„Auch ein Anrecht auf eine Pension!“

Die Selbstvertreterinnen und -vertreter aus dem Werkstätten- und Wohnrat von Jugend am Werk übergaben am 24. Oktober 2008 der interimistischen Leitung des Fachbereichs Wohnen des FSW die gesammelten 200 Unterschriften.

Werkstättenrätinnen übergeben FSW Unterschriften
JAW

„Das Recht auf eine Pension ab dem 60. Lebensjahr ist eine der jahrelangen zentralen Forderungen der SelbstvertreterInnen von Menschen mit Lernbehinderungen bei Jugend am Werk“, gibt Mag. Wolfgang Bamberg (Öffentlichkeitsarbeit von Jugend am Werk) gegenüber BIZEPS-INFO bekannt und ergänzt: „Nach dem erfolgreichen Kongress ‚Wir haben Rechte‘ im November 2007 beschlossen der Werkstätten- und der Wohnrat von Jugend am Werk, selbstständig Unterschriften von Personen zu sammeln, die bei Jugend am Werk in einer Werkstätte arbeiten oder ein Wohnangebot in Anspruch nehmen.“

Das 60. Lebensjahr erreicht

Dem FSW wurde ein vom Werkstätten- und Wohnrat verfasster Begleitbrief übergeben, in dem Tageszentren im Wohnbereich für Menschen mit Lernbehinderungen gefordert werden, die nicht mehr in eine Werkstätte gehen möchten, aber einen begleiteten Ruhestand benötigen.

„In den Werkstätten gibt es viele Menschen mit Lernbehinderungen, die das 60. Lebensjahr erreicht haben oder bald erreichen werden und gerne in Pension gehen möchten!“, heißt es in einem Schreiben, das dem FSW übergeben wurde.

Weiters schreiben die Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter: „Es soll für älter gewordene Menschen mit Lernbehinderungen auch die Möglichkeit geben, zu Hause zu bleiben. Menschen mit Lernbehinderungen haben ihr Leben lang gearbeitet. Daher haben diese Menschen auch ein Anrecht auf eine Pension! Sie sollen mit 60 Jahren in einen begleiteten Ruhestand gehen können, denn die Behinderung wird mit den Jahren zumeist nicht besser, sondern schlechter!“

„Es soll für ältere Menschen mit Lernbehinderungen aber auch die Möglichkeit geben, einfach zu Hause zu bleiben oder, sofern sie das möchten, weiter in der Werkstätte zu arbeiten“, erläutert Bamberg abschließend.

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