Ausstellung „Wege zur Gleichstellung in Österreich“

Im Sozialministerium ist derzeit die Ausstellung „Wege zur Gleichstellung in Österreich“ zu sehen. Sie zeigt, wie sich die Behindertenpolitik in Österreich entwickelt hat und welche Schritte zu mehr Teilhabe und Gleichstellung gesetzt wurden.

Ausstellung: Wege zur Gleichstellung
BIZEPS

Die Ausstellung am Stubenring 1 in Wien zeigt zentrale Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre – von Rechten und Barriereabbau bis zu Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Ein zentrales Thema ist das Behinderten-Gleichstellungsrecht. Seit 2006 schützt das Behinderten-Gleichstellungs-Paket Menschen mit Behinderungen vor Diskriminierung – etwa im Alltag, bei Dienstleistungen, Gebäuden oder am Arbeitsplatz. Auch die Bundesverfassung verbietet Benachteiligung aufgrund einer Behinderung.

Ausstellung: Wege zur Gleichstellung
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Wenn es zu einer Benachteiligung kommt, muss nicht sofort der Weg vor Gericht gewählt werden. Beim Sozialministeriumservice gibt es ein kostenloses Schlichtungsverfahren. Ziel ist es, rasch und ohne Gerichtsverfahren eine Lösung zu finden. Laut Ausstellung gab es seit Einführung bereits mehr als 5.200 Schlichtungsfälle.

Praktische Unterstützungsangebote wie Behindertenpass, Parkausweis, Unterstützungsfonds und Euro-Key sollen den Alltag erleichtern und Teilhabe ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist Arbeit: Menschen mit Behinderungen werden etwa durch Arbeitsassistenz und weitere Angebote unterstützt.

Auch die UN-Behindertenrechtskonvention, die Österreich 2008 ratifiziert hat, wird thematisiert. Umgesetzt wird sie unter anderem durch den Nationalen Aktionspläne, aktuell mit Maßnahmen bis 2030.

Weiterer Ausstellungsteil „Selbstbestimmt und Teil der Geschichte!“

Ein weiterer Ausstellungsteil zeigt „Selbstbestimmt und Teil der Geschichte!“ des Hauses der Geschichte Österreich (HDGÖ).

Im Mittelpunkt stehen Menschen mit Behinderungen, die selbst für ihre Rechte kämpfen – etwa gegen Gewalt in Heimen, für inklusive Bildung, Gleichstellung, Barrierefreiheit, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung.

Persönliche Objekte und Protestmaterialien machen diese Kämpfe sichtbar.

Ausstellungsteil: Selbstbestimmt und Teil der Geschichte!
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Siehe: Österreichischer Behindertenrat

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