stark sehbehinderte Menschen bekommen. Die ARD-Vorsitzende sprach von einem „ehrgeizigen Ziel“ und davon, dass die ARD bei den „barrierefreien Angeboten“ eine Vorreiterrolle einnehme.

Zum Vorstoß der ARD, ihr Programm barrierefrei zu gestalten, erklärte der Sprecher für Menschen mit Behinderungen der Linksfraktion im Brandenburger Landtag, Jürgen Maresch, dass der RBB sich ein Beispiel an der ARD nehmen sollte.

„Das Bestreben der ARD für seh- und hörgeschädigte Menschen ihr gesamtes Programmangebot bis 2013 zugänglich zu machen, halte ich für dringend notwendig. Ich bin froh, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention damit im Bereich Medien vorangebracht wird“, erklärte Jürgen Maresch.

Für Menschen mit Behinderungen bedeuteten die Medien, insbesondere das Fernsehen, einen wichtigen Zugang zu Information und Unterhaltung. Um dem Grundrecht nach Information und dem Wunsch nach Unterhaltung auch von Menschen mit Behinderungen nachzukommen, sollten alle technischen Möglichkeiten nutzbar sein, die sich derzeit bieten. „Dieser Vorstoß der ARD muss Ansporn für alle privaten und öffentlichen Sender sein, auch dem RBB, deren Programmangebot momentan nur im Ausnahmefall für Menschen zugänglich ist, die seh- oder hörgeschädigt sind.“

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