AUA überlässt Passiere mitten in der Nacht ihrem Schicksal

Die österreichische Fluglinien ließ mitten in der Nacht 189 Passagiere - darunter auch eine Rollstuhlfahrerin - im Ausland in Stich.

Austrian Airlines
BilderBox.com

Am Sonntag den 5. August um 0.25 Uhr sollte der AUA Flug OS 9254 von Teneriffa am Flughafen Wien laden. Doch daraus wurde nichts.

Auf Grund des starken Unwetters konnte der Lauda-Air Flieger (gehört zur AUA Gruppe) nicht auf dem Flughafen Schwechat landen und musste nach Bratislava ausweichen, rekonstruiert der Kurier die Ereignisse.

Was dann passierte, gleicht fast einem schlechten Film. Der frühere AUA-Werbeslogan „Service is our success“ wirkt da schon fast wie ein Hohn.

„Anstatt die Weiterreise nach Wien zu organisieren, wurden die Passagiere vom Personal an Ort und Stelle sich selbst überlassen“, informiert der ORF und ergänzt: Nachdem das Bordpersonal aber um 3.30 Uhr die gesetzlich geregelte Arbeitszeit überschritten hatte, wurden die Passagiere kurzerhand dazu aufgefordert, „aus Sicherheitsgründen“ das Flugzeug zu verlassen.

Keine Unterstützung

Die 189 Passagiere – darunter auch kleine Kinder und eine Rollstuhlfahrerin – wurden mitten in der Nacht im Ausland von der AUA alleine gelassen, statt sich um den Rücktransport nach Wien zu kümmern. Nachdem erste Versuche der AUA, Busse zu mieten, fehlgeschlagen sind, überließ man die Menschen einfach sich selbst.

„Es war unsere Fehlentscheidung, die Passagiere ihrem Schicksal zu überlassen“, gibt AUA-Sprecher Peter Thier unumwunden zu und zeigt sich betroffen.

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0 Kommentare

  • „Betroffen“ waren wohl eher die ausgesetzten Passagiere. Es ist eine sprachliche Verschluderung, wenn sich allerwelt „betroffen“ zeigt oder ist.

    Man ist wahlweise entsetzt, wütend, beschämt, erschüttert oder sonst etwas, aber „betroffen“ ist immer der, den es „betrifft“ – in diesem Fall Aussetzung ohne jegliche Hilfe – was der Sprecher eben nicht ist. Oder hat man ihn gleich mit ausgesetzt?

  • Klarer Fall für Schadenersatzforderung. Nicht, weil der Schaden gut zu machen wäre, sondern weil FlyNiki bzw. die AUA vor den Vorhang zu bitten sind!

  • Währe es nicht leichter gewesen eine „frische“ Besatzung nach Bratislava zu schicken und mit dem Flieger nach Wien zu fliegen. Das Unwetter war nach geraumer Zeit sowieso weitergezogen.