Bankraub

Die "erste österreichische Boulevardzeitung", der Augustin, nennt es schlicht "Bankraub", daß man in vielen Gängen und Passagen der Stadt darauf "vergessen" hat, Sitzplätze anzubieten.

Nein, vergessen ist nicht das richtige Wort.

Man hat, wie etwa im Zugangsgeschoß der U-Bahnstation Spittelau, auf die Bänke ganz bewußt verzichtet:

Die Wiener Finanzstadträtin Brigitte Ederer (SPÖ) will derart sicherstellen, daß die Sitzgelegenheiten nicht „von einigen Wenigen zur Gänze okkupiert werden“ – die Rede ist augenscheinlich von Obdachlosen.

Auch von wirtschaftlichen Gründen ist die Rede im Schreiben Ederers, in dem sie begründet, warum im Passagenbereich niemand mehr sitzen darf.

Hasten, eilen und kaufen – wer das Plansoll der Kaufkraft nicht erfüllt, dem wird auch kein Platz im öffentlichen Raum mehr eingeräumt und zugestanden? Ist der Sager von den einigen Wenigen ein verbaler Ausrutscher oder der Ausdruck politischer Gesinnung?

Die City wird auf Hochglanz poliert, wer dem schönen Schein wenn auch nur optisch Schaden zufügen könnte, wird des Platzes verwiesen?

Schlimme neue Welt, die da auf ALLE an den Rand gedrängten Gruppen zukommt.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.