atempo stellt seine Projekt vor

Dem Ziel der gesellschaftlichen Gleichstellung will atempo über zwei Zugänge näher kommen.

Seit über einem Jahr ist atempo – der Verein zur Gleichstellung von Menschen mit Lernschwierigkeiten, Behinderungen und speziellen Bedürfnissen – mit Erfolg tätig.

Einerseits sollen gesellschaftliche Bereiche, von denen die Zielgruppe bisher ausgeschlossen war, zugänglich gemacht werden. Zum anderen bietet der Verein Aus- und Weiterbildungen, in denen sich die Zielgruppe jene Kompetenzen erwerben kann, die in diesen neuen Feldern gebraucht werden.

Daqui: attraktives Angebot für Unternehmen
Die erfolgreiche Verknüpfung dieses Anspruchs zeigt sich, so Obfrau Burgi Fröhlich im Projekt Daqui. Hier geht es um die Betreuung von Datenbanken am Computer, ein ideales Arbeitsfeld für die Zielgruppe. 16 AusbildungsteilnehmerInnen lernen Datenbanken von verschiedenen AuftraggeberInnen zu betreuen.

Fröhlich: „Wir erstellen Datenbanken für Unternehmen und geben die Daten ein. Von uns bekommt der Auftraggeber nicht nur die „leere“ Datenbank, sondern geordnete Daten, mit denen dann schon gearbeitet werden kann. Größter Auftraggeber ist die Grazer Universitätsbibliothek, die für die Zusammenarbeit mit Daqui mit dem steirischen „Job-Oskar“ ausgezeichnet wurde.

Sud: Menschen mit Lernschwierigkeiten vertreten sich selbst
Bei Sud können sie einige Grundlagen für die professionelle Interessenvertretung lernen. „Wie baue ich ein Referat auf? Wie rede ich vor vielen Leuten?“ sind u.a. Ausbildungsthemen. Bereits im Dezember 2001 haben die ersten 10 TeilnehmerInnen ihre 16-wöchige Ausbildung abgeschlossen.

Mit großem Erfolg. Geschäftsführer Klaus Candussi: „Zu Beginn waren viele skeptisch, ob das gesteckte Ziel tatsächlich zu schaffen sei. Doch die erfolgreichen Referate von Sud-AbgängerInnen in Sozialeinrichtungen, vor GewerkschaftsvertreterInnen oder auf Tagungen bestätigen unseren Weg.“ Selbstvertretung bedeute aber nicht, allein gelassen zu werden.

Candussi: „Die ReferentInnen von Sud arbeiten mit AssistentInnen, deren Unterstützung sie einfordern, wenn sie benötigt wird.“ Durch die weiteren Ausbildungen in Wien (bis Juni 2002) und Salzburg (ab September 2002) wird die Ausbildung für Interessierte aus ganz Österreich angeboten.

Nueva: Welche Wohneinrichtung paßt für welche Bedürfnisse?
Auch bei Nueva, das in Graz und Wien durchgeführt wird, geht atempo von der aktuellen Lebenssituation von Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen aus – als NutzerInnen von betreuten Wohneinrichtungen.

In den letzten Monaten wurde ein Fragebogen für die Evaluation von Wohnangeboten erarbeitet, wobei die Themen von den AusbildungsteilnehmerInnen festgelegt wurden. Ziel des Fragebogens ist die Erstellung eines kundInnenorientierten Profils von betreuten Wohneinrichtungen, das zukünftigen BewohnerInnen zeigt, wo ihre Bedürfnisse am besten abgedeckt werden.

Bereits ab Sommer werden die ersten BewohnerInnen und NutzerInnen von Wohnangeboten von den TeilnehmerInnen der Ausbildung Nueva befragt werden.

Capito: Informationen verständlich und zugänglich machen
Capito erstellt verschiedene Informationen nach Auftrag in leicht verständlicher Sprache. Dies können Angebote und Leistungen öffentlicher Stellen oder privater Organisationen, aber auch wichtige rechtliche Informationen sein.

Als Beispiel sei die Broschüre „Das erste Jahr mit dem Euro“ im Auftrag des Sozialministeriums genannt. Die „Zugänglichkeit von Informationen im Internet“ ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Projekts.

Angeboten werden „Accessibility-Checks“ von bestehenden Websites, aber auch die Programmierung und Gestaltung von barrierefreien und leicht verständlichen Websites. Die wahren ExpertInnen hinsichtlich Verständlichkeit sind auch hier NutzerInnen aus der Zielgruppe. Daher werden alle Texte und Produkte von Capito von ExpertInnen aus der Zielgruppe überprüft.

Kontakt:
Verein atempo
Grazbachgasse 39
8010 Graz
Tel.: 0316 / 814716
Fax: 0316 / 814716-20

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