Auf- und Niedergang der österr. Behindertenreferate

Seit 1989 sind seitens Betroffener und MitstreiterInnen Initiativen im Gang, um das Studieren für behinderte Menschen zu erleichtern.

Bis 1994 hat es gedauert, daß die Wiener ÖH (StudentInnenvertretung) ein Behindertenreferat eingerichtet hat, dafür hatte es einer Satzungsänderung bedurft, die das damalige Wissenschaftsministerium genehmigen mußte.

1996 gab es ein weiteres Highlight, ein Behindertenreferat wurde im damaligen Zentralausschuß der ÖH (heutige Bundesvertretung) eingerichtet. Die Referentin war selbst betroffen – sprich behindert, was einerseits ein Vorteil war, andererseits auch ein Nachteil. Da das Haus nicht für RollstuhlfahrerInnen zugänglich ist, konnten die Sprechstunden nicht in der ÖH-Bundesvertretung abgehalten werden, außerdem ist man von den meisten internen Informationen abgeschnitten.

Im Sommersemester 2000 wurde von der ÖH-Bundesvertretung beschlossen, das Behindertenreferat wieder aufzulösen und es in das Referat für Soziales und Seniorenfragen zu integrieren. Der neue Name: „Referat für Soziales, Senioren und Behindertenfragen“, Leiter ist der bisherige Sozialreferent, die ehemalige Behindertenbeauftragte wurde zur Sachbearbeiterin degradiert. Zwischenzeitlich ist die Lage so, daß auch das Wiener ÖH-Behindertenreferat spätestens mit Wintersemester 2001 in das Sozialreferat integriert werden soll. Die Gründe sind finanzieller Natur, da man mit der Einführung der ATS 5.000,– Semestergebühr glaubt, aufgrund der gesunkenen StudentInnenzahlen auch weniger Budgetmittel zur Verfügung zu haben.

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