Auf dem Weg in ein neues Jahrzehnt

So heißt der Geschäftsbericht 2010 des Bundessozialamtes, der kürzlich erschienen ist. Ein Kommentar.

Bundessozialamt
Ladstätter, Markus

Der sehr übersichtliche 26seitige Bericht beinhaltet wieder eine Vielzahl von interessanten Zahlen, die Tendenzen klar aufzeigen.

So sieht man beispielsweise, dass zwischen 2008 und 2010 die Anzahl der Schlichtungen gemäß Behindertengleichstellungsgesetz um 7,7 % auf 197 im Jahr 2010 gestiegen ist, die Anträge auf 24-Stunden-Betreuung sogar um 43,4 %.

Im Vorwort geht Sozialminister Rudolf Hundstorfer darauf ein und schreibt: „Das Fördermodell zur Legalisierung der 24-Stunden-Betreuung wird angenommen und auch eine von mir in Auftrag gegebene Evaluierung hat gezeigt, dass sich die Schlichtungsverfahren im Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz mehr als bewährt haben.“

Auch negative Entwicklungen sind dem Geschäftsbericht 2010 des Bundessozialamtes zu entnehmen. So hat sich beispielsweise die Zahl jener Unternehmen, welche die Einstellungsquote behinderter Menschen nicht erfüllen, zwischen 2003 und 2009 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) von 76,4 % zu 76,6 % sogar noch leicht verschlechtert.

Interessant auch das Faktum, dass 2010 erstmals die Anzahl der Schlichtungen im Güter- und Dienstleistungsbereich jene im Arbeitsbereich übertroffen hat. In beiden Bereichen überwiegen die Einigungen.

„Der vorliegende Geschäftsbericht soll allen Interessierten einen Einblick in die Vollzugsarbeit des Bundessozialamtes 2010 geben“, schreibt Dr. Günther Schuster, Leiter des Bundessozialamtes, im Vorwort.

Dies ist meiner Meinung nach wirklich gelungen.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare

  • Was ist das für ein beschi**enes System, in welchem der Ausstoss von Menschen jaaahrzehntelaaaang so achselzuckend betrieben und geduldet wird?

  • @Erwin Buchinger: Danke für den wichtigen Hinweis. Habe den Fehler gleich ausgebessert.

  • Bei der Zahl der Unternehmen, welche die Beschäftigungspflicht für Menschen mit Behinderungen erfüllen ist im Beitrag offenbar eine Zahlenverwechslung erfolgt. 76,6% der Unternehmen erfüllen die Beschäftigungspflicht NICHT! Die Entwicklung seit 2003 hat sich damit auch nicht „kaum verbessert“ sondern im Gegenteil weiter (leicht) verschlechtert.