Arzneimittelhotline soll Anfang 2011 starten

Unter der Nummer 1455 wird man 24 Stunden an sieben Tagen die Woche ein Callcenter erreichen. Von dort werden Sie zu der nächstgelegenen, dienstbereiten Apotheke verbunden.

Medikamente
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Von der neuen Apotheken-Hotline profitieren ganz besonders die 318.000 blinden und sehbehinderte Menschen in Österreich. „Diesen ist bisher die Gebrauchsinformation für Medikamente nur schwer zugänglich, da sie die Beipackzettel von Medikamenten nicht lesen können“, informierte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) über die geplante Einführung der neuen Apothekenhotline.

Start Anfang 2011

Mit dem Start der Hotline Anfang 2011 haben auch blinde und sehbehinderte Menschen die Möglichkeit, rund um die Uhr rasch zu dieser wichtigen Information zu kommen, so der Gesundheitsminister in einer Aussendung.

„Menschen mit starken Sehbeeinträchtigungen können die Beipacktexte der Medikamente nicht lesen. Gemäß einer EU-Richtlinie ist es daher notwendig, nicht nur die Verpackungen der Arzneimittel mit Braille-Blindenschrift zu versehen, sondern auch die Gebrauchsinformationen in Formaten, die für blinde und sehbehinderte Personen geeignet sind, verfügbar zu machen“, erläuterte der ÖBSV-Präsident, Mag. Gerhard Hellerer, im BIZEPS-INFO Interview. Diese Richtlinie hätte bereits Mitte 2005 umgesetzt werden müssen.

Der Österreichische Blinden- und Sehbehindertenverband (ÖBSV) begrüßt nun die Einführung der Arzneimittelhotline.

„Gerade im Bereich der Medizin ist es wichtig, die Menschen kompetent und rasch zu beraten. Die Arzneimittelhotline wird dabei einen wichtigen Beitrag leisten“, ist auch die SPÖ-Behindertensprecherin, Ulrike Königsberger-Ludwig, überzeugt.

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